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Knappe Niederlage in Bensheim

Foto: HSG Bensheim/Auerbach

Knappe Niederlage in Bensheim: BSV findet zu spät den Rhythmus

Das erste Pflichtspiel in der ALSCO Handball-Bundesliga nach vier Wochen Pause hat der Buxtehuder SV am Samstagabend mit 32:36 (10:16) bei der HSG Bensheim-Auerbach verloren. Trainer Nicolaj Andersson sah sich nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit in seiner Befürchtung bestätigt. Jolina Huhnstock und Anika Hampel erzielten im Duo 20 Tore.

Die 2.000 Zuschauer in der ausverkauften Weststadthalle in Bensheim sorgten für eine ohrenbetäubende Atmosphäre. Darunter mischte sich auch ein Buxtehuder Fanblock, der die weite Reise Richtung Südhessen mit dem Zug auf sich nahm und eine ausgeglichene Anfangsphase zu sehen bekam. Der BSV brauchte bis zur 6. Spielminute, ehe Anika Hampel per Siebenmeter den ersten Gästetreffer erzielte.

Den fehlenden Spielrhythmus hatte Buxtehudes Trainer Nicolaj Andersson schon im Vorfeld befürchtet und genau das bestätigte ihm seine Mannschaft, insbesondere im Angriffsspiel. Der Däne sah sich nach 12 Minuten und einem 3:6 bereits zur ersten Auszeit gezwungen. „Jetzt haben wir die Anfangsphase um und jetzt kommen wir in den Rhythmus“, forderte er von seinem Team. Taktisch stellte er die Offensive auf Sieben-gegen-Sechs um.

Doch die Kombination aus fehlendem Rhythmus und einem leeren Tor ergaben ein Bild von vielen Ballverlusten der Gäste und einfachen Treffern für den Tabellendritten. Zwar parierte Annie Linder auch einige Bälle, aber ihre Kollegin Vanessa Fehr auf der Gegenseite stand dem im Nichts nach. Deshalb setzte sich der Favorit nach 24 Minuten auf 7:12 ab. Die Körperlichkeit und Aggressivität in der Deckung der Bensheimerinnen bereitete dem BSV große Probleme.

In die Pause ging es mit einem 10:16-Rückstand und für die Gäste konnte die Devise nur lauten: Neustarten und wieder in den Spielfluss aus dem Januar und Februar kommen. Als Nina Engel in der 36. Minute auf acht Tore Abstand erhöhte, machte es nicht den Eindruck, als das da noch was ginge. Zu überlegen wirkte der DHB-Pokalfinalist. Durch den Ausfall der Außenspielrinnen Christin Kaufmann und Lilli Frey nahm Andersson die A-Jugendliche Paula Mews (18) und Amelie Gabriel (21) aus dem Drittliga-Kader mit, letztere bekam ab der 42. Minute auch einige Spielminuten.

Je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde der BSV. Bis zur 49. Minute blieb der Abstand auf sechs Toren, als die Gäste langsam die Überlegenheit übernahmen. Annika Hampel, Jolina Huhnstock und Teresa von Prittwitz führten die Buxtehuderinnen zwei Minuten vor dem Ende auf 31:33 heran. Die verbleibenden 120 Sekunden waren am Ende zu wenig, um das Spiel noch umzudrehen. Der ein oder andere mag sich wohl gesagt haben: „Mit zehn Minuten mehr hätten wir sie gehabt!“ Dennoch gehen die Norddeutschen zwar enttäuscht, aber mit einem positiven Gefühl heraus, denn der zweite Spielabschnitt gegen eines der Topteams der Liga gibt Grund zur Hoffnung.

Am kommenden Ostersamstag steht der letzte Hauptrundenspieltag an. Buxtehude empfängt dann Tabellennachbarn Halle-Neustadt zu einem wichtigen Duell um die Platzierung für die Play-Offs. Das Spiel ist nahezu ausverkauft.  Resttickets gibt es online hier oder im BSV-Shop, Viverstraße 2.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Annie Linder – Maj Nielsen (1), Aida Mittag, Amelie Gabriel, Paula Mews, Anika Hampel (9/4), Isabelle Dölle (3), Johanna Andresen (1), Teresa von Prittwitz (5), Isa Ternede (1), Carina Senel (1), Jolina Huhnstock (11), Lin Lück

Nicolaj Andersson: „Durch den fehlenden Rhythmus unterlaufen uns sehr viele technische Fehler und am Ende war es dann mit der Höhe des Rückstandes zu spät. Bensheim hatte viel Selbstvertrauen und hat uns kaum Möglichkeiten zum Zugriff gegeben. Tempo, Timing, Entscheidungsverhalten – das war alles daneben bei uns in der 1. Halbzeit. Das änderte sich dann und wir haben uns auch grundsätzlich mehr dagegengestemmt und den Kampf angenommen. Wir sind nicht zufrieden, haben aber gezeigt, dass wir auch mit einem Top-Team mithalten können. Die Pause haben wir abgeschüttelt und wollen nun den Heimsieg gegen Halle.“

 

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