Das letzte Wochenende der Vorbereitung des Buxtehuder SV auf die Saison 2026/27 in der ALSCO Handball-Bundesliga stand im Zeichen des jährlichen Nelken-Cups der HSG Blomberg-Lippe. Am Samstag traf der BSV auf den deutschen Meister im Halbfinale und verlor mit 27:32, sodass am Sonntag das Spiel um Platz 3 zu absolvieren war, welches die Buxtehuderinnen mit 33:29 gegen den BSV Sachsen Zwickau für sich entschieden. Am kommenden Wochenende startet die Saison mit dem Spiel der 1. DHB-Pokalrunde beim VfV Spandau.
Halbfinale: HSG Blomberg-Lippe – Buxtehuder SV 32:27 (15:12)
Der BSV startete denkbar schlecht ins Halbfinale und kassierte nach 90 Sekunden bereits eine frühe Zeitstrafe, die der deutsche Meister zu bestrafen wusste. Schnell stand es 1:5, was die Buxtehuderinnen mit wiederkehrender Vollzähligkeit auf 5:5 ausglichen. Über ein 8:8 setzten sich die Gastgeberinnen auf 15:11 kurz vor der Pause ab. Eigentlich hielt der BSV gut mit, aber das der deutsche Meister jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos bestraft, die Erfahrung musste die Mannschaft von Jonas Schlender mit zunehmendem Spielverlauf machen. Immer wieder setzte sich Blomberg etwas ab und Buxtehude fand Antworten, um zu verkürzen. Ein 2:7-Lauf von 20:23 auf 22:30 entschied die Partie letzten Endes zugunsten der Turniergastgeber.
Es spielten für den BSV: Nikki van der Vorst, Sophie Fasold – Maj Nielsen (5), Aida Mittag, Lilli Frey (1), Paula Mews (1), Anika Hampel (2), Enna Oberländer (2), Johanna Andresen (2), Nele Franz (2), Christin Kaufmann (3), Fleur Schouten (3), Isa Ternede (2), Carina Senel (1), Lin Lück, Ruslana Litvinov (3)
Spiel um Platz 3: Buxtehuder SV – BSV Sachsen Zwickau 33:29 (18:15)
Der Buxtehuder SV startete ins Spiel gegen den BSV Sachsen Zwickau mit sehr viel Tempo. Nach neun Minuten standen bereits neun Treffer (9:5) auf Buxtehuder Seite – angeführt von einer stark beginnenden Ruslana Litvinov mit drei Toren und zwei Assists.
Bis auf sieben Treffer setzten sich die Buxtehuderinnen ab, ehe mehrere Zeitstrafen dazu führten, dass der Vorsprung schmolz. Auch beim 17:10 ging vor der Pause die Tür auf, die Partie frühzeitig in eine klare Richtung zu lenken, aber eine Reihe von technischen Fehlern brachte Zwickau wieder näher heran. Mit dem Wiederanpfiff war die Führung quasi eingebüßt und es stand nur noch 20:19. Trainer Jonas Schlender intervenierte, zeigte taktische Verhaltensweisen auf und versuchte es mit vier Rückraumspielerinnen. Grund dafür war, dass sich Schlender wie schon am Tag zuvor entschied, nur mit einer Kreisläuferin in die Partie zu gehen und die neue Variante für Entlastung zu testen. Zwickau biss sich am Rückstand die Zähne aus, ein Ausgleich gelang den Sächsinnen jedoch zu keinem Zeitpunkt. Mit einem Schlussspurt setzten sich stattdessen die Norddeutschen ab und holten sich den dritten Platz beim Nelken-Cup 2026.
Es spielten für den BSV: Oliwia Kaminska, Sophie Fasold – Maj Nielsen (3), Aida Mittag, Lilli Frey (3), Paula Mews, Anika Hampel (7), Enna Oberländer, Johanna Andresen (1), Nele Franz (3), Christin Kaufmann (5), Fleur Schouten (2), Isa Ternede, Lin Lück, Lucy Strauchmann (4), Ruslana Litvinov (5)
Jonas Schlender zum Turnierwochenende: „Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gegen Blomberg gemacht, aber mit dem Endergebnis an sich bin ich zufrieden. Über das Wochenende insgesamt haben wir wieder wichtige Entwicklungsschritte gemacht. Gegen Zwickau wurde es zwischendurch mal eng, weil wir zu viele kleine Fehler machen, aber eigentlich haben wir die Partie durchgehend kontrolliert. Wir haben viele Dinge ausprobiert, in verschiedenen Formationen gespielt, um auch Eindrücke zu gewinnen. Da kann ein Bruch auch mal vorkommen und das ist in Testspielen in Ordnung. In einer Woche muss das dann etwas besser aussehen.“
Das erste Ligaheimspiel des Buxtehuder SV findet am 5. September um 16 Uhr gegen den Aufsteiger HC Leipzig statt. Tickets für die Partie in der Halle Nord gibt es hier.



