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Das war los – Am 29. März

Foto: Jürgen Wittholt

BSV-Jugend im Final Four um die Deutsche Meisterschaft

Die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV hat im Viertelfinal-Rückspiel Borussia Dortmund mit 33:25 (12:15) besiegt und das Final Four um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Es ist für den BSV bereits die 8. Teilnahme an der Endrunde seit 2013. Das Duell BSV gegen BVB war nach dem 29:29-Remis im Hinspiel eine denkwürdige Partie mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten.

Buxtehude legte los wie die Feuerwehr – führte nach Toren von Enna Oberländer, Siri Kuhnert und Leni Stolle nach vier Minuten mit 3:0. Auch weil Torhüterin Lina Steinecke von Anbeginn hellwach war. Doch der BVB kam dann immer besser ins Spiel, glich aus zum 4:4 und 5:5. Das 11:10 durch Rechtsaußen Lolle Schlemminger sollte gar die letzte BSV-Führung in der ersten Hälfte bleiben.

In den letzten 8 Minuten gelang dem BSV nur noch ein Treffer, der BVB zog bis zum Pausenpfiff auf 12:15 davon. Die Buxtehuderinnen schlichen mit hängenden Köpfen in die Kabine. Das Momentum, so schien es, war jetzt auf Seiten des BVB. Mit einer aggressiven und sehr variablen Abwehr hatten sie dem BSV den Schneid abgekauft. Auch unter den 375 Zuschauern in einer gut gefüllten Halle Nord machte sich eine gewisse Skepsis breit. Was zu diesem Zeitpunkt wohl nur die wenigsten unter ihnen erwartet hatten, sollte in den zweiten 30 Minuten eintreten – eine totale Wende im Spiel und ein fulminanter Auftritt des BSV.

Drei Faktoren waren dafür entscheidend: Das Trainer-Team Marc Hünerbein und Sabrina Krawczak stellte im Angriff auf zwei Kreisläufer ohne Rechtsaußen um, darauf fand der BVB so recht keine Lösung. Im Tor steigerte sich die zur Halbzeit eingewechselte Carlotta Behrens von Minute zu Minute. Bis zur 34. Minute blieb der BVB noch am Zug, erhöhte sogar noch einmal auf 13:17.

Dann aber begann das Spiel der erst 16jährigen Enna Thöming – ihr erstes Tor war das 14:17 in der 35. Minute. In den folgenden 14 Minuten sollten von ihr 6 weitere Treffer aus dem Rückraum folgen bis zum 26:19 in der 50. Minute. Das 27:19 durch Tessa Pieperjohanns, die auch alle ihre vier Siebenmeter sicher verwandelte, beendete einen 8:0-Lauf der Gastgeber. Da war der BSV längst auf die Siegerstraße eingebogen.

Zu den weiteren Aktivposten in Abwehr und Angriff gehörten in der zweiten Halbzeit die Rückraumspielerinnen Enna Oberländer und Leni Stolle sowie am Kreis Carlotta Fröhlich. Was immer der BVB noch probierte, Buxtehude hatte auf alles eine Antwort, wurde immer stärker und gewann die fulminante zweite Halbzeit mit 21:10(!) und am Ende die Partie deutlich mit 33:25. Ausgiebig feierten Fans und Mannschaft den Einzug ins Final Four.

Für den BSV spielten: Lina Steinecke, Carlotta Behrens; Enna Thöming 7, Enna Oberländer 5, Leni Stolle 5, Tessa Pieperjohanns 5/4, Carlotta Fröhlich 4, Pia Pöttker 2, Siri Kuhnert 2, Lolle Schlemminger 1, Paula Mews 1, Caja Sundermann 1, Sarah Lena Roy, Jette Lüer.

Neben dem Buxtehuder SV erreichten die TV Hannover-Badenstedt (gegen TuS Steißlingen), HSG Stuttgart-Metzingen (gegen HSG Blomberg-Lippe) sowie HSG Bensheim/Auerbach (gegen den Handewitter SV) das Final Four um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft.

Wo das Final Four am Wochenende 9./10. Mai stattfinden wird, ist noch offen. Der BSV hat seine Bewerbung bereits an den DHB geschickt…

Sonntag:

wA        BSV vs. BV Borussia 09 Dortmund              33:25

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