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Laura Kuske lässt den Buxtehuder SV verzweifeln

Foto: Thüringer HC

Ein defensiv stark agierender Buxtehuder SV hat am Mittwochabend das Auswärtsspiel beim favorisierten Thüringer HC mit 23:27 (12:13) verloren. Entscheidend dafür wurde nach 40 Minuten Spielzeit ausgerechnet die Ex-Buxtehuderin Laura Kuske im Tor des THC. 13 Paraden ließen die Partie nach einem zwischenzeitlichen 17:17 zugunsten des Heimteams laufen. Johanna Andresen zeigte am Kreis eine starke Vorstellung.

Fünf Minuten lang bestimmte eine Spielerin die Schlagzahl auf dem Feld in der Salza-Halle: Csenge Kuczora nahm sich drei Würfe in Folge und stellte die Ergebnistafel auf 3:1. Teresa von Prittwitz und Johanna Andresen glichen wenige Minuten später aus. Andresen zeigte mit fünf Treffern auf der für sie ungewohnten Kreis-Position ihr bisher stärkstes Spiel. Schon in der Anfangsphase hatten die Gäste Schwierigkeiten im Angriff. Sie spielten sich teilweise hervorragende Chancen heraus, allein am Abschluss haperte es oder es fehlte der letzte Pass auf die noch besser positionierte Mitspielerin.

Deshalb wurde die erste Spielhälfte zu einer Achterbahnfahrt. Beim 3:7-Rückstand (13.) dürften auch die mitgereisten BSV-Fans erstmals Sorge gehabt haben, ob das Rückspiel gegen den THC deutlich anders verlaufen sollte als das Hinspiel. Im September vergangenen Jahres rangen die Buxtehuderinnen dem Meisterschaftskandidaten eindrucksvoll einen Punkt beim 29:29-Unentschieden ab. Die Gäste kämpften sich rein und glichen sieben Minuten später zum 8:8 aus.

Beim 10:9 durch Teresa von Prittwitz führten die Gäste sogar plötzlich beim European-League-Teilnehmer. Dass die Thüringerinnen letztlich mit einer 13:12-Halbzeitführung in die Pause gingen, hatten sie bereits Laura Kuske zu verdanken, die drei Würfe vor der Unterbrechung parierte.

Eine Situation dürfte BSV-Trainer Nicolaj Andersson besonders gefallen haben, der großen Wert auf ein temporeiches Passspiel legt: Aus einem quasi abgebrochenen Angriff behielt der BSV den Überblick, ließ den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen, an deren Ende Anika Hampel die freie Lücke erkannte und den 14:15-Anschlusstreffer erzielte. Der Tabellenletzte war voll im Spiel und hatte bis zur 40. Minute dem Thüringer HC die Stirn geboten. Doch dann begann die Paradenshow der Laura Kuske.

Aus einem 17:17 stand der BSV elf Minuten später mit dem Rücken zur Wand und lag 18:24 hinten. Csenge Kuczora nutzte eine Überzahl für den THC für drei aufeinanderfolgende Treffer und hinten war Kuske nicht mehr zu überwinden. Was die Buxtehuder Offensive auch versuchte, sie fand kaum einen Weg vorbei. Die Verkürzung auf drei Treffer Abstand 90 Sekunden vor dem Abpfiff war am Ende das Maximum für den BSV in dieser Phase.

Weiter geht’s für die Norddeutschen mit dem Heimspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm in der neuen Halle Nord am 24. Januar um 16 Uhr. Tickets können hier online erworben werden oder im BSV-Shop, Viverstraße 2. Bis zum 18. Januar gibt es mit dem Gutscheincode SNOW30 30 Prozent Rabatt auf Sitzplatzkarten.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Annie Linder – Tessa Pieperjohanns, Maj Nielsen (1), Aida Mittag, Lilli Frey, Anika Hampel (5/2), Isabelle Dölle (3), Enna Oberländer, Johanna Andresen (5), Christin Kaufmann (2), Teresa von Prittwitz (3), Isa Ternede (4), Lin Lück

Nicolaj Andersson: „Die Spielerinnen haben 60 Minuten lang die richtige Einstellung gezeigt, damit sind wir sehr zufrieden. Wir ärgern uns darüber, dass wir uns so viele gute Möglichkeiten herausgespielt und sie nicht verwandelt haben. Da hat Laura Kuske einige tolle Paraden gezeigt. Unsere Abwehr war hervorragend. Auch auf die Umstellungen beim 7-gegen-6 haben wir super reagiert und unser Konzept griff. Die individuelle Qualität des THC führt dann dazu, dass auch mal Situationen trotz guter Verteidigung zum Gegentor führen. Die Zeit bis Neckarsulm wollen wir jetzt mal für individuelle Entwicklung der einzelnen Spielerinnen nutzen. Aufgrund der vielen Spiele lag der Fokus zuletzt viel auf dem Konzept.“

 

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