Deutscher Pokalsieger 2015, 2017
EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010
Euro-City-Cup-Sieger 1994

Früher Rückstand des BSV verhindert Überraschung

Foto: HSG Blomberg-Lippe

Die Saison 2025/26 in der ALSCO Handball-Bundesliga Frauen ist für den Buxtehuder SV mit einer Niederlage gestartet. Am Samstagabend verloren die Gelb-Blauen mit 26:31 (7:14) bei der HSG Blomberg-Lippe. In der Sporthalle an der Ulmenallee brachten sich die Gäste mit einer mäßigen Wurfquote selbst um alle Möglichkeiten. Parallel wurde die zweite Runde im DHB-Pokal ausgelost: Die Buxtehuderinnen müssen zum Thüringer HC. Kommende Woche steht der Umzug in die neue Halle Nord an.

Vor 1.024 Zuschauern erwischte der Buxtehuder SV eine erste Halbzeit zum Vergessen. Nach der 2:1-Führung durch Isabelle Dölle scheiterten die Gäste reihenweise am Toraluminium oder der starken Melanie Veith im Tor der Blombergerinnen. Zehn Minuten ohne eigenen Treffer sorgten dafür, dass der Vizemeister erstmals davonzog. Beim 3:7 beendete Anika Hampel die Durststrecke.

Dabei erarbeiteten sich die Buxtehuderinnen viele Torchancen und spielten sich die Aktionen bis zum Abschluss heraus. Lediglich vor dem Tor fehlte die nötige Kaltschnäuzigkeit. Mit drei Treffern in Folge schien der BSV nach 15 Minuten im Spiel angekommen und verkürzte auf 5:7. Die Hoffnung währte dann jedoch nur kurz: Bis zum Halbzeitpfiff gelangen Buxtehude nur noch zwei Treffer, während Blomberg zwölf Mal traf und so stand es 7:14 zur Halbzeit. Mit sechs Paraden in Halbzeit eins lieferte sich Sophie Fasold ein enges Duell der Torhüterinnen mit Melanie Veith und bestätigte ihre zuletzt starke Form.

Jetzt könnte dem ein oder anderen der Supercup aus der vergangenen Woche in den Sinn gekommen sein, in dem die HSG eine zwischenzeitliche Neun-Tore-Führung hergab. Es war aber bereits anzuzweifeln, ob die Mannschaft von Steffen Birkner das wirklich nochmal zulassen würde. Der BSV erwischte einen guten Start in die zweite Spielhälfte und verkürzte auf 13:17 (38.). Da keimte die Comeback-Hoffnung bei den Norddeutschen auf.  Die Gastgeberinnen hatten richtig Schwierigkeiten mit der Umstellung auf eine offensive Deckung.

Unglücklich, dass dann in der Phase eine Zeitstrafe gegen den BSV den Schwung nahm. Der Abstand bewegte sich stattdessen zwischen den fünf oder sechs Treffern, ohne dass da noch ein entscheidender Impuls in Richtung Umschwung aufkam. Das heimstarke Blomberg fand immer wieder über ihr Tempospiel zu einfacheren Abschlüssen und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Für die Buxtehuderinnen präsentierten sich Levke Kretschmann und Isabelle Dölle aus dem Rückraum mit jeweils sieben Toren stark.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Sophie Fasold – Larissa Kroepel, Maj Nielsen, Aida Mittag, Anika Hampel (3), Isabelle Dölle (7), Johanna Andresen (1), Levke Kretschmann (7), Christin Kaufmann, Teresa von Prittwitz (4), Jolina Huhnstock (4), Lin Lück

Dirk Leun: „Wir müssen das Positive aus dem Spiel mitnehmen und akzeptieren, dass die Qualität bei Blomberg eine andere ist. Die Hypothek zur Halbzeit war einfach zu viel. Dennoch haben wir in der zweiten Hälfte gute Akzente gesetzt, mit der offensiven Deckung oder dem Sieben-gegen-Sechs. Eine Lehre heute ist, dass wir den Spielfluss aufrechter erhalten müssen und Stoppfouls nicht zulassen sollten.“

Teresa von Prittwitz: „Blomberg war heute einfach die bessere Mannschaft. Wir haben zu viele Fehler gemacht und freie Würfe verworfen. Zwar haben wir uns nochmal herangekämpft, aber am Ende war Blomberg zu stark. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Woche und die ersten Spiele in der neuen Halle.“

Einzug in die neue Halle:

Ab dem Mittwoch zieht der Buxtehuder SV in die neue Halle Nord ein. Um die Halle auf Herz und Nieren zu testen, werden alle Abläufe bei einem Testspiel am 3. September um 19:30 Uhr gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten im Spielbetrieb geprobt. Drei Tage später erfolgt dann das erste Ligaheimspiel gegen den Thüringer HC um 18 Uhr. Tickets zu allen Spielen gibt es unter https://tickets.bsv-live.de/

Pokalauslosung:

Der Buxtehuder SV trifft am Wochenende 27./28. September im Achtelfinale des DHB-Pokals ebenfalls auf den Thüringer HC – dann allerdings auswärts. Das ergab die Auslosung in Oldenburg am Samstagabend. Dirk Leun zu einem der schwerstmöglichen Lose: „Der Pokal ist halt kein Wunschkonzert. Die Rollen sind da klar verteilt. Dennoch ist es immer nur ein Spiel.“

 

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