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Buxtehuder SV feiert ersten Saisonsieg

Foto: Felix Schlikis


Buxtehuder SV schlägt Oldenburg im Nord-Derby und feiert ersten Saisonsieg

Bewegende Bilder spielten sich am Mittwochabend in der Buxtehuder Halle Nord ab – der BSV siegt im Nordderby gegen den VfL Oldenburg mit 35:31 (15:16). Für pure Erleichterung sorgte der Erfolg, der sich nach den Leistungen der letzten Wochen angebahnt hatte und für den ersten Saisonsieg nach 14 sieglosen Partien sorgte. Ein 8:0-Lauf in der 2. Halbzeit bescherte das dringend nötige Erfolgserlebnis.

Grenzenloser Jubel, Freude und Feiern eines Sieges: Das gab es zuletzt für den Buxtehuder SV am 3. Mai 2025, als mit dem Sieg gegen Zwickau zugleich der Klassenerhalt gesichert wurde. Damals noch in der alten Halle Nord. Die neue Halle Nord hat am Mittwochabend nun endlich auch ihren ersten Sieg erlebt. Über neun Monate hat sich da einiges angestaut, was in voller Gänze aus Spielerinnen, Verantwortlichen und Fans herausbrach. Ein besonderer Abend in schwieriger Phase für den Buxtehuder SV.

Nach 35 Minuten stand es 18:21, als Luisa Reinemann hatte den Abstand für die Gäste wieder auf drei erhöht. Was anschließend passierte, erlebte das Buxtehuder Publikum lange nicht mehr. Plötzlich stand die offensive 5:1-Abwehr, Bälle wurden erobert, Konter erfolgreich abgeschlossen. Aus einer Überzahl heraus glich Torhüterin Annie Linder zum 21:21 ins verwaiste Tor des Gegners aus. Die Halle Nord tobte. Doch damit nicht genug: Nur sechs Minuten später stand es 26:21 für Buxtehude. Paraden von Linder und Treffer von Hampel, Nielsen, von Prittwitz und Dölle ließen die Träume vom ersten Saisonsieg wachsen. Der BSV bestrafte jeden Oldenburger Fehler, ein 8:0-Lauf in nur 9 Minuten brachte im Spiel die Wende und den BSV entscheidend nach vorne.

15 Minuten vor dem Ende tobte die Halle Nord und er war da – der Glaube an den ersten Erfolg. Die Buxtehuderinnen spielten in der Schlussviertelstunde ihr Spiel herunter und ließen Oldenburg beim 33:30 zwei Minuten vor dem Abpfiff noch eine Mini-Hoffnung, die Isabelle Dölle mit ihrem achten Tagestreffer zum 34:30 zerstörte.

Im Vorfeld dieser ganzen Ereignisse begann ein zähes Derby vor 1.121 Zuschauern. Zweieinhalb Minuten brauchten die Gäste für ihren ersten Treffer, die Gastgeberinnen kamen nach fünf Minuten durch Isabelle Dölle zum ersten Torerfolg. BSV-Trainer Nicolaj Andersson gefiel der Auftritt in der Anfangsphase nicht, worauf er früh die erste Auszeit zog und sein Team nochmal an die herausgearbeiteten Vorgaben erinnerte. Isabelle Dölle und zwei Mal Anika Hampel verwerteten ihre Chancen und nach 14 Minuten führten die Gastgeberinnen mit 8:6.

Bis zur Halbzeitpause zeigten die Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel, indem immer wieder kleine taktische Veränderungen probiert und vorgenommen worden, um zu schauen, welcher Taktikgriff der für den Erfolg sein könnte an diesem Mittwochabend. In die Pause ging der BSV mit einem 15:16-Rückstand und kam fast schon gewohnt stotternd aus dieser wieder heraus. Toni Reinemann und Joanna Granicka stellten schnell das Ergebnis auf 15:18, ehe vier Minuten später, beim 18:21 der Buxtehuder SV das Kommando übernahm und die Handballparty in der Halle Nord ihren Lauf nahm.

Am kommenden Mittwoch (19:30 Uhr) geht es für die Buxtehuderinnen zum Tabellenführer und Champions League-Teilnehmer Borussia Dortmund.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Annie Linder (1) – Maj Nielsen (4), Aida Mittag, Lilli Frey, Anika Hampel (7/3), Isabelle Dölle (8), Johanna Andresen (2), Christin Kaufmann, Teresa von Prittwitz (6), Isa Ternede (2), Carina Senel, Jolina Huhnstock (5), Lin Lück

Trainer Nicolaj Andersson: „Pure Erleichterung heute. Für mich war es wunderschön, aus dem Hintergrund zu beobachten, wie die Mannschaft sich freut und mit den Fans gemeinsam diesen Sieg feiert. Das müssen wir genießen. Offensiv und defensiv haben wir uns vielseitig präsentiert. Ich bin mit den ersten 10 Minuten nicht zufrieden, deshalb habe ich da die Auszeit gleich genommen. Danach war das sehr überzeugend. Vielleicht haben wir Oldenburg da auch etwas überrascht und überrumpelt. Unsere Entwicklung in den vergangenen Wochen – insbesondere mental – hat uns heute den Derbysieg gebracht.“

Anika Hampel: „Im Hinspiel haben wir in Oldenburg in der 2. Halbzeit die Partie aus der Hand gegeben. Es ist umso schöner zu sehen, dass wir die letzten Wochen aus diesen Phasen gelernt haben. Heute den ersten Sieg einzufahren, zu Hause und vor dieser Kulisse im Derby, das ist einfach nur schön.“

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