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BSV wird von der HSG Blomberg-Lippe überrannt

Foto: Felix Schlikis

Zum Start in die Rückrunde der Ligaphase der ALSCO Handball-Bundesliga hat der Buxtehuder SV am Mittwochabend die neunte Niederlage im elften Spiel erlitten. Mit 19:35 (11:15) verloren die Norddeutschen gegen das Topteam der HSG Blomberg-Lippe. Die erste Halbzeit hielten sich die Gastgeberinnen in Schlagdistanz, nach der Pause machten die Westfälinnen die Kräfteverhältnisse deutlich. 

In dem Heimspiel gegen den Meisterschaftskandidaten Thüringer HC rang der Buxtehuder SV in dieser Saison einen Punkt ab. In der Hoffnung eines solchen Erlebnisses kamen wohl auch die 1068 Zuschauer in die Halle Nord, wenn auch die Voraussetzungen denkbar schlecht daherkamen. Mit den weiter anhaltenden Personalschwierigkeiten und zwei Niederlagen seit dem Restart suchte der BSV bereits im Vorfeld weiter nach dem Erfolgserlebnis.

Das 3:2 durch Jugendspielerin Tessa Pieperjohanns nach fünf Minuten ließ die Halle Nord gleich in besonderer Lautstärke jubeln.  Danach allerdings gab es für die Fans des BSV nicht mehr allzu viel Grund zum Jubeln: Sechs Minuten ohne eigenen Treffer gegen eines der besten Teams der Liga hatten einen 0:4-Lauf zur Folge und die Buxtehuderinnen gerieten mit 5:11 ins Hintertreffen.

Eine war hauptverantwortlich, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher wurde: Annie Linder. Die Schwedin zeigte bereits im ersten Heimspiel für ihren neuen Klub eine gute Leistung und scheint sich in der Halle Nord wohlzufühlen. Denn mit zahlreichen Paraden vermied sie einen noch höheren Rückstand und ließ die HSG zwischenzeitlich verzweifeln. In ihren 34 Spielminuten kam sie insgesamt auf acht Paraden. Deshalb gelang es dem BSV zumindest, beim 11:15-Halbzeitstand in Schlagdistanz zu bleiben.

Wie auch schon im vergangenen Spiel in Halle-Neustadt zerstörte der Start in die zweite Spielhälfte sämtliche Hoffnungen auf Zählbares. Buxtehude kassierte mehrere Zeitstrafen und scheiterte offensiv an vielen Unkonzentriertheiten mit daraus resultierenden Ballverlusten. Schlagartig stand es 13:25 und die HSG überrannte mit ihrem typischen Tempospiel sämtliche Abwehrbemühungen des BSV. Hinzu kam, dass die beiden Torhüterinnen der Gäste 40 Prozent aller Würfe entschärften.

Neben Tessa Pieperjohanns gab Trainer Nicolaj Andersson auch Aida Mittag einige Spielminuten, die die Möglichkeit mit drei Treffern zurückzahlte. An der Niederlage änderte das freilich nichts, denn eine Aufholjagd gelang den Buxtehuderinnen zu keiner Zeit. Der European League-Teilnehmer und Pokalhalbfinalist spielte die verbleibenden Spielminuten abgezockt herunter und auch HSG-Trainer Steffen Birkner verteilte die Spielzeiten über die Bank hinweg.

Letztendlich stand die neunte Niederlage für den BSV und kommenden Mittwoch wartet mit dem Thüringer HC das nächste Schwergewicht der Liga. Bereits jetzt ist schon klar, dass voraussichtlich keine der verletzten Spielerinnen in Bad Langensalza (Mittwoch, 14. Januar um 19.30 Uhr) dabei sein wird. Die Hoffnung besteht, dass eine personelle Verbesserung der Lage im Februar wieder zu mehr Konkurrenzfähigkeit führt.

Die Fans vom Buxtehuder SV warten sehnlichst auf den ersten Sieg in dem neuen Wohnzimmer. Die nächste Möglichkeit ist am Samstag, 24. Januar um 16 Uhr gegen die SU Neckarsulm in der Halle Nord. Tickets gibt es online hier und im BSV-Shop, Viverstraße 2.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Annie Linder – Tessa Pieperjohanns (3), Maj Nielsen (2/2), Aida Mittag (3), Lilli Frey, Anika Hampel (5), Isabelle Dölle (2), Enna Oberländer (1), Johanna Andresen, Christin Kaufmann, Teresa von Prittwitz (1), Isa Ternede (2), Lin Lück

Nicolaj Andersson: „Mit der ersten Halbzeit waren wir größtenteils zufrieden. Aber offensiv haben wir keinen Druck auf die Abwehr bekommen. Wir haben zu oft die Situationen, die uns verloren gehen, weil wir den Ball nicht eine Station weiter bekommen und damit die gegnerische Deckung nicht in die Bewegung. Die Mannschaft muss und wird Entwicklungsschritte machen, das gelingt aber nicht von heute auf morgen. Die Spielerinnen müssen sich auch wieder mehr trauen und verstehen, dass sie Fähigkeiten haben, die wir derzeit nicht ins Spiel bekommen. Ich persönlich glaube weiter an die Mannschaft.“

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