Der Buxtehuder SV hat sein Testspiel gegen den Vizemeister Borussia Dortmund am Samstagnachmittag mit 22:36 (14:17) verloren. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der Oliwia Kaminska sich mehrfach mit tollen Paraden auszeichnen konnte, ließen die Kräfte bei den Buxtehuderinnen im zweiten Abschnitt nach und die Borussinnen spielten ihre individuelle Qualität aus. Für die Norddeutschen richtet sich der Blick bereits Richtung Dänemark.
Schon vor der Partie sprach BSV-Trainer Jonas Schlender vom „wahrscheinlich schwersten Test der Vorbereitung, gleichauf mit dem Testspiel gegen Blomberg.“ In der ersten Halbzeit hielt sein Team gegen Borussia Dortmund sehr gut mit. Aus einem 4:6 machten die Gäste ein 6:6 und ab dem Zeitpunkt rannte der BSV unter hohen Temperaturen in der Sporthalle 1 in Dortmund-Hörde konsequent einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Dortmund agierte häufig im 7-gegen-6 und erzwang damit viel notwendige Laufarbeit für die Buxtehuder Defensive. Phasenweise gelang es den Gästen, das richtig gut zu verteidigen, aber über die gesamte Dauer wurde das kräftezehrend und führte zwangsläufig zu Torerfolgen für den Deutschen Vizemeister.
Die Buxtehuderinnen ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und hielten den Anschluss konstant. Erst mit dem Pausenpfiff und einem 14:17-Rückstand wuchs der Abstand etwas an. Die Partie war früh im Verlauf der 2. Hälfte dann entschieden: Die Borussia legte einen 10:2-Lauf hin und überrannte förmlich den BSV. Vorne fehlten die erfolgreichen Abschlüsse und hinten bekamen die Gäste das Tempospiel über die erste und zweite Welle des BVB nicht gestoppt.
Den BSV-Spielerinnen war anzusehen, wie kräftezehrend die vergangenen Tage und die Partie waren, dennoch verloren sie nicht ihre Spielfreude: Bei einem Freiwurf stand Lin Lück zum Fernwurf bereit, als der Ball in die Hände von Anika Hampel übergeben wurde und die Spielmacherin den Überraschungsmoment für sich zum erfolgreichen Abschluss nutzte. Parallel spielte die Borussia weiter ihr Spiel herunter und bescherte Buxtehude die erste Testspielniederlage der aktuellen Vorbereitung.
Nach zwei freien Tagen geht es für das Team am Dienstag nach Ringkøbing in Dänemark für ein viertägiges Trainingslager, in dessen Fokus das Offensivspiel, aber auch nochmal Inhalte aus der Niederlage gegen Dortmund stehen werden. Außerdem stehen zwei Testspiele gegen Ringkøbing und Horsens an, in denen das junge Team wieder wertvolle Entwicklungsschritte wird machen können.
Aus technischen Gründen war leider keine Erfassung der Torschützinnen möglich.
Jonas Schlender: „Dieses Spiel hilft uns nochmal ganz klar und zeigt auf, woran wir arbeiten müssen. Das gibt uns viel Videomaterial und ein Punkt wird die Absprache in der Kooperation der Innen- und Halbverteidigerinnen sein. Phasenweise haben wir das 7-gegen-6 gut verteidigt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Ergebnis erstmal zweitrangig, auch wenn es weniger als 36 Gegentreffer hätten sein dürfen. Wir dürfen nicht vergessen, dass das eine sehr intensive Trainingswoche für die Mannschaft war und die Anreise hinzukam. Trotzdem war die 2. Halbzeit ein Weckruf, dass wir jede Aktion mit 100 Prozent angehen und durchführen müssen – egal, ob offensiv oder defensiv.“



