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Isa Ternede sichert den ersten Auswärtspunkt

Foto: FRISCH AUF Göppingen

Bei Senel-Comeback: Isa Ternede sichert Buxtehude den ersten Auswärtspunkt

Mit einem Punkt fuhr der Buxtehuder SV nach dem 14. Spieltag der ALSCO Handball-Bundesliga am Samstagabend die 600 Kilometer aus Göppingen wieder nach Hause. Isa Ternede sicherte mit einem vollendeten Siebenmeter nach dem Schlusspfiff das 32:32 (17:14)-Unentschieden gegen FrischAuf Göppingen. Carina Senel feierte ihr Comeback, während Jolina Huhnstock und Annie Linder dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.

Bereits früh deutete sich an, dass sich die Partie der beiden Teams aus dem Tabellenkeller, viel um die Torhüterinnen drehen wird. Immer wieder parierten Annie Linder für den BSV und Celina Meißner für die Gastgeberinnen aus Göppingen Würfe des Gegners. Im Angriff besser verwertet bekam das allerdings der Buxtehuder SV, wodurch die Gäste nach 14 Minuten mit 6:2 führten. Die Abwehr aktiv und immer wieder rechtzeitig an der Gegenspielerin dran fehlte Göppingen die Lösung zum Torerfolg.

Das änderte sich jedoch genau dann, denn BSV vergab vorne zu viele Chancen und Göppingen fand mit steigendem Selbstvertrauen besser in die Partie. In der 18. Minute dann eine Schrecksekunde für den BSV: Isabelle Dölle blieb nach einem Zweikampf einige Minuten liegen, konnte aber nach einer Behandlung weitermachen. In der Phase, in der Göppingen nach 20 Minuten zum 8:8 ausglich, wäre eine weitere Verletzung für die Norddeutschen fatal gewesen.

Kurz vor der Pause lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch und die 1930 Zuschauer in der EWS-Arena bekamen einige Tore zu sehen. Das bessere Ende für sich hatten da die Gäste, die mit einer 17:14-Führung in die Halbzeitpause gingen. Kurz vor der Pause gab es das langersehnte Comeback von Kreisläuferin Carina Senel. 281 Tage nach ihrem Kreuzbandriss im Ligaspiel ihres vorherigen Klubs HSV Solingen-Gräfrath sammelte Senel die ersten Spielminuten. Sie brachte dadurch Entlastung für eine überragend aufspielende Jolina Huhnstock, die insgesamt acht Treffer beisteuerte.

Nach der Pause ähnelte sich das Bild, dass die Fans des Buxtehuder SV auch zuletzt zu sehen bekamen: Abermals kam der Gegner nach Wiederanpfiff schnell zum Ausgleich. Das war vor allem der japanischen Nationalspielerin Haruno Sasaki vorne zuzuschreiben, die per Siebenmeter und aus dem Feld heraus erfolgreich war. Andererseits parierte Celina Meißner Wurf um Wurf des BSV. Nach 39 Minuten stand es deswegen 20:20.

Die Buxtehuderinnen spielten weiterhin in aller Ruhe ihre Angriffe und verhinderten damit weitgehend, dass die Göppingerinnen regelmäßig in ihr Tempospiel hätten kommen können. Durch die Leistung von Meißner, der BSV-Trainer Andersson die 20 starken Minuten der Gastgeberinnen zuschrieb, und Treffer um Treffer Haruno Sasakis lagen die Gäste zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 25:28 hinten. Das Trainerteam entschied sich, mit der Hereinnahme von Oliwia Kaminska im Tor dafür, noch mal einen neuen Impuls zu setzen – und der kam.

Kaminska sammelte in der kurzen Zeit vier wichtige Paraden und ließ sich von ihrer Teamkollegin Annie Linder (15 Paraden) anstecken. Göppingen vergab die Chance auf vier Tore Vorsprung und stattdessen nahm Nicolaj Andersson seine letzte Auszeit beim 31:32 nur 18 Sekunden vor dem Abpfiff. Isa Ternede setzte erst zum Durchbruch an und holte den Strafwurf raus, um ihn dann eigenhändig unter Mithilfe des Innenpfostens zum umjubelten Unentschieden und Punktgewinn zu verwandeln.

Für das kommende Nordderby gegen den VfL Oldenburg am Mittwoch, 4. Februar, gibt es noch Tickets in allen Preiskategorien – online hier oder im BSV-Shop, Viverstraße 2. Nach dem Auswärtspunkt soll jetzt der Sieg mit den eigenen Fans im Rücken gelingen.

Für den BSV spielten: Oliwia Kaminska, Annie Linder – Maj Nielsen (5), Lilli Frey, Anika Hampel (4), Isabelle Dölle (4), Johanna Andresen (2), Christin Kaufmann, Teresa von Prittwitz (3), Isa Ternede (6), Carina Senel, Jolina Huhnstock (8), Lin Lück

Nicolaj Andersson: „Das ist ein gutes Gefühl heute und eine Erleichterung. Die Mannschaft hat sich am Ende belohnt. Diesmal haben wir die Ruhe in der Schlussphase bewahrt und uns den Punkt erkämpft, was ein Fortschritt zum Spiel gegen Neckarsulm ist. Das zeigen auch die wenigen technischen Fehler. Einzig die Abschlussqualität, da gab es heute Steigerungsbedarf. Jetzt müssen wir schnell in den Fokus auf Oldenburg kommen und uns gut regenerieren.“

Carina Senel: „Es war richtig schön und total emotional, heute endlich wieder auf der Platte stehen zu können. Das Knie macht zum Glück überhaupt keine Probleme mehr. Mega, dass wir es nach diesem Spielverlauf noch geschafft haben, uns mit dem Punkt zu belohnen. Wir hatten spielerisch richtig gute Phasen und waren kämpferisch voll da.“

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