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Wir gratulieren! Handball-Frauen bei Olympia dabei!

Fotos: Marco Wolf / DHB

Erstmals seit 2008 haben sich die deutschen Handball-Frauen wieder für Olympia qualifiziert. Wie damals in Peking wird der Deutsche Handball Bund (DHB) auch im Sommer in Paris mit Männern und Frauen am Start sein.

Der Buxtehuder SV gratuliert der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und allen, die an diesem Erfolg beteiligt waren, und insbesondere natürlich den ehemaligen Buxtehuder Spielerinnen Emily Bölk, Katharina Filter, Lisa Antl, Meret Ossenkopp, Alexia Hauf und nicht zu vergessen Annika Lott, die das Qualifikationsturnier nur wegen Verletzung verpasste.

Nach den Siegen gegen Slowenien mit 31:25 (17:14) und Montenegro mit 28:24 (11:7) war bereits am Samstagabend vor dem abschließenden Duell mit Außenseiter Paraguay das Ticket für Paris gebucht! Co-Kapitänin Emily Bölk legte vor dem Hotel ein kleines Tänzchen hin, dann duschte sie ihre Teamkolleginnen mit reichlich Sekt: „Es war eine geile Reise. Ihr habt das großartig gemacht“, lobte Bundestrainer Markus Gaugisch. „Das war beste Werbung für den Frauenhandball“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Auch im zweiten und entscheidenden Spiel des Qualifikationsturniers in Neu-Ulm konnte die deutsche Mannschaft den Heimvorteil nutzen. Beste deutsche Werferin beim Sieg gegen Montenegro vor 4.269 Zuschauern war Rückraumspielerin Julia Maidhof, die in ihrem 50. Länderspiel neun Tore erzielte. „Ein unfassbar schönes Gefühl. Wir haben einen Riesenschritt gemacht. Ich bin einfach nur froh über die Leistungen, die wir jetzt Schritt für Schritt aufgebaut haben. Geil“, sagte Gaugisch in der ARD.

Selbst Männer-Bundestrainer Alfred Gislason schwärmte beim Pokal-Final4 in Köln von einer „überragenden“ Leistung: „Sie spielen sehr, sehr gut. Und das gegen Montenegro, die eigentlich eine gute Mannschaft sind.“ Montenegro war immerhin – anders als Deutschland – bei den letzten drei Olympischen Spielen in Folge am Start – in London 2012, Rio 2016 und Tokio 2021. 2012 gewannen sie sogar Silber.

Der Frauen-Handball in Deutschland kann von einer Olympia-Teilnahme enorm profitieren. Olympia ist die ganz große Bühne. Bestes Indiz: Die ARD übertrug am Wochenende gleich zwei deutsche Spiele des Qualifikations-Turniers live in ihrem Hauptprogramm. Zur Erinnerung: Das letzte Live-Spiel einer deutschen Frauen-Mannschaft in der ARD lief zuvor im Jahre 2008 bei Olympia!

BSV-Manager Peter Prior: „Paris ist eine große Hoffnung für alle, die sich seit Jahren für den Frauen-Handball in Deutschland einsetzen. Es wäre zu schön, wenn das der Aufbruch in bessere Zeiten wäre und die Handballerinnen endlich die Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommen, die sie schon lange verdienen.“

Auch wenn keine aktuelle BSV-Spielerin im Nationalkader steht, so können sich doch bis zu sechs ehemalige Buxtehuderinnen Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme machen:

Für Co-Kapitänin Emily Bölk, Tochter der 1993er-Weltmeisterin Andrea Bölk, ist das Ticket für Paris auch wegen ihrer Familiengeschichte ein zusätzlich besonderer Moment: Mutter Andrea hatte das DHB-Team schon 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta vertreten.

Torhüterin Kathi Filter dürfte auf jeden Fall für Paris gesetzt sein, war im Spiel gegen Montenegro der große Rückhalt, kam in der ersten Halbzeit auf sagenhafte 57 % gehaltene Bälle und wurde einmal mehr als „Spielerin des Spiels“ ausgezeichnet.

Zum Einsatz beim Qualifikationsturnier in Neu-Ulm kamen auch Rechtsaußen Meret Ossenkopp, Kreisläuferin Lia Antl und Linksaußen Alexia Hauf.  Zum deutschen 20er Aufgebot für das Qualifikationsturnier gehörte auch Annika Lott, die verletzungsbedingt absagen musste.

Deutschland – Slowenien 31:25 (17:14)
Deutschland: Eckerle, Filter (12/1 Paraden); Maidhof 9/5, X. Smits 6, Grijseels 4, Stockschläder 4, Döll 3, Behnke 2, Schmelzer 1, Bölk 1, Behrend 1, Antl, Thomaier, Zschocke, Weigel, Ossenkopp

Deutschland – Montenegro 28:24 (11:7)
Deutschland: Eckerle, Filter; Maidhof 9/5, Bölk 6, Grijseels 5/1, Behnke 2, Ossenkopp 2, Behrend 1, Döll 1, Smits 1, Stockschläder 1, Antl, Schmelzer, Thomaier, Weigel, Zschocke

Deutschland – Paraguay 37:20 (19:13)
Deutschland: Eckerle (4/1 Paraden), Wachter (9 Paraden); Behrend 6, Weigel 5, Hauf 4/1, Ossenkopp 4, Stockschläder 4, Grijseels 3/1, Antl 2, Maidhof 2, Thomaier 2, Zschocke 2, Bölk 1, Reinemann 1, Schmelzer 1, Smits

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