Vor 5 Jahren gewinnt der BSV erstmals den DHB-Pokal

Der 16. Mai 2015 wird für immer in den Geschichtsbüchern des Buxtehuder SV stehen. An diesem Tag gewann der BSV erstmals den DHB-Pokal und damit den ersten nationalen Titel. Anlässlich des fünften Jahrestages am 16. Mai 2020 erinnern wir uns an diesen unvergesslichen Tag und das ganze Final4-Wochenende in der Sporthalle Hamburg.

 

Mit einem deutlichen 30:20 gegen Bayer Leverkusen sicherte sich der BSV den sechsten Einzug in das Final4 in Serie. Doch 2015 war der Verein nicht nur Teilnehmer sondern auch Gastgeber. Wochenlang liefen die Planungen für das Saison-Highlight in der Sporthalle Hamburg. Am 15. Mai 2015 war es schließlich so weit. Auf dem Weg ins Finale trifft der BSV auf den damaligen Bundesligisten Füchse Berlin. Von der Tabellenkonstellation war der BSV als damaliger Tabellenführer gegen den Achten klarer Favorit.

 

Dies spiegelte allerdings zunächst nicht im Spielverlauf wider. Etwas mehr als 20 Minuten brauchte der BSV um vor knapp 3000 Zuschauern den Rhythmus zu finde. Bis dato führten die Füchse 11:9. Lone Fischer erzielte den Anschlusstreffer und Antje Peveling (damals Lenz) parierte einen Siebenmeter. Nach dem Spiel sprach Trainer Dirk Leun von einem Brustlöser. Nach dem ersten Führungstreffer von Isabell Klein zum 13:12 setzte sich Buxtehude bis zur Pause 16:12 ab.

 

Zwei Tore nach dem Seitenwechsel sowie ein weiterer gehaltener Siebenmeter sorgten beim 18:12 für die Vorentscheidung. In der Folge spielte sich der BSV in einen Rausch. Zehn Minuten vor dem Ende führte der Favorit 25:17. Am Ende gewann Buxtehude deutlich mit 34:22 und stand zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte im Finale.

 

Das Halbfinale gegen die Füchse Berlin im Re-Live:

 

 

Einen Tag nach dem deutlichen Halbfinalsieg, hieß der Gegner nicht wie erwartet der Thüringer HC sondern VfL Oldenburg. Der Nord-Rivale bezwang den THC im Siebenmeterwerfen 28:27. Im Nord-Derby ging der BSV daher leicht favorisiert in die Partie. Zur Pause deutete auch alles auf einen Sieg des Gastgebers hin. Beim 16:13 ging es in die Kabine.

 

Im zweiten Durchgang kam Oldenburg besser ins Spiel. Die eingewechselte Torfrau Julia Renner parierte einige Würfe und Angie Geschke, mit zwölf Toren Top-Torschützin ihres Teams, glich zum 19:19 aus (37.). Buxtehude behielt die Nerven. In ihrem vorletzten Spiel ihrer Karriere, das Bundesliga-Heimspiel gegen Göppingen stand noch auf, traf Stefanie Melbeck zum 24:21. Im Halbfinale hatte Melbeck noch gefehlt, da sie bei der Hochzeit ihres Bruders weilte. Wenig später erzielte Emily Bölk sogar das 25:21.

 

Doch der Vorsprung brachte nicht die entscheidende Sicherheit. Beim VfL war auch kaum ein Kräfteverschleiß nach dem anstrengenden Halbfinale zu merken. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende traf abermals Geschke zum 27:27-Ausgleich.

 

In den Schlussminuten schlug allerdings noch einmal die große Stunde von BSV-Legende Melbeck, die erst vier Monate zuvor nach zweijähriger Pause ihr Comeback im BSV-Trikot gegeben hatte: Zunächst traf sie zum 28:27. Und 20 Sekunden vor dem Ende sorgte sie mit dem 30:28 für die endgültige Entscheidung. Anschließend brach die gesamte Halle in Jubel aus.

 

Das Finale gegen den VfL Oldenburg im Re-Live: