Deutscher Pokalsieger 2015, 2017
EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010
Euro-City-Cup-Sieger 1994

Viertelfinal-Einzug nach deutlichem Sieg

Foto: Stefan Michaelis

Der BSV hat das Ticket fürs DHB-Pokal Viertelfinale gelöst. Beim HC Rödertal gewann der BSV am Ende deutlich mit 32:19 (15:12). Der Drittligist aus Sachsen war bis dato ungeschlagen durch die Saison gekommen und hatte in der Runde zuvor mit Sachsen Zwickau sogar einen Bundesligisten ausgeschaltet. Doch der BSV wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Rödertal konnte nur in der ersten Halbzeit mithalten. Nach der Pause zog Buxtehude auf und davon. Die zweite Halbzeit endete 17:7 und sorgte so für ein standesgemäßes Ergebnis, obwohl sich der BSV zahlreiche technische Fehler und viele Fehlwürfe erlaubte.

Der BSV legte einen guten Start hin und ging schnell mit 3:0 in Führung. Nach rund vier Minuten gelang Rödertal der erste eigene Treffer, der ihnen Aufschwung zu geben schien, denn kurze Zeit später konnten die Gastgeberinnen auf ein Tor aufschließen. Davon ließ sich Buxtehude nicht beirren und stellte den alten 3-Tore-Abstand schnell wieder her (7:4).

Trotz Führung zog Dirk Leun nach 14 Minuten seine erste Auszeit, mit positivem Effekt: in der Folge blieb der BSV sieben Minuten ohne Gegentreffer, was zwischenzeitlich auch zur ersten Auszeit des HCR führte. Die deutliche Führung schmolz in den darauffolgenden Minuten und Rödertal schaffte es, auf 10:12 heranzukommen und zwang Dirk Leun dadurch zu seiner zweiten Auszeit (24.) In den Schlusssekunden der ersten Hälfte traf Annika Lott zum 15:12 Halbzeitstand.

Lott erzielte nach Wiederanpfiff gleich zwei schnelle Tore und schraubte die Führung auf 17:12. Dem guten Start folgte allerdings eine Schwächephase, in der Buxtehude fast 7 Minuten ohne eigenen Treffer blieb. Diese konnte von Rödertal aber nicht genutzt werden und so wuchs die Führung bis zur 40. Minute auf 6 Tore an (19:13).
Nach zwei Toren von Lucia Kollmer innerhalb 40 Sekunden und einer inzwischen auf 8 Tore angewachsenen Führung sah sich HCR-Trainerin Maike Daniels gezwungen, ihre zweite Auszeit zu ziehen. Der BSV bestrafte die Fehler des Drittligisten in dieser Phase sehr konsequent und so blieb auch dessen Auszeit ohne Wirkung. Durch 5 Tore in Folge konnte Buxtehude den Abstand auf 12 Tore vergrößern (26:14). Da war das Spiel endgültig entschieden.

In der Schlussphase ließ man den Gegner dann nicht mehr weiter als auf 10 Tore herankommen. Als Highlights kurz vor dem Ende parierte Kathi Filter einen Siebenmeter und Teresa von Prittwitz konnte mit der Schlusssirene zum 32:19 Endstand einnetzen. Somit kassierte der BSV in der zweiten Halbzeit nur 7 Tore, bei 17 eigenen Treffern.

Beste Werferinnen beim BSV waren Annika Lott und Mailee Winterberg mit je 5 Toren. Letztere konnte alle 5 ihrer Treffer in der zweiten Halbzeit und innerhalb von nur 14 Minuten erzielen! Auf Seiten der Gastgeberinnen war Jasmin Eckart ebenfalls mit 5 Toren am erfolgreichsten. Beide Torhüterinnen des HCR kamen auf 30 Minuten Spielzeit und 7 Paraden, bei einer Quote von ca. 32% für Ronja Nuhse und 29% für Ann Rammer. Beim BSV spielten beide Torfrauen jeweils eine Halbzeit. Kathi Filter parierte 6-mal bei einer überragenden Quote von 46% und Lea Rühter konnte 25% der Bälle halten, bei 4 Paraden.

BSV-Trainer Dirk Leun: „Wir haben uns nach einem guten Start vorne sehr schwergetan, vor allem in der Chancenverwertung und auch die Zahl der technischen Fehler ist deutlich zu hoch gewesen“. In der zweiten Halbzeit habe man dann deutlich mehr Stabilität und Kontrolle ins Spiel gebracht und zudem die eigenen Stärken im Umschaltspiel gut umgesetzt und dann auch den entscheidenden Vorsprung rausgeworfen. Dirk Leun weiter: „Wirklich zufrieden bin ich mit unserer Leistung trotzdem nicht, es gab einfach zu viele technische Fehler und eine schlechte Wurfausbeute“.

BSV-Team: Mailee Winterberg (5), Annika Lott (5), Maxi Mühlner (4), Lucia Kollmer (4), Meret Ossenkopp (4), Teresa von Prittwitz (4), Liv Süchting (3), Isabelle Dölle (3), Lisa Antl, Charlotte Kähr, Johanna Heldmann.

Der Buxtehuder SV geht jetzt in eine rund sechswöchige WM-Pause. Das nächste Bundesliga-Spiel ist dann am 29. Dezember in eigener Halle gegen den deutschen Pokalsieger SG BBM Bietigheim. Das Viertelfinale im DHB-Pokal wird am Wochenende 29./30. Januar 2022 ausgetragen.

Impressionen vom Spiel (Fotos: Stefan Michaelis):

Aktuelle Beiträge der Bundesliga Frauen

Loading...