Spitzenspiel Oldenburg – Thüringen im Livestream

Am Mittwoch Abend (7. November), parallel zum Spiel des Buxtehuder SV bei der HSG Bad Wildungen, kommt es in der EWE-Arena zum Top-Spiel der Handball-Bundesliga Frauen zwischen dem VfL Oldenburg und dem Thüringer HC. Die Partie ist ab 19.30 Uhr als Livestream im Internet bei OEINS zu sehen.

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Die Zusammenfassung des in Worten gibt´s in HBF-Kompakt:

Der HC Leipzig konnte die Tabellenführung in der Handball Bundesliga der Frauen erobern. Die Sächsinnen setzten sich bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern souverän mit 31:18 durch, profitierten aber auch davon, dass die restlichen drei Vereine des Spitzenquartetts erst am Mittwoch spielen. Im Mittelfeld der Tabelle feierten hingegen der Frankfurter HC, Bayer Leverkusen und Frisch Auf Göppingen wichtige Heimerfolge. In der Champions League gab es Niederlagen für den Buxtehuder SV und den Thüringer HC.

Mit einem souveränen 37:24 über die TuS Metzingen festigte der Frankfurter HC seinen fünften Tabellenplatz. “Wir wollten vor allem das Konterspiel von Metzingen unterbinden, mit dem sie annähernd die Hälfte ihrer Treffer erzielt haben”, erklärte FHC-Trainer Dietmar Schmidt: “Das ist uns gelungen. In der Offensive haben wir mit unserem Tempospiel erreicht, dass sich die Abwehr der Gäste nicht so schnell formieren konnte.” Metzingens Trainerin Edina Rott beklagte vor allem die Art und Weise, wie sich ihre Spielerinnen präsentierten. “Wir haben genau gewusst, was die Frankfurterinnen spielen und gegen uns machen werden, und doch haben meine Mädels keine Antwort gefunden”, so die Ungarin.

Mit einem klaren Heimerfolg konnte auch Bayer Leverkusen aufwarten. “Wir haben zwanzig Minuten dagegen gehalten, aber uns fehlen halt die personellen Wechselmöglichkeiten”, befand Triers Coach Jörn Ilper, der mit Blick auf die sich langsam entspannende Verletzungssituation der Gastgeberinnen meinte: “Wir haben Leverkusen vierzehn Tage zu spät bekommen.” Denn nach dem 11:10 (17.) konnten die Elfen noch einmal mit Ruta Latakaite-Willig neue Qualität auf das Parkett bringen und bis zur Pause klar auf 21:14 davonziehen. “Wir haben uns danach alle gesteigert”, sagte Marlene Zapf und Leverkusens Trainerin Heike Ahlgrimm war nach dem 39:27 “froh, dass wir so souverän gewonnen haben”.

Den Sprung in die obere Tabellenhälfte konnten die Rheinländerinnen aber nur eine Nacht genießen, dann zog Frisch Auf Göppingen mit einem 32:27-Heimerfolg über die HSG Blomberg-Lippe wieder an Leverkusen vorbei auf den sechsten Platz. “Die personelle Situation darf keine Ausrede für die Niederlage sein. Aber zu kompensieren ist sie für uns derzeit nicht”, erklärte Blombergs Trainer Andre Fuhr, der auf beiden Außenpositionen zum Improvisieren gezwungen war und auch Spielmacherin Karen Knutsdottir schmerzlich vermisste. “Insgesamt waren wir einfach zu schwankend”, so Fuhrs Fazit. “Wir haben eine tolle Energieleistung gezeigt, die Emotionen waren da”, so auf der Gegenseite Aleksandar Knezevic, dessen Team nach seiner Auszeit beim 8:7 (18.) und einem Torwartwechsel auf Julia Schulz die Kontrolle über das Spiel gewann.

“Heute Punkte gegen Leipzig zu holen wäre eine absolute Überraschung gewesen. Allerdings sind wir dem HCL in den ersten zwanzig Minuten mit zu viel Respekt gegenübergetreten. Da konnte man den Eindruck bekommen, dass wir die Hosen voll haben”, fand Ildiko Barna, Trainerin der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, deutliche Worte. Schon früh setzte sich der HC Leipzig auf 14:5 (25.) ab und gewann am Ende vor 1.138 Zuschauern in Koblenz klar mit 31:18 (16:7). “Ich wäre gerne unter zehn Toren Differenz geblieben. Schon alleine wegen des tollen Publikums. Schade, dass wir am Ende noch ein paar überflüssige Treffer kassiert haben”, ärgerte sich Barna. “Das war eine sehr konzentrierte Leistung meiner Mannschaft, mit der ich wirklich sehr zufrieden bin. Abwehr, Angriff und Engagement haben von Anfang an gestimmt”, so Leipzigs Trainer Stefan Madsen.

In der EHF Champions League konnten die beiden deutschen Vertreter keine Erfolge feiern. Nach dem sensationellen Sieg in der Vorwoche unterlag der Thüringer HC dem Titelverteidiger Buducnost Podgorica klar mit 15:23. Der Buxtehuder SV präsentierte sich bei Rekordsieger Hypo Niederösterreich in guter Verfassung, musste aber am Ende mit einem knappen 24:27 die vierte Niederlage quittieren. “Es war eine tadellose Leistung. Schade, dass sich die Mädchen am Ende nicht belohnt haben”, sagte Manager Peter Prior und befand: “Unsere Mannschaft hat sich heute teuer verkauft und den BSV wie auch den deutschen Frauenhandball würdig vertreten.” In der Handball Bundesliga Frauen muss der Deutsche Vizemeister nun am Mittwoch zum Tabellenletzten Bad Wildungen Vipers. Der THC kämpft im Spitzenspiel (ab 19.20 Uhr live auf www.oeins.de) gegen den Deutschen Pokalsieger VfL Oldenburg.