Siegesserie des Buxtehuder SV reißt im Nord-Derby

Nach sechs Bundesliga-Siegen in Folge riss die Serie des Buxtehuder SV ausgerechnet im Nord-Derby gegen den VfL Oldenburg. Beim 20:27 leistete sich die Mannschaften zu viele Fehlwürfe und kam zu keinem Zeitpunkt an die Leistung der vorherigen Spiele heran.

 

Als Jessica Oldenburg den BSV nach 31 Sekunden mit 1:0 in Führung brachte, rechnete keiner der 1.300 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord damit, dass es die einzige Führung der Gastgeberinnen bleiben sollte. Es dauerte anschließend über elf Minuten, bis Lone Fischer den zweiten Treffer des BSV erzielte. Beim BSV klappte in der Zwischenzeit nichts. Isabell Kaiser traf den Pfosten, Lisa Prior die Latte und warf einen Siebenmeter über das Tor. Außerdem scheiterte Maike Schirmer an der besten Oldenburgerin, Torfrau Julia Renner. Hinzu kamen vier Fehlpässe in den ersten acht Minuten. Die Konsequenz war ein 2:5-Rückstand.

 

Anschließend kam Buxtehude etwas besser in die Partie, doch es gelang nicht den Rückstand zu verkürzen. Zu viele freie Würfe wurden liegen gelassen. Unter anderem scheiterte Lone Fischer völlig frei an Julia Renner. Der VfL kam zudem auch in Unterzahl immer wieder zum Torerfolg. Wurden die Gäste doch mal gestoppt, gab es Siebenmeter. In den insgesamt sechs Duellen behielt Oldenburgs Angie Geschke stets die Oberhand. Zur Pause lag Buxtehude folgerichtig 8:13 zurück.

 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs keimte kurzzeitig die Hoffnung auf eine Wende. Nach dem 11:15 durch Friederike Gubernatis nahm Oldenburgs Trainer Niels Bötel eine Auszeit. Er brachte sein Team wieder auf Kurs. Anschließend ließ der VfL keinerlei Zweifel mehr aufkommen. Im Tor wehrte Julia Renner einen BSV-Angriff nach dem anderen ab. Buxtehude fehlte hingegen in der Deckung der Zugriff. Sieben Minuten vor dem Ende betrug die Differenz beim 15:24 erstmals neun Tore.

 

Während die Feier über den bevorstehenden Derbysieg im Fanblock und auf der Bank des VfL im vollen Gang war, betrieben die Hausherrinnen noch ein wenig Ergebniskosmetik. Mit dem letzten Wurf des Spiels erzielte Lisa Prior immerhin noch den 20. Treffer für den BSV. Zu mehr reichte es jedoch nicht mehr.

 

Niels Bötel: “Buxtehude hatte viel Wurfpech. Wir hingegen haben die einfachen Tore gemacht und unsere Chancen genutzt. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen kleinen Bruch, aber wir haben uns nicht gehen lassen. Wir haben mit voller Power bis zum Schluss gespielt. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und eine kleine Serie gestartet haben.”

Dirk Leun: “Wenn man so viele freie Chancen wie wir liegen lassen, kann man nicht gewinnen. 20 Tore sind viel zu wenig. Man hat gesehen, dass Oldenburg den sportlich stärkeren Kader hat. Angie Geschke ist eine überragende Handballerin, die überragende Entscheidungen trifft. Wir hätten viel besser spielen müssen. Allerdings hat uns mit Annika Lott auch die beste Torschützin gefehlt. Uns ist es nicht gelungen, diese Lücke zu schließen.”

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter – Luschnat (2), Fischer (3/2), Düvel (1), Haurum, Dölle, Gubernatis (2), Schirmer, Oldenburg (7), Kaiser (2), L.Prior (3).

 

VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi – Fragge, Birke (2), Genz, Jongenelen, Martens, Behrend (3), Geschke (11/6), Logvin (1), Hartstock (3), Mikkelsen (5), Schoenaker (2), Roller.

 

Schiedsrichter: Katharina Heinz, Sonja Lenhardt.

 

Zeitstrafen: Buxtehuder SV 2 (Oldenburg, Kaiser) – VfL Oldenburg 7 (Fragge 2, Mikkelsen 2, Behrend, Hartstock, Schoenaker).

 

Siebenmeter: Buxtehuder SV 2/4 (Fischer 2/2, L.Prior 0/2) – VfL Oldenburg 6/6 (Geschke 6/6).

 

Zuschauer: 1.300 (ausverkauft).

 

Spielfilm: 1:0 (1. Minute), 1:5 (11.), 3:6 (13.), 3:9 (16.), 7:10 (24.), 7:13 (29.), 8:13 (Halbzeit), 11:15 (38.), 12:19 (43.), 13:21 (49.), 15:24 (54.), 17:26 (57.) 20:27 (Endstand).