BSV unterliegt Metzingen in einem rasantem Spiel mit 25:28

Dem Buxtehuder SV ist die Revanche für das Pokalaus missglückt. Der BSV unterlag vor 1.350 Zuschauern in der Halle Nord gegen den TuS Metzingen mit 25:28 (10:8). Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein rasantes und torreiches Spiel, in dem BSV-Trainer Dirk Leun auf seine erfolgreichste Torschützin Lone Fischer sowie Spielmacherin Lisa Prior verzichten musste. Erfolgreichste Torschützin der Partie waren Emily Bölk und Friederike Gubernatis auf Seiten des BSV sowie Metzingens Shenia Minevskaja und Ina Großmann mit sechs Treffern.

 

Der BSV erwischte einen starken Beginn. Die Führung der TusSies durch Minevskaja, glich Gubernatis schnell zum 1:1 aus. Zwei schöne Treffer aus dem Rückraum von Bölk sorgten für die erste Führung der Gastgeberinnen. Im weiteren Spielverlauf schlichen sich wieder zunehmend Unkonzentriertheiten ins Spiel des BSV ein. Die Ungenauigkeiten häuften sich, wurden allerdings von Metzingen nicht bestraft.

 

Im Gegenteil: Ein Lattenkracher der Gäste und der Tempogegenstoß abgeschlossen von Michelle Goos, schon war der BSV erstmals mit zwei Toren in Führung (4:2, 11. Min). Insgesamt war es aber eine torarme erste Viertelstunde, der Schlagwurf von Metzingens Stina Karlsson zum 4:3 nach genau 15 Minuten, war erst der siebte Treffer.

 

Nach dem 4:4 Ausgleich nahm BSV-Trainer Dirk Leun sein erstes Timeout. Mit Erfolg, denn wenig später erlöste Maike Schirmer die Fans in der Halle Nord nach sieben torlosen BSV-Minuten und sorgte für die erneute Führung (5:4, 19. Minute). Dann  ging es Schlag auf Schlag mit Treffer auf beiden Seiten. Nach mehreren Treffern sorgten die Gäste durch zwei schnelle Tempogegenstöße über die Außen für den Ausgleich. Eine doppelte Überzahl spielte der BSV aber eiskalt aus und stellte den zwei Tore Abstand wieder her – 10:8 nach knapp 27 Minuten. Es sollte in der ersten Halbzeit nichts weiter passieren, so ging es mit 10:8 in die Pause.

 

Während die erste Halbzeit doch recht torarm war, kann man das über die zweite Halbzeit nicht behaupten. Schnell entwickelte sich ein rasantes Spiel. Nach 33 Minuten waren bereits fünf Treffer gefallen – Metzingen verkürzte auf 12:11 und erzielte wenig später durch Großmann den Ausgleich. Gubernatis hielt den BSV in der Anfangsphase der zweiten Hälfte mit ihren Treffern im Spiel, die ersten drei BSV-Treffer ging auf ihr Konto.

 

Durch drei ganz schnelle Treffer setzte sich der BSV in der Folge ab. Christina Haurums Tor und zwei Treffer von Schirmer sorgten binnen einer Minute für das 16:13. Katastrophale Abspielfehler sorgten allerdings dafür, dass Metzingen schnell wieder ausgleichen konnte. Es ging hin und her und anders als in der ersten Halbzeit bestraften die TusSies die Fehler des BSV jetzt eiskalt.

 

Maren Weigels Treffer zum 16:17 in der 43. Minute sorgt für die erste Metzingen-Führung seit der 2. Spielminute. Ganz anderes als Halbzeit eins bekamen die Keeperinnen kaum einen Ball an die Finger. Ein sehenswerter Lop von Goos über Isabelle Roch im Tor der TusSies brachte den BSV in der 48. Minute wieder mit 20:19 in Führung. Nachdem Metzingen zwischenzeitlich wieder die Führung übernahm jagte Bölk ihren vierten Treffer zum 21:21 in den Giebel. Mit noch acht Minuten auf der Uhr ging es in die Schlussphase. Das Überzahl-Spiel gab am Ende den Ausschlag.

 

Nach einer zwei Minuten Strafe gegen Gubernatis gingen die TusSies wieder in Führung. Im Gegenzug konnte der BSV die eigene Überzahl nicht nutzen, Marlene Zapf erhöhte auf 22:24. Die Gastgeberinnen gaben sich aber nicht auf, doch Metzingen verteidigte die zwei Tore Führung effektiv.

 

Minevskajas fünfter verwandelter Siebenmeter zum 23:26 schien zwei Minuten vor Ende die Vorentscheidung zu sein. Als der BSV nochmal auf zwei Treffer verkürzte und Lea Rühter noch einmal parierte keimte noch einmal Hoffnung auf. Bölks Wurf im folgenden Angriff knallte aber nur an die Latte und Zapf erzielte im letzten Angriff der Partie den 25:28 Endstand.

 

Stimmen:

Rene Hamann-Boeriths (Trainer TuS Metzingen): „Es war ein super Spiel, es macht immer Spaß hier in dieser tollen Halle zu spielen. Für uns war es besonderes Spiel, es ist zuletzt viel passiert, aber wir haben uns auf den Handball konzentriert. In den ersten zehn Minuten hatten wir noch Probleme unsere Rollen zu finden“

 

Dirk Leun (Trainer BSV): „Wir haben geschafft in der ersten Halbzeit hervorragend zu decken. Wir aggressiv und haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Wurfqualität war in der ersten Halbzeit zu schwach und unpräzise. Deshalb haben wir es versäumt einen höheren Vorsprung raus zu spielen. Acht Gegenotre in der ersten und 20 Tore sagen glaub ich alles. Wir haben in der Aggressivität nachgelassen, auch wenn Metzingen sich gesteigert hat. Es waren heute zwei Mannschaft auf Augenhöhe – aber Mal wieder mit schlechterem Ende für uns.“

 

BSV: Peveling, Rühter, Gronemann, Borutta, Hauf, Meier, Haurum (1), Gubernatis (6 (1/1)), Knippenborg, Schirmer (3), Oldenburg (2), Bölk (6), Goos (4), Kaiser (3)

 

TuS Metzingen: Jankovic, Roch, Zapf(5), Minevskaja (6 (5/5)), Karlsson (2), Ingenpaß (1), Groosmann (6), Weigel (2), Obradovic (4), Beddies, Behnke (2), Welser