Deutscher Pokalsieger 2015, 2017
EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010
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Platz vier für Buxtehude

Foto: Dieter Lange

Buxtehuder SV gegen Thüringer HC – eine Paarung, die es in dieser Woche bereits einmal gab. Am Sonntag, 29. Mai 2022 beim Spiel um Platz drei im DHB-Pokal, war die Bundesliga-Partie vom Dienstagabend allerdings in weiter Ferne. Zur Erinnerung: Die Mannschaft aus Buxtehude hatte sich mit einem 35:32-Sieg den dritten Platz und damit ein Ticket für die Europa-League gesichert. Weniger einfach sollte es in diesem Spiel werden.

Nachdem das Team von Trainer Dirk Leun am Vortag gegen den VfL Oldenburg mit der knappen Niederlage (28:26) den Einzug ins Finale verpasste, stand heute das Spiel um Platz drei an. Doch auch diesen intensiven Kampf verlor der BSV mit 27:30 (12:17). Damit stehen die Spielerinnen des Buxtehuder SV am Ende auf dem vierten Platz.

Zum Spielverlauf: Die Buxtehuderinnen erwischten im Gegensatz zum Halbfinale den deutlich besseren Start. Diesmal ging der erste Treffer, verwandelt von Maxi Mühlner, an den Buxtehuder SV. Es folgten zwei weitere und drei starke Paraden von Lea Rühter. THC-Trainer Herbert Müller machte Gebrauch von seiner ersten Auszeit nach nur knapp 6 Minuten. Isabelle Dölle traf beim 7-Meter, während der THC erst in der 9. Minute sein erstes Tor machte.

Von da an schien der Knoten beim THC geplatzt zu sein: Innerhalb einer Minute traf der THC vier Mal, schaffte den Anschlusstreffer und schaffte beim 7-Meter, verwandelt von Asli Iskit, den Ausgleich. Fast fünf Minuten fiel kein Tor, bis Meret Ossenkopp die Durststrecke beendete. In der 19. Minute übernahm der THC durch Annika Meyer das erste Mal die Führung (6:7). Nachdem die Führung des THC auf drei Tore ausgebaut war, nahm Dirk Leun die zweite Auszeit. Diese schien jedoch leider nicht zu fruchten, denn nach 25. Minuten stand es dann bereits 8:15. Kurz vor der Pause kann das Team aus Buxtehude 7-Tore Führung auf 5 verkürzen. Vor dem Seitenwechsel stand es also 12:17.

Auch nach der Halbzeitpause will es für den BSV einfach nicht klappen. Trotzdem kann das Team den Abstand von 5 Toren halten. Eine Riesen-Anteil daran hat die bärenstarke Katharina Filter, die gleich mehrere 7-Meter hielt. Doch im Angriff will es nicht so richtig klappen. Der BSV rannte einem Vorsprung von 5 Toren hinterher und wollte den Anschluss nicht so richtig schaffen. Dazu kamen zahlreiche technische Fehler und Zeitstrafen: In der 43. Minute standen neben Katharina Filter nur noch drei Feldspielerinnen auf der Platte. Doch die Torhüterin ließ sich nicht beirren und hielt erneut einen 7-Meter und glänzte mit einer Doppelparade in Minute 44. Wie auch im Halbfinale gegen Oldenburg eröffnete Buxtehude in den letzten fünf Minuten noch einmal den Kampf und verkürzte auf vier Tore. Annika Lott schaffte sogar den 3-Tore Anschluss-Treffer. Die 130 mitgereisten Buxtehuder Fans erlebten ein kleines Déjà-vu, denn wie im Halbfinale am Vortrag, reichte es auch hier am Ende nicht für Platz drei.

Buxtehuder Trainer Dirk Leun ist am Ende vor allem erleichtert: „Ich bin nicht ganz unzufrieden mit meiner Mannschaft. So ein Final4 ist eben etwas ganz anderes und keine von ihnen, außer Lea Rühter, hat bisher so ein Event erlebt. Wir nehmen das hier jetzt als Erfahrung mit.“ Er lobte sein Team: „Ich bin sehr stolz, dass mein Team bis zur allerletzten Sekunde gekämpft hat. Kämpferisch waren das 100%.“

BSV: Lea Rühter, Katharina Filter, Liv Süchting (3), Johanna Heldmann, Luisa Hinrichs, Lisa Antl (3), Maxi Mühlner (1), Isabelle Dölle (3/2), Mailee Winterberg (2), Maja Schönefeld, Meret Ossenkopp (3), Charlotte Kähr (6/4), Annika Lott (4), Teresa von Prittwitz (2), Mia Lakenmacher

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