Neuer Veranstalter für EM steht fest

Serbien erhält den Zuschlag, Niederlande nicht dabei
Die EHF hat den neuen Ausrichter der Frauen-Europameisterschaft bekannt gegeben. Serbien, bereits Veranstalter der Männer-EM in diesem Jahr, wird für die Niederlande einspringen, die kurzfristig das Turnier aufgrund von finanziellen Engpässen zurückgeben mussten. Die Auslosung für die EM-Endrunde, für die auch das deutsche Team von Bundestrainer Heine Jensen qualifiziert ist, findet am Freitag ab 18.00 Uhr beim EHF-Kongress in Monaco statt.

Der frei gewordenen Platz, den Gastgeber Niederlande zugeschlagen bekommen hätte, vergab die EHF an Island. “Mit den besten beiden Mannschaften jeder Qualifikationsgruppe, die zum Endturnier fahren und Serbien als bereits qualifiziertem Teilnehmer hat sich Island als besten Drittplatzierten qualifiziert”, teilte die EHF mit. Grundlage seien die Spiele der betroffenen Mannschaften gegen die jeweiligen Spitzenmannschaften in der Gruppe.

Elf Nationen hatten ihr Interesse an der Ausrichtung der EM als Nachrücker für die Niederlande bekundet. Nun wird Serbien einspringen, Spielorte werden nach Angaben der EHF Belgrad, Novi Sad, Nis und Vrsac – die gleichen Hallen wie bei der Männer-EM. Das Finalwochenende wird in der serbischen Hauptstadt Belgrad stattfinden. Der Turnierzeitraum wird wie geplant vom 4. Dezember bis zum 16. Dezember sein.

Dass die kurzfristig nötig gewordene Suche nach einem neuen Ausrichter erfolgreich war, erfreute die Verantwortlichen des Dachverbandes gehörig. “Ich bin sehr erfreut, dass wir im Dezember nach Serbien zurückkehren werden”, sagte EHF-Präsident Tor Lian. “Der serbische Verband hat einen herausragenden Job bei der Organisation der Männer-EM gemacht und ich bin zuversichtlich dass auch die Frauen-EM ähnlich erfolgreich wird.”

“Das große Interesse der Nationalverbände an der Organisation der Veranstaltung haben eine schwere Entscheidung erfordert”, gab Lian Einblick in die Suche nach dem neuen Veranstalter. “Aber”, merkte Lian an, “das zeigt auch, wie wichtig diese Veranstaltung geworden ist.”