Katharina Filter für Beach-EM nominiert

Aus der Halle in den Sand: Für Katharina Filter hält die Sommerpause in der Bundesliga diesmal ein besonderes Highlight bereit. Die 20-Jährige, die von Zweitligameister HL Buchholz-Rosengarten zum Erstligisten Buxtehuder wechselt, wurde von Nationaltrainer Alexander Novakovic für die Beachhandball-Europameisterschaften in Polen nominiert. Am Rande des Karacho Beach-Cups, bei dem Filter für die Sandmöpsen Neerstedt auflief, sprach die Torhüterin über ihre Nominierung, die Umstellung von Halle auf Sand und ihre Vorstellung von einer guten Europameisterschaft …

 

Wie groß ist deine Vorfreude auf die Europameisterschaft?

Katharina Filter:
Ich freue mich mega! Es ging zuletzt alles ganz schnell, ich bin ja noch nicht lange dabei. Es hat mir jedoch unglaublich Spaß gemacht und ich freue mich wirklich riesig auf die Europameisterschaft.

Die meisten Handballfans dürften dich in der Tat eher als Hallentorhüterin verorten. Wieso bist du im Sand gelandet?

Katharina Filter:
Jens Pfänder war mein Co-Trainer bei den Juniorinnen. Er hat mich Alex empfohlen und dann hat Alex mich angerufen. Ich hatte früher natürlich schon mal ein Beachhandball-Turnier gespielt und das war auch ganz cool. Daher war ich offen dafür und dachte ich mir, ich gucke es mir einfach mal an. Ich hätte danach ja immer noch sagen können, dass es nichts für mich ist (schmunzelt).

Aber es hat dir Spaß gemacht?

Katharina Filter:
Ja, auf jeden Fall! Anfangs hat es noch gehapert, weil es einfach mega anders ist. Dieser Sand … (lacht). Das kann man überhaupt nicht mit der Halle vergleichen und ich war zuerst fast deprimiert, weil ich kaum etwas hinbekommen habe (lacht). Es ist jedoch schnell besser geworden und macht echt Spaß.

Wie schwierig ist es als Torhüterin, sich auf die Abschlüsse per Kempa und Pirouette einzustellen?

Katharina Filter:
Anfangs war es sehr schwierig, das ideale Timing zu finden. Das versuche ich ja selbst in der Halle noch zu finden und dann springen sie hier Pirouetten und Kempa… (schmunzelt). Ich gewöhne mich langsam daran und weiß inzwischen, wenn sich die Werferin so und so dreht, ist es einfacher, in diese Ecke zu werfen.

Wie hast du die Atmosphäre in der Mannschaft erlebt?

Katharina Filter:
Die Stimmung ist mega, alle kommen gut miteinander klar und es ist echt eine super witzige Truppe.

 

Du spielst in der Halle in der Bundesliga. Wie schwierig war es die letzten Monate, das zu vereinbaren?

Katharina Filter:
Diese Saison ging es noch ganz gut. Wenn wir in der Halle frei hatten, kam mal ein Lehrgang im Beach dazu, sodass es eine Doppelbelastung war, aber es macht ja auch Spaß. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wenn ich jetzt in der 1. Bundesliga spielen. Ich hoffe natürlich, dass alles klappt.

Hast du beim Buxtehuder SV schon einmal vorgefühlt, wie der Verein zum Beachhandball steht?

Katharina Filter:
Ja. Natürlich ist es noch etwas schwieriger zu vermitteln, weil Beachhandball gerade erst im Kommen ist. Sie sind aber nicht dagegen und wünschen mir natürlich viel Erfolg für die Lehrgänge und die Europameisterschaft. In Zukunft werden wir dann gucken, was wann wichtig ist.

Ein Ausblick auf die Europameisterschaft: Wann wäre es für dich eine erfolgreiche EM?

Katharina Filter:
Für mich persönlich wäre es dass, wenn ich Spielanteile habe und gut spiele. Generell kann ich dazu nicht viel sagen. Ich weiß nicht, wie wir stehen, weil wir eine neue Mannschaft sind. Man weiß ja, dass die Jugendmannschaften immer ganz gut waren, aber der Damenbereich ist natürlich noch einmal etwas anderes. Ich bin sehr gespannt. Man will am liebsten natürlich alles gewinnen, das ist klar (lacht). Ich denke jedoch, wenn wir unser Bestes geben, können wir am Ende auf jeden Fall zufrieden sein.

Zum Abschluss: Was macht für dich den Reiz am Beachhandball aus?

Katharina Filter:
Es ist etwas ganz anderes. Die Halle bringt mir natürlich Spaß, aber beim Beachhandball kommt man raus und es ist einfach eine andere Stimmung; selbst bei der Nationalmannschaft ist es etwas lockerer. Ich denke, ich kann mich durch den Beachhandball einfach weiterentwickeln und Dinge, die ich im Sand ausprobiere, vielleicht sogar abgewandelt in der Halle mitnehmen.

 

Quelle: www.handball-world.news

Foto: jun