Jensen-Team mit zweiter Niederlage gegen Brasilien

Die deutschen Handball-Frauen haben auch den zweiten Vergleich binnen 24 Stunden gegen Brasilien verloren. Einen Tag nach der 23:30-Niederlage in Bremen unterlag die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auch am Samstag dem Olympia-Teilnehmer mit 20:27 (12:14). Vor 1203 Zuschauern in der Kampa-Halle warf Linkshänderin Stefanie Melbeck (4/2) die meisten Tore beim Gastgeber.

„Sieben Tore minus – das lügt diesmal ein bisschen”, sagte Bundestrainer Heine Jensen, musste aber einräumen: „Wir sind selbst schuld, weil wir unsere Chancen nicht nutzen. Trotzdem war unser Spiel deutlich besser.” Vor 1203 Zuschauern in der Kampa-Halle warf Linkshänderin Stefanie Melbeck (4/2) die meisten Tore beim Gastgeber. Für das Team von Bundestrainer Heine Jensen waren es die ersten beiden Niederlagen gegen den Panamerika-Meister nach zuvor sechs Siegen in Serie.

Am Ende des einwöchigen Trainingslagers nach dem Sommerurlaub konnten die deutschen Spielerinnen dem Gast nur phasenweise Paroli bieten. Während die Brasilianerinnen um die frühere Leipziger Bundesliga-Torhüterin Chana Masson zwei Wochen vor den Olympischen Spielen ansteigende Form bewiesen, fehlte es dem Gastgeber nach der Sommerpause an der nötigen Fitness.

Im Vergleich zur gestrigen 23:30-Niederlage verzichtete Bundestrainer Heine Jensen auf Torhüterin Katja Schülke, sowie Saskia Lang und Kerstin Wohlbold. Dafür rückten Clara Woltering, Anja Althaus und Shenia Minveskaja ins DHB-Team. Rückraumspielerin Angie Geschke fehlte wie schon am Vortag aufgrund einer Fußverletzung.

Im Tor gab es mit Clara Woltering und Jana Krause einen starken Rückhalt, aber leichte Fehler im Angriff ermöglichten Brasilien immer wieder Kontertore. Der 2:1-Führung (5.) zu Spielbeginn folgte ein 3:7-Rückstand (11.), den die deutsche Mannschaft durch die unermüdliche Stefanie Melbeck zum 10:10 (24.) wieder ausglich. Doch die Freude darüber währte nicht lange. Das DHB-Team deutete in der Kampa-Halle sein Potenzial an, doch Brasilien löste sich zu leicht mit einer erneuten 3:0-Serie.

Nach dem Seitenwechsel stürzte das DHB-Team erneut in ein schwarzes Loch, fing sich binnen vier Minuten vier Gegentore zum 12:18 – und lief diesem Rückstand letztlich erfolglos hinterher. Näher als auf vier Tore (19:23/52.) kam die deutsche Mannschaft nicht mehr heran. Trotzdem hob Jensen die gewachsene Präsenz in der Abwehr heraus: Mit einer verschobenen Spitze (Anne Müller gegen Amorim) brachte Deutschland den Gegner phasenweise in Schwierigkeiten.

Aus dem Positionsangriff kam Brasilien ohnehin relativ selten zum Erfolg. Zudem gab es zum Beispiel auch für Shenia Minevskaja und Kim Naidzinavicius weitere Gelegenheiten, sich auf internationalem Niveau zu bewähren. Jensen: „Wir haben gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben – aber wir sind bereit, diesen Job zu machen.”

Quelle: www.hbf-info.de