HC Leipzig sichert sich die Bronzemedaille

In einem spannenden Spiel hat sich der HC Leipzig den dritten Platz beim Final Four der weiblichen B-Jugend gesichert. Gegen die HSG Bensheim/Auerbach siegte der HCL 22:19. Die Führung im Spiel war mehrfach gewechselt.

 

In der Anfangsphase war beiden Mannschaften die Nervosität im Angriff anzumerken. Während die Deckungen und Torfrauen gut aufgelegt waren, fiel den Teams offensiv wenig ein. Hinzu kamen technische Fehler auf beiden Seiten. Erst nach zehn Minuten kamen die Offensivreihen mehr zur Entfaltung. Angriffe wurden schneller ausgespielt und erfolgreich abgeschlossen.

 

Zunächst konnte sich Bensheim einen kleinen Vorsprung erspielen. Neele Orth traf zum 5:2 für die “Flames”. Doch Leipzig kämpfte sich ins Spiel und glich durch Lilia Abouchabaka zum 8:8 aus. Wenige Sekunden später war es erneut Abouchabaka, die per Siebenmeter die erste Führung für den HCL erzielte. Mit dem knappen Vorsprung ging Leipzig bei 12:11 auch in die Halbzeit.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte die HSG Probleme im Angriff. Zwei Tore von der mit elf Toren besten Torschützin Abouchabaka, Lena Thomas und Anne Hausmann sorgten für eine zwischenzeitliche 16:13-Führung für Leipzig. Doch die “Flames” kamen wieder zurück. Angetrieben von den eigenen Fans und einer guten Jessica Wagner im Tor drehte das Team die Partie erneut zum 17:16.

 

Die Schlussphase wurde dramatisch. Erneut Abouchabaka glich aus. Dann sah Bensheims Neele Orth aufgrund der dritten Zeitstrafe die Rote Karte und Leipzig ging wieder in Front. Nach dem 19:17 durch Leipzigs Lisa Pöhlmann leisteten sich beide Teams wie zu Beginn der Partie Fehler im Angriff. Während Bensheim nicht verkürzen konnte, gelang dem HCL auch nicht die Entscheidung. Zwei Minuten vor Schluss traf Ina Scheffler zum 18:19, doch im Gegenzug war es abermals Abouchabaka per Siebenmeter. Sie markierte auch den Schlusspunkt zum 22:19.

 

Ilka Fickinger, Trainerin HSG Bensheim/Auerbach: “Leider muss ich wieder dem Gegner gratulieren. Aber ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wir wollten es besser als gegen Schwerin machen und ich hoffe, man hat gesehen, dass Qualität in der Mannschaft steckt. Wir wollten uns vor dem Publikum nicht nochmal so präsentieren. Die Mannschaft war aggressiv und hat weniger technische Fehler als gestern gemacht.”

 

Fabian Kunze, Trainer HC Leipzig: “Das war Werbung für den Mädchenhandball. Bensheim hat sich deutlich gesteigert zum Vergleich gegen Schwerin. Meine Mannschaft hat überragend gekämpft und eine Trotzreaktion gezeigt. Wir hatten das glücklichere Ende für uns. Unser Ziel war eine Medaille. Deswegen ist die Freude groß.”

 

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Die Statistik:

 

Spielfilm: 2:0 (5. Minute), 5:2 (13.), 8:8 (20.), 11:12 (Halbzeit), 13:16 (32.), 17:16 (40.), 17:19 (45.), 19:22 (Endstand)

 

HSG Bensheim/Auerbach: Wagner – Leichthammer 2, Scheffler 3/1, Niewiadomska 6/1, Jochem 1, Bastian, Lützkendorf, Hofmann, Schmitz 3, Orth 4, Coban, Michel, Senßfelder, Eiskirch, Antes, Schmelz

 

HC Leipzig: Czeczine, Kriesel – Pöhlmann 2, Reinke, Hausmann 3, Thomas 4, Müller, Herzig 1, Wähner, Hatzel, Abouchabaka 11/5, Greif, Röpcke 1, Ueberschär

 

Siebenmeter: HSG Bensheim/Auerbach 2/4 (Scheffler 1/2, Niewiadomska 1/2) – HC Leipzig 5/5 (Abouchabaka 5/5)

 

Zeitstrafen: HSG Bensheim/Auerbach 4 (Orth 3 plus Disqualifikation, Schmitz) – HC Leipzig 1 (Abouchabaka)

 

Schiedsrichter: Marvin Cesnik und Jonas Konrad

 

Zuschauer: 525