Handball-WM: Standesgemäßer Pflichtsieg gegen Australien

Die ehemalige BSV-Spielerin Emily Bölk erzielte drei Tore gegen Australien. Foto: Marco Wolf

 

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Japan souverän den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener gewann am Sonntag gegen Außenseiter Australien klar mit 34:8 (16:4) und legte nach dem Auftaktsieg gegen Brasilien (30:24) vom Vortag einen optimalen Start in die schwere Vorrundengruppe B hin.

 

Beste Werferin im Yamaga City Overall Gymnasium war Kreisläuferin Antje Lauenroth vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim, die auch dank zahlreicher Tempogegenstöße auf sechs Treffer kam. Dank einer guten Defensivleistung kassierte Deutschland die wenigsten Gegentore in einem WM-Spiel seit dem 30:8 gegen Angola 1993. Damals wurde das DHB-Team Weltmeister.

 

“Dass wir heute gewinnen würden, war von vornherein klar. Wir haben in der Abwehr sehr gut agiert. Damit war ich sehr zufrieden, auch das Tempospiel nach vorne war sehr gut. Nur die Chancenverwertung war verbesserungswürdig”, sagte Groener. Linksaußen Ina Großmann (Thüringer HC) richtete nach dem Kantersieg den Blick bereits nach vorn: “Wir haben das heute souverän runtergespielt. Wir haben jetzt zwei Siege, das ist gut. Aber jetzt wird es ernst.”

 

Der nächste deutsche Gegner ist am Dienstag (12.30 Uhr/sportdeutschland.tv) Handball-Schwergewicht Dänemark (3. Dezember). Anschließend warten noch der schwach gestartete Welt- und Europameister Frankreich (4. Dezember) sowie Asienmeister Südkorea (6. Dezember) auf die DHB-Auswahl. Nur die besten drei Teams ziehen in die Hauptrunde ein.

 

In Japan geht es für Deutschland auch um ein mögliches Olympia-Ticket: Um bei einem Qualifikationsturnier für Tokio 2020 dabei zu sein, muss der EM-Zehnte bei der WM eine Platzierung unter den ersten Sieben erreichen.

 

Quelle: SID