Grün-Weiß Schwerin steht erstmals im Finale um die Deutsche Meisterschaft

Die weibliche B-Jugend des SV Grün-Weiß Schwerin hat das zweite Halbfinale gegen die HSG Bensheim/Auerbach mit 26:23 gewonnen. Damit zieht die Mannschaft bei ihrer ersten Final-Four-Teilnahme in das Endspiel am Sonntag ein. Die HSG trifft hingegen im Spiel um Platz 3 auf den HC Leipzig.

 

Der Start in das Spiel gehörte Grün-Weiß Schwerin. Während die Schwerinnerinnen ihre ersten Angriffe sicher im Tor unterbringen konnten, fand die HSG nicht zu ihrem Spiel. Fehlwürfe und technische Fehler vermischten sich. Nach wenigen Minuten führten die Grün-Weißen 4:0. Bensheim Trainerin Ilka Fickinger nahm die erste Auszeit.

 

In der Folge spiele Bensheim auf Augenhöhe. Giulia Lützkendorf erzielte in der neunten Minute das erste Tor für die HSG. Da sich die Fehler jedoch nicht reduzierten, wurde der Rückstand nicht geringer. Der “Flames”-Nachwuchs profitierte davon, dass auch Schwerin vermehrt technische Fehler und Unkonzentriertheiten einstreute. Das Spiel wurde hektischer. Mit zwei Toren in der letzten Minute vor der Pause, bauten Anna Sophie Schulz und Julia Marten die Führung für ihr Team auf 13:8 aus.

 

Durchgang zwei war zunächst ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Allerdings benötigte die HSG nur drei Minuten für den ersten Treffer. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Grün-Weißen den Vorsprung bereits auf 16:8 ausgebaut. Diesen Vorsprung konnte Schwerin ohne Mühe behaupten.

 

Sieben Minuten vor dem Ende griff Bensheim bei 15:23 zum letzten Mittel. Mit einer offensiven Deckung setzten sie den Gegner unter Druck. Die Umstellung fruchtete. Schwerins Julia Marten leistete sich zwei Ballverluste. Nach dem 19:23 durch Jamila Coban keimte vier Minuten vor Schluss nochmal Hoffnung. Zudem erhielt Schwerins Emilia Theiß eine Zeitstrafe. Trotz Unterzahl fand Schwerin Lücken in der offenen Deckung und konnte durch Daria Rassau das erlösende 24:19 erzielen. Der Sieg geriet anschließend nicht mehr in Gefahr.

 

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Ilka Fickinger, Trainerin HSG Bensheim/Auerbach: “Schwerin hat verdient gewonnen. Wir haben zu keinem Zeitpunkt in das Spiel gefunden. Unsere technischen Fehler reichen eigentlich für eine ganze Saison. Dennoch können wir stolz sein, hier zu sein. Gegen Leipzig wollen wir alles geben und eine Trotzreaktion zeigen.

 

Tilo Labs, Trainer Grün-Weiß Schwerin: “Das wir im Finale stehen ist sensationell. Wir haben lange in der gleichen Aufstellung gespielt. Als wir umgestellt hatten, hat Bensheim in die offene Deckung gewechselt. Da mussten wir wieder zurück umstellen. Das hat ein wenig gebraucht. Aber die Mannschaft hat es auch in Unterzahl gut gemacht.”

 

Die Statistik:

 

Spielfilm: 4:0 (5. Minute), 8:4 (14.), 10:4 (17.), 13:8 (Halbzeit), 16:8 (28.), 22:14 (42.), 23:19 (46.), 26:23 (Endstand)

 

SV Grün-Weiß Schwerin: Schöps, Stender – Rassau 5/1, Schermer, A. Schulz 4, Zufelde, Strupp, Karschunke 1, Ockert 6, H. Schulz 3, Marten 5, Meiburg, Theiß 2

 

HSG Bensheim/Auerbach: Wagner, Michel – Leichthammer 1, Scheffler 5, Niewiadomska 7/3, Jochem, Bastian, Lützkendorf 4, Hofmann, Schmitz 1, Orth 4, Coban 1

 

Siebenmeter: Schwerin 1/1 (Rassau 1/1) – Bensheim/Auerbach 3/3 (Niewiadomska 3/3)

 

Zeitstrafen: Schwerin 1 (Theiß) – Bensheim/Auerbach 0

 

Schiedsrichter: Marvin Cesnik und Jonas Konrad

 

Zuschauer: 580