A-Jugend des Buxtehuder SV ist Deutscher Meister 2016

Die A-Jugend des Buxtehuder SV ist Deutscher Meister 2016. Die Mannschaft von Dirk Leun und Heike Axmann siegte in einem packendem Finale gegen den Serienmeister und Gastgeber Bayer Leverkusen mit 26:22 (13:9). Außerdem wurde Emily Bölk zur besten Spielerin des Final Four ernannt.

 

Die Angangsphase gehörte Leverkusens Torfrau Vanessa Fehr. Mit drei Paraden, davon ein gehaltener Siebenmeter, brachte sie den Angriff des Buxtehuder SV zunächst zur Verzweiflung. Auf der anderen Seite erzielte Mia Zschocke, welche am Sonnabend ihren 18. Geburtstag feierte, drei der ersten vier Leverkusener Tore. Nach dem zwischenzeitlichen 5:5-Ausgleich gingen die Juniorelfen erneut mit zwei Treffern in Führung. Dirk Leun nahm seine erste Auszeit und die zeigte Wirkung. Mit einem 7:0-Lauf und zehn Minuten ohne Gegentor drehten Buxtehuderinnen die Partie zum 12:7. Besonders Paula Prior, für die es nicht nur das letzte Spiel in der Jugend sondern auch das letzte Spiel im Trikot des BSV gewesen ist, trieb ihr Team als Mannschaftsführerin an. Insgesamt acht Treffer steuerte sie zum Erfolg bei und wurde zur Spielerin des Spiels ernannt. In der Schlussphase der ersten Hälfte konnte Leverkusen sich wieder fangen. Die Elfen hätten sogar noch auf drei Tore herankommen können, doch nach der Schlusssirene parierte Lea Rühter den Siebenmeter von Jacqueline Gilej.

 

Nach der Pause sollte sich ein Handballkrimi entwickeln. Zwar hielt der BSV die Leverkusenerinnen zunächst auf Abstand, doch mit zunehmender Spieldauer verringerte sich der Abstand. Nach einem Stürmerfoul von Emily Bölk offenbarte sich Leverkusen die Chance zum 19:19 (48.). Doch der lange Pass für den Gegenstoß war zu lang. In der Schlussphase versuchten die Leverkusener-Fans ihr Team weiter nach vorne zu peitschen, doch die Mannschaft vom BSV ließ nicht beeindrucken. Sechs Minuten vor dem Ende stellte Leverkusen beim 20:23 auf eine offene Deckung um. Jetzt wurde nicht mehr nur wie im gesamten Spiel Emily Bölk kurz gedeckt, sondern auch Paula Prior. Eine letzte Bewährungsprobe für den BSV. Als Paula Prior drei Minuten vor dem Ende erstmals am Wochenende Nerven zeigte und an Vanessa Fehr per Siebenmeter scheiterte, drohte die Partie doch noch zu kippen, doch Leverkusen versäumte es auf 22:23 zu verkürzen. Ein Geschenk, dass sich die Blau-Gelben nicht zweimal sagen ließ. Mit zwei Toren sorgte Julia Herbst für die Entscheidung 90 Sekunden vor dem Ende beim 25:21. Der Rest war Freude pur.

 

Statistik:

 

Buxtehuder SV: Rühter, Lukau (beide Tor); Borutta (2), Herbst (3), Heins, Bölk (6/1), Meier, Prior (8/3), Axmann (4), Pauschert, Fischer, Geist (1), Hauf, Puls (2).

 

Bayer Leverkusen: Leuf, Fehr (beide Tor); Berger (4), Gilej, Schmidt, Spielvogel (2), Souza (1), Zschocke (4), L.Knippert (5/4), Michailidis, A.Knippert, Braun (6), Hoemann, Gross, Thomaier.

 

Zuschauer: 1100.

 

Schiedsrichter: Fabian vom Dorff, Christian vom Dorff.

 

Zeitstrafen: Buxtehude 2, Leverkusen 1.

 

 

Stimmen:

 

Dirk Leun: “Wir haben beim deutschen Meister gespielt. Dafür habe ich höchste Achtung vor meiner Mannschaft. Es war ein fast perfektes Spiel. Der Schlüssel zum Erfolg war unsere gute 6-0-Deckung, wodurch Leverkusen kaum Tore aus dem Rückraum erzielen konnte. Ein besonderes Lob muss ich noch an Natalie Axmann und Paula Prior aussprechen. Die haben sehr stark gespielt.”

 

Heike Axmann: “Es ist schön, dass sich die Mannschaft mit dem Titel belohnt hat. WIr konnten damit die B-Jugendmeisterschaft von 2014 bestätigen. Es ist das I-Tüpfelchen auf eine gute Saison. Alle haben gut gespielt, besonders unsere Abwehr war einfach stark.”

 

Paula Prior: “Dieser Titel bedeutet mir einfach alles. Wir haben die ganze Saison daraufhin gearbeitet. Es war das letzte Mal, dass wir als Mannschaft zusammengespielt haben. Es ist einfach das Größte. Die Erleichterung ist unfassbar groß bei uns, dass es endlich geklappt hat.”

 

Emily Bölk: “Es fällt eine Riesenlast ab. Wir haben die ganze Saison dafür gekämpft oben hier oben zu stehen. Es ist ein geiler Abschluss, da wir in dieser Konstellation nie wieder zusammenspielen werden. Der Titel der besten Spielerin kam für mich unerwartet, da ihn viele verdient hätten.”

 

Zeliha Puls: “Es ist überragend. Ich bin sprachlos. Nach der Finalniederlage vergangenes Jahr mit Blomberg gegen Leverkusen hatte ich schon ein kleines Déjà-vu. Da war schon Respekt nach dem Dämpfer letztes Jahr. Aber wir haben an uns geglaubt und uns auch in den Schwächephasen nicht unterkriegen lassen.”

 

Lea Rühter: “Es war ein perfektes Wochenende. Ich war zwar schon mal mit der Hamburg-Auswahl Deutscher Meister, aber mit dem Verein ist es viel geiler. Wir haben ein Jahr jeden Tag dafür trainiert und sind jetzt überglücklich es geschafft zu haben.”