DM Final4: Leverkusen zieht nach Kraftakt zum 6. Mal ins Finale ein

Zum sechsten Mal in Serie steht die weibliche A-Jugend von Bayer Leverkusen im Finale um die Deutsche Meisterschaft. In einem intensiven Spiel wiederholte die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler ihren Vorjahreshalbfinaltriumph gegen die HSG Blomberg-Lippe. Im Finale kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Titelverteidiger Buxtehude.

 

Bayer 04 Leverkusen – HSG Blomberg-Lippe 24:22 (10:9)

 

Von Beginn an deutete sich ei intensives Spiel an. Die Schiedsrichterinnen ließen den Spielerinnen wenig durchgehen und ahndeten Foulspiele konsequent. In der 13. Minute kassierten die „Juniorelfen“ aus Leverkusen schon ihre dritte Zeitstrafe. Insgesamt sollten es fünf im Spiel werden bei einer für die HSG. Als sich beide Mannschaften auf erlaubtes und unerlaubtes Spiel eingestellt hatten, wurde auch Handball gespielt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und die Führung wechselte hin und her. Beim 10:8 in der 29. Minute führte Leverkusen erstmals mit zwei Toren. Blombergs Ndidi-Silvia Agwunedu verkürzte zum 9:10-Pausenstand.

 

Im zweiten Durchgang erwischte Leverkusen den besseren Start. Innerhalb von sieben Minuten setzte sich der Serienfinalist auf 17:12 ab. Doch das Team von André Fuhr gab sich nicht geschlagen. Mehrmals verringerte die HSG den Rückstand auf zwei Tore. Drei Minuten vor dem Ende verkürzte Nele Franz mit ihrem fünften Treffer auf 22:23. Aber davon ließen sich die „Juniorelfen“ nicht aus der Ruhe bringen. Leverkusens beste Mareike Thomaier bewahrte die Nerven und markierte bereits 2:20 Minuten vor der Schlusssirene den 24:22-Endstand. Zwar hätte Blomberg nochmal verkürzen können, aber zu hektische Würfe sorgten letzlich für die vierte Niederlage gegen Leverkusen in einem Final4 seit 2013.

Kerstin Reckenthäler: „Wir haben es geschafft, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.. Wenn es bei einigen Spielerinnen nicht so gut lief, sind andere in die Bresche gesprungen. Wir konnten uns auf den anderen verlassen.“

 

André Fuhr: „Leverkusen war die Nuance reifer als wir. Wir haben alles versucht. Auch nach dem 11:17 waren wir nicht tot. Am Ende ist der Sieg für Leverkusen verdient. Allerdings möchte ich auch sagen, dass so ein Halbfinale in einem Final4 kein Experimentierfeld für ein Schiedsrichtergespann ist.“

 

Bayer 04 Leverkusen: Hergarten, Fahnenbruck – Killmer (2), Holste (3), Schneiders (1), Souza (5), Kämpf (2), Cormann (1), Thomaier (5/1), Polsz (1), Lott (4), Rode, Berger.

 

HSG Blomberg-Lippe: Rabeneick, David – Wenzel (1), Lazarevic (7), Zöllmann, Harder, Wallbaum, Smits (4), Reiche, Agwunedu (4), Müller (1), Franz (5/2), Ruwe, van Wingerden.