DM Final4: Buxtehude steht mit überragender Filter erneut im Finale

Zum dritten Mal in Folge steht der Buxtehuder SV im Finale um die Deutsche Meisterschaft in der weiblichen A-Jugend. Mit einem weitestgehend souveränen 31:23 besiegte das Team von Heike Axmann Final4-Neuling Borussia Dortmund. Überragende Spielerin dabei war BSV-Torfrau Katharina Filter, die mit 14 Paraden ihrem Team den Rücken stärkte.

 

Borussia Dortmund – Buxtehuder SV 23:31 (10:15). Erst 6:17 Minuten waren gespielt, als Dortmund Tobias Fenske bereits die erste Auszeit nahm. Seine Spielerinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits viermal an BSV-Torhüterin Katharina Filter und zweimal am Pfosten gescheitert. Buxtehude führte 4:0. Den ersten Treffer für den BVB erzielte in der achten Minute Vanessa Brandt per Siebenmeter. Dortmund kam besser ins Spiel, doch der Titelverteidiger fand stets eine Antwort. Annika Fröhlich konnte sich immer wieder frei laufen und traf insgesamt sechsmal.

Mitte der ersten Halbzeit leistete sich Buxtehude seine einzige Schwächephase. Bis zur 25. Minute verkürzten die Borussinnen auf 10:11. Es schien sich fortan ein spannendes Halbfinale zu entwickeln. Buxtehudes Fröhlich leitete eine starke Schlussphase ihrer Mannschaft ein. Fünf Sekunden vor der Pause eroberte Aimée von Pereira erneut den Ball und spielte einen Pass auf die gestartete Franziska Fischer, die den Ball aus der Luft direkt ins Tor zum 15:10 beförderte.

 

Nach dem Seitenwechsel setzte die Mannschaft von Heike Axmann direkt nach und setzte sich vorentscheiden auf 23:11 ab. Dabei überstand das Team sogar eine doppelte Unterzahl ohne Gegentor. Stattdessen erzielten sie selbst zwei Treffer. Nach einer Auszeit stellte Dortmunds Trainer Tobias Fenske seine Deckung um. Er ließ von Pereira und Cassandra Nanfack kurz decken. Davon ließen sich die Buxtehuderinnen allerdings nicht beeindrucken. Erst als der BSV mit dem Gefühl des sicheren Sieges rotierte, konnte Dortmund Ergebniskosmetik betreiben. Zu mehr als dem zwischenzeitlichen 23:30 reichte es nicht. Den Schlusspunkt markierte Buxtehudes Emily Theis per Siebenmeter.

 

Tobias Fenske: „In der Anfangsphase hatten wir Wurfpech und uns hat das Vertrauen gefehlt. Dann haben wir bewiesen, dass wir Rückstande aufholen können. Nach dem 10:11 hat uns dann der Mut im Innenblock verlassen. Wir haben überhastet verteidigt. In dieser Phase hat man gesehen, dass Buxtehude uns physisch und in der Erfahrung ein bis zwei Jahre voraus ist. Am Ende haben wir wenigstens alles gegeben, damit es nicht zu deutlich ausfällt.“

 

Heike Axmann: „Für mich ist es eine extreme Überraschung, dass wir im Finale stehen, wenn man bedenkt, wo wir am Anfang der Saison gestanden haben. Die Mannschaft hat diszipliniert gespielt und alle Spielerinnen waren torgefährlich. Hinten haben wir Beton angerührt. Nicht nur mit Katharina Filter, von der wir wussten, dass sie die beste Torhüterin in ihrer Altersklassse ist, sondern auch der Innenblock ist gelungen. Vorne haben wir die einfachen Tore gemacht. Es hat einfach alles gepasst.“

 

Borussia Dortmund: Longo, Meissner – Michalczik (2/2), Hausherr (2), Hafner, Kockel (3), Patru (4), Wulf (3), Kamp (2), Willing, Kriese (1/1), Filmar (1), Brandt (5/2), Sieg, Bachmann.

 

Buxtehuder SV: Sibbersten, Filter – Fleischmann, Harms (1), Mettner (2), Fröhlich (6), Scheruhn (6/3), Nanfack (2), Heinemann (1), von Prittwitz, Fischer (6), von Pereira (6), Theis (1/1), Pieszkalla.