DHB-Pokal: BSV feiert Pflichtsieg und steht im Achtelfinale

BUXTEHUDE/MARKRANSTÄDT. Die Handballerinnen des Buxtehuder SV stehen im Achtelfinale des DHB-Pokals. Im Zweitrundenspiel am Sonnabendabend setzte sich der amtierende Titelträger mit 44:20 (21:10) beim Drittligisten SC Markranstädt durch. “Unser Ziel war ein klares standesgemäßes Ergebnis, und das haben wir erreicht”, sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Bis auf wenige Phasen war Leun mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden. Wichtig sei gewesen, dass alle Spielerinnen jeweils rund 30 Minuten zum Einsatz gekommen seien.

 

Von der ersten Minute an entwickelte sich das Pokalspiel in Markranstädt zu einem Selbstgänger für den BSV. Vor 250 Zuschauern warf Lone Fischer in Zusammenarbeit mit Friederike Gubernatis und Maike Schirmer gleich ein 4:0 (4.) heraus. Der BSV sollte die Führung bis zum Spielende behaupten.

Ein solider Drittligist

Nach dem ersten Treffer für den SC Markranstädt, den BSV-Trainer Dirk Leun als “soliden Drittligisten” bezeichnete, erhöhten seine Spielerinnen den Vorsprung auf 8:1 (8.). Die Gastgeber-Mannschaft hatte zum Saisonauftakt den zwangsabgestiegenen HC Leipzig geschlagen und rangiert aktuell im Mittelfeld der Dritten Liga Ost.

Der SC Markranstädt verkürzte den Rückstand innerhalb von fünf Minuten auf 4:9 (13.), dann legte erneut der BSV durch einen Doppelpack von Kreisläuferin Isabell Kaiser vor. In Überzahl erhöhte Rückraumspielerin Yara Nijboer die Führung auf neun Tore (15:6, 19.), ehe Neuzugang Katharina Meier (eigene Jugend) zwei Tore hintereinander erzielte.

Goos feiert Comeback

Als Dirk Leun fünf Minuten vor der Pause eine Auszeit nahm, lag der BSV mit 18:9 in Führung. Dann traf Michelle Goos ins Markranstädter Tor. Die Niederländerin hatte den Saisonstart aufgrund einer Schulterverletzung verpasst, im letzten Bundesligaspiel gegen Dortmund wurde die Niederländerin noch geschont. Jetzt steht nur noch Jessica Oldenburg (Innenbandanriss) auf der Verletztenliste.

 

Nach der Pause verkürzten die Sächsinnen den Rückstand durch einen 3:0-Lauf binnen zweieinhalb Minuten auf 13:21. Der BSV konterte mit acht Toren hintereinander und lag dadurch mit 29:13 (41.) in Front. Lone Fischer, in dieser Saison bislang Buxtehudes erfolgreichste Torschützin, war in dieser Phase vier Mal erfolgreich. Auch Isabell Kaiser zeigte sich in bester Torlaune.

BSV durchbricht 30-Tore-Marke

Maike Schirmer durchbrach mit ihrem vierten Treffer die 30-Tore-Marke, da waren nicht einmal 42 Minuten gespielt. Als wenig später auch Kreisläuferin Christina Haurum ins Markranstädter Gehäuse traf, hatten sich alle Buxtehuder Feldspielerinnen in die Torschützenliste eingetragen. Haurum war es dann auch, die den Vorsprung zehn Minuten vor dem Ende auf 20 Tore aus (36:16).

 

Der SC Markranstädt konnte in der Schlussphase noch eine siebenminütige Torlos-Phase beenden. Das hinderte Nationalspielerin Emily Bölk vier Minuten vor dem Ende nicht daran, BSV-Treffer Nummer 40 zu markieren. “In der zweiten Halbzeit war die Chancenverwertung deutlich besser”, sagte Leun. Buxtehudes beste Werferin war wie in bislang jedem Pflichtspiel dieser Saison Lone Fischer mit sieben Toren, gefolgt von Yara Nijboer und Isabell Kaiser (jeweils 6).

Englische Wochen stehen bevor

Dem Sieg im DHB-Pokal folgen zwei Englische Wochen in Bundesliga und Europapokal. Am Mittwoch, 11. Oktober, reist der BSV zum Auswärtspiel nach Leverkusen. Nur drei Tage später steht das EHF-Cup-Hinspiel gegen den ungarischen Vertreter Vaci NKSE an. In der Woche darauf folgen das Bundesliga-Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen (18.10.) und das Rückspiel in Ungarn (21.10.).

 

Quelle: TAGEBLATT (Tim Scholz) vom 08.08.2017

Foto: Dieter Lange (aus dem Heimspiel gegen BVB Dortmund)