Deutschland beendet U19-EM auf Platz 5

„Heute hat es einfach gepasst”, sagte Nele Reimer nach Spielschluss. Die Juniorinnen des Deutschen Handballbundes (DHB) haben die U19-Europameisterschaft im spanischen Valencia auf Platz fünf beendet. Am Samstagabend gewann die Mannschaft um die DHB-Trainer Marielle Bohm und Nico Kiener mit 29:27 (14:12) gegen Norwegen. Reimer, von den Vertretern der Europäischen Handballföderation als beste deutsche Spielerin der Begegnung ausgezeichnet: „Das war mit unser bester Spiel. Wir haben uns alle noch mal richtig reingehauen, um mit einem guten Gefühl aus dem Turnier zu gehen.“

 

Trainerin Bohm bestätigt Reimer: „Das war unser bestes Turnierspiel; nach dem gegen Montenegro.“ Die Mannschaft habe gut gekämpft, viele taktische Vorgaben umgesetzt; die Norweger dadurch komplett aus dem Spiel nehmen können. Im Angriff habe die DHB-Auswahl mit viel Disziplin die Schwachstellen der Norwegerinnen für sich nutzen können. „Das war ein schöner Abschluss.“

 

Zu Beginn des Spiels um Platz fünf hatte das Trainergespann Bohm / Kiener neben Torhüterin Jessica Jochims Lisa Wieder und Lisa Friedberger, Annika Ingenpaß, Alina Grijseels, Emily Bölk und Sarah Irmler auf das Parkett geschickt.

 

Es entwickelte sich von Anfang an die erwartet ausgeglichene Begegnung. Nach dem 2:2 in der fünften Minute hatte sich Deutschland zwar zehn Minuten später auf 9:6 abgesetzt, die Norwegerinnen ließen sich aber nicht abschütteln und glichen in Spielminute 20 wieder aus (9:9). Zur Halbzeit führte Deutschland 14:12.

 

Bis zur 35. Minute hatte die DHB-Auswahl den Vorsprung auf 18:15 ausgebaut, hielt über die Spielstände 21:19 (40.), 24:21 (45.) und 25:22 (50.) sowie 28:23 (56.) die Norwegerinnen auf Distanz. Die mobilisierten am Ende noch einmal alle Kräfte und verkürzten bis zum Schlusspfiff auf 27:29.

 

Bohm im Gesamtfazit: „Gerade durch das Spiel gegen Norwegen hat sich die Mannschaft noch mal Sicherheit geholt für die weiteren Aufgaben. Die Mannschaft hat viel gelernt bei dieser EM.“ In der Summe sei Platz fünf das Maximum gewesen, das die Mannschaft habe mitnehmen können aus dem Turnier. „Man muss sagen, dass wir es nicht immer geschafft haben, unsere Leistung in der Breite des Kaders auch abzurufen. Dann ist so ein Turnier natürlich kräftezehrend für die Spielerinnen, die viele Spielzeiten haben. Das ist etwas, woran wir in Zukunft noch mehr arbeiten müssen.“

 

Deutschland – Norwegen 29:27 (14:12)

Deutschland: Jochims, Kohorst; Behrend, Bölk (4), Burkholder (1), Friedberger (4), Grijseels (4), Ingenpaß (4), Irmler (2), Pichlmeier, Prior (4), Reimer (4), Rode, Ruthenbeck (2), Stolle, Wieder, Ziegenbein.

Norwegen: Abdullah (1), Bergset (3), Fauske (4), Froeland, Hernes (7), Hjertner (5), Hogdahl, Hovden, Kallestad (1), Lerstad, Lien, Nygaard (1), Pettersen, Roenning (4), Solaas, Wolff (1).

Schiedsrichter: Kijauskaite / Zaliene (beide Litauen). – Zeitstrafen: 6:10 Minuten. – Siebenmeter: 7/6:3/2. – Spielfilm: 2:2 (5.), 5:4 (10.), 9:6 (15.), 9:9 (20.), 10:9 (25.), 14:12 (30.), 18:15 (35.), 21:19 (40.), 24:21 (45.), 25:22 (50.), 28:23 (56.), 29:27 (60.).

 

Quelle: www.dhb.de vom 01.08.2015