Der BSV startet in die Vorbereitung auf die neue Saison

Die Mannschaft für die Saison 2018/19: Betreuer Michael Jungblut, Melissa Luschnat, Lisa Prior, Antje Peveling, Julia Gronemann, Friederike Gubernatis, Christina Haurum, Jessica Oldenburg, Interimstrainerin Heike Axmann, Torwarttrainerin Debbie Klijn (hinten, von links), Mieke Düvel, Paula Prior, Maike Schirmer, Malene Staal, Tarja Pauschert, Lone Fischer, Cassandra Nanfack und Svea Geist (vorne). Es fehlen Lea Rühter, Annika Lott und Isabelle Dölle wegen der U 20-WM sowie die erkrankte Isabell Kaiser. Foto Scholz

 

BUXTEHUDE. Nach gut anderthalb handballfreien Monaten sind die Bundesliga-Frauen des Buxtehuder SV in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Am Mittwochabend begrüßte Interimstrainerin Heike Axmann 15 Spielerinnen in der Halle Süd, darunter zwei Neuzugänge, die gleich gefragt waren.

 

Heike Axmann trommelt ihre Mannschaft zusammen. 15 Spielerinnen stehen in einem Kreis um die Interimstrainerin herum, sie tragen schwarze Shirts. Bloß Außenspielerin Maike Schirmer nicht, sie sticht in Rot heraus. Torhüterin Julia Gronemann scherzt mit Betreuer Michael Jungblut. Dann ergreift Axmann das Wort, erläutert den ersten Trainingstag: Laufen und Krafttraining stehen auf dem Programm. Doch zunächst schnappt sie einen Filzfußball und lässt die Mannschaft in drei Teams gegeneinander antreten: Team Jung, Team Mittel, Team Alt. Die Stimmung ist ausgelassen beim Trainingsauftakt in der Halle Süd.

Cheftrainer Dirk Leun erholt sich zurzeit von einer Operation in der Reha in Hamburg. Daher leitet Axmann das Training. „Wir sprechen uns ab, was die Inhalte betrifft“, sagt Axmann. Die Vorbereitung habe ohnehin Leun geplant. Wann dieser zurückkehrt, ist offen. Axmann wird den BSV-Coach solange wie nötig vertreten und ihn auch anfangs nach der Rückkehr nach Wunsch unterstützen. Ob sie dadurch nochmal Lust bekommen hat, eine Bundesliga-Mannschaft zu übernehmen? Axmann lacht. „Ich trainiere in Buxtehude unsere Drittliga-Mannschaft. Das ist auch Leistungshandball.“ Und was hinzukommt: Neben ihrem Job in einem Reisebüro habe sie dafür sowieso keine Zeit.

Neuzugänge Malene Staal und Mieke Düvel

Acht Journalisten sind zu Gast beim Trainingsauftakt. Gefragt sind vor allem die Neuen, Malene Staal und Mieke Düvel. Sie lächeln zusammen in die Kameras der Fotografen, geben ihre ersten Interviews vor der Kamera bei TAGEBLATT-TV und beantworten geduldig die Fragen. Staal spricht Englisch, sagt, dass sie, die mit dem VfL Oldenburg den DHB-Pokal gewonnen hat, herzlich aufgenommen worden sei und der erste Eindruck gestimmt habe. Mit einer Prognose tut sie sich schwer, hofft aber auf einen Titel: „Der BSV hat den Pokal 2015 und 2017 gewonnen. Wenn wir im Rhythmus bleiben, wären wir 2019 wieder dran.“

Düvel, die zuletzt beim Zweitligisten Hannover-Badenstedt gespielt hat, will von den routinierten Spielerinnen viel lernen. Die Halblinke gehört zu einem Kreis junger deutscher Spielerinnen, mit denen der BSV in die neue Saison geht. Dazu zählen die Rückkehrerinnen aus Rosengarten, Paula Prior und Melissa Luschnat, und die Juniorinnen-Nationalspielerinnen Annika Lott (Bayer Leverkusen) und Isabelle Dölle (Werder Bremen), die aufgrund der U 20-WM erst später zur Mannschaft stoßen. Zusammen bringen es die sechs Neuen auf 133 Bundesligaspiele. Die Abgänge, darunter Emily Bölk, Lynn Knippenborg und Michelle Goos, haben fast doppelt so viele Partien bestritten. Der BSV büßt also an Bundesliga-Erfahrung ein.

Manager Peter Prior nimmt’s gelassen. „Ich bin mit dem Kader absolut zufrieden“, sagt er. „Wir haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft.“ Die jungen Spielerinnen trügen nicht die alleinige Verantwortung. „Da sind auf allen Positionen immer noch erfahrene Spielerinnen“, sagt Prior. Er hofft, dass sich die Jungen dadurch gut entwickeln. Die Kaderplanung ist unter anderem dem Sparkurs des Vereins geschuldet. In der vergangenen Saison machte der BSV finanzielle Verluste, die nicht Jahr für Jahr von den Gesellschaftern ausgeglichen werden sollen.

Prior sieht Mannschaft auf Platz vier bis sechs

Bleibt die Frage nach dem Saisonziel. Trainer Dirk Leun hatte sich zuletzt im TAGEBLATT-Interview zurückhaltend geäußert, dass es für eine Prognose noch zu früh sei. Manager Prior sieht den BSV in der Region Platz vier bis sechs. „Wenn die Mannschaft zusammenwächst, ist das ein realistisches Ziel.“

Der Filzfußball rollt über das Feld der Halle Süd. Team Mittel spielt gegen Team Jung, da stellt Maike Schirmer, die inzwischen ein schwarzes Shirt unter dem orangefarbenen Leibchen trägt, unter Beweis, dass sie auch das Spiel mit dem Fuß beherrscht. Sie befördert den Ball ins Tor, Treffer für Team Mittel.

 

 

Quelle: https://www.tageblatt.de/sport/handball_artikel,-Der-BSV-startet-in-die-Vorbereitung-auf-die-neue-Saison-_arid,1379171.html