Deutscher Pokalsieger 2015, 2017
EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010
Euro-City-Cup-Sieger 1994

Buxtehuder SV verpasst Einzug ins Finale

Foto: Dieter Lange

Im Pokal-Derby in Stuttgart verliert der Buxtehuder SV ganz bitter gegen den VfL Oldenburg mit 28:26 (15:8) im Halbfinale des DHB-Pokals. Damit hat der BSV vor 2.036 Zuschauern die Chance auf den Pokal verpasst – spielt morgen aber noch gegen den Thüringer HC um den dritten Platz.

Es war das dritte Duell gegen Oldenburg in dieser Saison 2021/22. Wie auch bereits das Hinspiel in Oldenburg ging diese Partie an den VfL. Die Oldenburgerinnen erwischten den deutlich besseren Start ins Spiel. Gleich der erste Treffer ging durch einen 7-Meter, verwandelt von Merle Carstensen, an den VfL. Auch der dritte Treffer war ein 7-Meter von Merle Carstensen. Nach 5 Minuten stand es bereits 4:1 und Dirk Leun nahm die erste Auszeit. Nach dem 6:1 verkürzte Charlotte Kähr durch einen 7-Meter auf 6:2. Das Team schien sich zunächst zu fangen und verkürzte zwischenzeitlich auf 7:6. Doch in der 18. Minute gab es gleich zwei Zeitstrafen gegen Buxtehude und so war Oldenburg in doppelter Überzahl. Von da an lief einiges schief: Vergebene Chancen und technische Fehler führten dazu, dass der BSV bis zur Halbzeit ohne Tor blieb. Julia Renner hielt sogar den 7 Maxi Mühlner.

Zwar konnte Katharina Filter einen ganz wichtigen 7-Meter in der 23. Minute verhindern, doch trotz Aufholjagd, stand es in der 24. Minute wieder 13:8. Dirk Leun nahm erneut eine Auszeit. Doch es schien der Wurm drin zu sein. Bis Nils Bötel von seiner ersten Auszeit Gebrauch machte, war bereits ein 7-Tore Vorsprung ausgebaut. Zur Halbzeit stand also ein 15:8 auf der Anzeigetafel.

Der erste Treffer nach der Halbzeit ging durch Mailee Winterberg an den Buxtehuder SV. Eine starke Lea Rühter, die eingewechselt wurde, hielt auch den zweiten Wurf auf ihr Tor. Doch auch der VfL fand schnell wieder ins Spiel und hielt die fünf-Tore Führung aufrecht. Teresa von Prittwitz verkürzte auf 4-Tore und Nils Bötel nahm eine Auszeit.

Mit einem starken Rückhandpass von Isabelle Dölle auf Maxi Mühlner verkürzte der BSV sogar auf 3 Tore. Katharina Filter hielt einen 7-Meter und Isabelle Dölle verkürzte abermals auf 2 Tore (25:23). Doch trotzdem reichte die Spielzeit für den BSV nicht aus. Der Vorentscheidung fiel mit einem Heber von Maike Schirmer in der 59. Minute zum 27:24. Zu oft scheiterte die Mannschaft aus Buxtehude an Torhüterin Julia Renner und erlaubte Merle Carstensen im Gegenzug den Wurf aufs eigene Tor. Insgesamt war sie die beste Schützin des Spiels und traf 11-mal, davon 3-mal per 7-Meter.

Trainer Dirk Leun resümierte nach dem Spiel: „Es war wie erwartet ein schweres Spiel. Dieses Halbfinale hatte einen Überrumplungs-Charakter für diese unerfahrene, junge Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt. Wir sind in keinen Spielfluss gekommen und so war die Hypothek für die zweite Halbzeit einfach zu hoch.“ Er war trotzdem zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die eine unglaublich tolle Saison gespielt hat.“

Oldenburg-Trainer Niels Bötel war in der anschließenden Pressekonferenz sehr stolz auf seine Mannschaft: „Die erste Halbzeit haben wir perfekt gespielt und uns am Ende den verdienten Sieg geholt. Wir werden morgen im Finale alles raushauen, was wir haben.“

Jetzt heißt es für den BSV: Kopf hoch – denn morgen steht das Spiel um Platz drei an. In dieser Partie wird der Buxtehuder SV auf den Thüringer HC treffen. Im zweiten Halbfinale verlor der THC gegen 28:32 gegen die SG BBM Bietigheim, die morgen gegen den VfL Oldenburg um den Pokal fighten.

BSV: Lea Rühter, Katharina Filter, Liv Süchting (4), Johanna Heldmann (1), Luisa Hinrichs Lisa Antl, Maxi Mühlner, (2), Isabelle Dölle (2), Mailee Winterberg (2), Maja Schönefeld, Meret Ossenkopp (3), Charlotte Kähr (4/2), Annika Lott (7), Teresa von Prittwitz (1), Mia Lakenmacher

Aktuelle Beiträge der Bundesliga Frauen

Loading...