Buxtehuder SV verliert trotz starker Halbzeit 24:30 gegen Bietigheim

Der Buxtehuder SV hat gegen die SG BBM Bietigheim bis zum Schluss nicht aufgesteckt. Dennoch musste sich das Team vor 1017 Zuschauern in der Halle Nord mit 24:30 (11:17) geschlagen geben. Ausschlaggebend war besonders eine schwache Anfangsphase.

 

Zu Beginn konnte der BSV die Partie ausgeglichen gestalten. Ein 0:2 glichen Isabell Kaiser und Lisa Prior aus, weil der SG im Angriff die Präzision fehlte. Zwei Aluminiumtreffer und zwei Paraden von Peveling verhinderten einen frühen Rückstand. Nach zehn Minuten hatten die Schützinnen des Gastes ihr Visier besser eingestellt. Jeder Angriff wurde mit einem Tor beendet und in der Defensive ließ die Mannschaft zehn Minuten kein Treffer des BSV zu. Nach 20 Minuten stand es somit 4:14.

 

Für den BSV deutete sich nach dem 21:37 beim Thüringer HC das nächste Debakel an. Doch das Team steckte nicht. Christina Haurum und Maike Schirmer verkürzten. Trainer Albertsen nahm direkt eine Auszeit. Davon ließ sich Buxtehude auch nicht aus dem Konzept bringen. Bis zur Halbzeit verkürzten die Gastgeberinnen auf 11:17.

 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs agierten beide Mannschaft etwas fahrlässig im Angriff und ließen Chancen ungenutzt. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Zwar konnte die SG ihre Führung nicht ausbauen, der BSV den Rückstand aber auch nicht verringern. Hoffnung keimte beim BSV nach einem Tor von Torfrau Antje Peveling auf – 18:24. Eine Minute später verhinderte SG-Torhüterin Dinah Eckerle mit einer ihrer insgesamt Paraden einen zweiten Treffer Pevelings zum 19:24.

 

In der Folge verkürzte Buxtehude dennoch auf 20:24. Als die Halle an eine Wende glaubte vergab Isabelle Dölle die Möglichkeit zum 21:24. Wenig später verursachte Dölle einen Siebenmeter und kassierte zwei Minuten. Bietigheims Kim Naidzinavicius ließ sich nicht bitten und verwandelte den Siebenmeter, insgesamt waren es sechs von sechs Versuchen, zum 26:20. Beim anschließenden Anwurf war Angela Malestein gedankenschneller als die Mannschaft des BSV. Sie fing nach dem Wechsel den Anwurf ab und vollstreckte unbedrängt zum 27:20. Das Spiel war somit sieben Minuten vor dem Ende entschieden. In der Schlussphase gab der BSV allerdings nicht auf und konnte das Ergebnis mit 24:30 im Rahmen halten.

 

Martin Albertsen: “Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Besonders mit den ersten 15 Minuten bin ich zufrieden. Ich denke, der Sieg geht in Ordnung. Wir haben einiges vor in dieser Saison. Aber Buxtehude hat eine gute Mannschaft mit guten jungen Spielerinnen. Außerdem war die Stimmung wie immer unglaublich in der “Hölle Nord”. Die Bundesliga hat sich enorm entwickelt und hat sowohl bei den Mannschaften als auch den Zuschauern enormes Potenzial.”

 

Dirk Leun: ” Bietigheim hat hochverdient gewonnen. Wir wollten mutig und befreit aufspielen. Am Anfang haben wir aber nicht mit voller Überzeugung agiert und Bietigheim hat konzentriert verteidigt. Die zweite Halbzeit konnten wir ausgeglichen gestalten. Da haben wir Moral und Kampfgeist gezeigt. Leider können wir unseren Lauf nach dem 20:24 nicht fortführen.”

 

Annika Lott, BSV-Spielerin des Tages: “Wenn wir am Anfang besser reingekommen wären, wäre sicherlich mehr drin gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht, weil wir uns Bietigheim in der Aggressivität angepasst haben und einfach mehr wollten. DAs es für mich persönlich bisher so gut läuft, hat mich positiv überrascht. Das hatte ich nicht erwartet. Umso mehr freue ich mich, dass ich gut angekommen bin in der Bundesliga.”

 

Buxtehuder SV: Peveling (1), Rühter, Gronemann – Luschnat (2), Fischer (3/3), Düvel (2), Haurum (2), Dölle (1), Gubernatis (1/1), Schirmer (2), Lott (3), Kaiser (3), L.Prior (3), Staal (1).

 

SG BBM Bietigheim: Eckerle, Salamakha – Visser, Rozemalen (2), Lauenroth (2), Ivancok, Loerper, von der Heijden (4), Schulze (4), Kudlacz-Gloc (3), Naidzinavicius (6/6), Gustin, Malestein (5), Braun (4).

 

Zeitstrafen: 3:6.

 

Zuschauer: 1017.