Buxtehuder SV verliert deutlich in Metzingen

Der Buxtehuder SV hat beim Auswärtsspiel in Metzingen einen rabenschwarzen Tag erwischt. Beim 18:33 ließ das Team wieder zahlreiche Chancen liegen und kassierte einen Gegenstoß nach dem anderen.

 

Da der BSV aufgrund eines Staus erst 30 Minuten vor dem geplanten Anwurf an der Halle angekommen war, wurde die Partie mit 15 Minuten Verzögerung angepfiffen. Trotz der gestörten Spielvorbereitung erwischte der Buxtehuder SV den besseren Start. Unter anderem zwei Treffer von Jessica Oldenburg aus dem Rückraum und zwei Paraden von Lea Rühter sorgten für eine 4:2-Führung der Gäste.

 

Anschließend kam Metzingen besser in die Partie. Buxtehude fand nicht mehr in die passende Wurfposition. „Wir hatten eine gute Anfangsphase, aber dann treffen wir viermal den Pfosten. Das hat uns früh aus dem Spiel genommen“, sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Auf der anderen Seite ging es hingegen blitzschnell. Metzingen suchte die schnellen Abschlüsse und drehte die Partie zum 6:4.

 

Dirk Leun nahm eine Auszeit. Auch nach der Auszeit kam Buxtehude nicht durch die kompakte „TusSies“-Deckung. Bis zur 20. Minute zog Metzingen auf 10:5 davon. Buxtehude gelang im Angriff kaum noch etwas. „Unsere Wurfentscheidungen waren ungenügend“, stellte Leun fest, „im Rückzugsverhalten haben wir das Tempospiel zu spüren bekommen.“ Vier Minuten vor der Pause erzielte Marlene Zapf bereits das 16:6 für Metzingen. Dirk Leun sah sich gezwungen schon seine zweite Auszeit zu nehmen. Bis zur Halbzeit trafen beide Teams noch einmal – 17:7 für Metzingen.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte Dirk Leun die Deckung um. Wie in der Vorwoche gegen den Thüringer HC verteidigte der BSV mit der 5:1-Deckung. Direkt der erste Angriff wurde abgefangen. Im Tempogegenstoß verwarf Lisa Prior gegen Isabell Roch. Den ersten Treffer für Buxtehude erzielte Mieke Düvel nach über sechs Minuten zum 8:21. „Mit der 5:1-Deckung bin ich zufrieden. Aber wir kassieren 70 Prozent der Gegentore nach Kontern. Jeder Fehler wurde direkt bestraft“, erzählte Leun.

 

Beim 11:23 nahm Leun seine verbliebende Auszeit. Er wechselte durch. Melissa Luschnat ersetzte Lone Fischer und die junge Svea Geist agierte am Kreis. Trotz sechs Paraden im zweiten Durchgang konnte auch Antje Peveling nicht verhindern, dass der Rückstand weiter anwuchs. Der deutlichste Abstand betrug zwischenzeitlich 17 Tore. Die Rote Karte mit der Schlusssirene gegen Jessica Oldenburg aufgrund ihrer dritten Zeitstrafe war nur noch für die Statistik. Am Ende unterlag der BSV Metzingen 18:33. Die verspätete Ankunft am Spielort lässt Leun jedoch nicht als Ausrede gelten. „Es waren sehr viele individuelle ungenügende Leistungen dabei. Da haben wir eine Menge zu analysieren.“

 

Statistik:

 

TuS Metzingen: Kohorst, Roch – Zapf (9), Kobylinska (4/2), Kovacs (3), Welser, Minevskaja (3/2), Niederwieser, Harsfalvi (3), Weigel (3), Vollebregt (1), Beddies, Behnke (7).

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter – Geist (1), Luschnat (1), Fischer  (1/1), Düvel (3), Haurum, Dölle (3), Gubernatis (2), Schirmer (2), Oldenburg (5), Kaiser, L.Prior.

 

Schiedsrichter: Maike Merz, Tanja Schilha.

 

Zeitstrafen: TuS Metzingen 2 (Niederwieser, Behnke) – Buxtehuder SV 4 (Oldenburg 3 plus Rote Karte, Schirmer).

 

Siebenmeter: TuS Metzingen 4/5 (Minevskaja 2/3, Kobylinska (2/2) – Buxtehuder SV ¼ (Fischer ½, L.Prior 0/2).

 

Zuschauer: 1050 (ausverkauft).

 

Spielfilm: 2:2 (4. Minute), 2:4 (7.), 7:4 (13.), 10:5 (19.), 16:6 (27.), 17:7 (Halbzeit), 21:7 (35.), 23:11 (44.), 29:12 (53.), 31:15 (56.), 33:18 (Endstand).

 

Bereits am Samstag geht es für den Buxtehuder SV weiter. Ab 16.30 Uhr ist das Team bei der HSG Blomberg-Lippe um den ehemaligen BSV-Jugendkoordinator Steffen Birkner zu Gast. Im Hinspiel der BSV in einem dramatischen Spiel mit 29:28. Das Spiel wird wie üblich bei www.sportdeutschland.tv übertragen.