Buxtehuder SV schlägt Rödertal 29:22 und startet erfolgreich in die neue Saison

Der deutsche Pokalsieger Buxtehuder SV konnte das erste Spiel der neuen Saison gegen den HC Rödertal mit 29:22 (13:9) gewinnen. Der Sieg gegen den Liga-Neuling war in eigener Halle zu keiner Zeit in wirklicher Gefahr, dennoch sah Dirk Leun Grund zur Kritik und sprach von einer „Achterbahn“, da seine Mannschaft Rödertal nie komplett enteilen konnte. Beste Werferin der Partie war BSV-Linksaußen Lone Fischer, die zehn Treffer erzielte.

 

Die 1.055 Zuschauer in der Halle Nord mussten nicht lange auf den ersten Treffer der neuen Saison warten: Nach exakt 103 Sekunden erzielte Lone Fischer das 1:0 für die Buxtehuderinnen, die ohne ihre Neuzugänge Christina Haurum und Katharina Meier starteten. Der Pokalsieger glänzte zunächst mit einem ganz starken Beginn – nach acht Minuten führte der BSV bereits mit 5:1. Die Gastgeberinnen kam mit der Aggressivität des HCR (3 Gelbe Karten in den ersten 10 Minuten) gut zurecht und erspielten sich immer wieder aussichtsreiche Wurfpositionen.

 

Auch der eigenen Verteidigung war der BSV sehr konsequent, im Abschluss in der Folge weniger. Dennoch konnte der BSV seine Führung auf 8:2 ausbauen (16. Minute), was auch Antje Peveling zu verdanken war. Die BSV-Torfrau konnte alleine in der ersten Halbzeit acht Paraden verbuchen. Die Buxtehuder Fans hatten hörbar Probleme sich mit dem neuen Namen anzufreunden, waren noch immer geneigt „Lenz“ bei Paraden der BSV-Torfrau, die im Sommer geheiratet hatte, zu rufen.

 

Jessica Oldenburgs Treffer zum 11:3 in doppelter Unterzahl (22. Min) war kurioserweise in den Augen von Trainer Dirk Leun ein Knackpunkt im Spiel seiner Mannschaft. „Bis zum 11:3 haben wir konzentriert gespielt, danach wurden wir leichtsinnig. Das waren Sachen, die willst du als Trainer nicht so gerne sehen“, so Leun. Nach Timeout des BSV gab Spielmacherin Lisa Prior nach Fingerbruch ihr Comeback und auch Christina Haurum am Kreis feierte ihr Bundesliga Debüt.

 

Durch angesprochene Unkonzentriertheit nutzte Rödertal und konnte sich anschließend wieder in dieses Spiel kämpfen. Der Vorsprung schrumpfte von zwischenzeitlichen acht Treffern auf vier, mit 13:9 ging es in die Halbzeitpause.

 

Wie schon in Halbzeit eins dann zunächst ein guter Beginn des BSV. Lisa Prior stellte mit einem ihrem Comeback-Tor in der 37. Minute die ehemalige acht Tore-Führung wieder her (19:11). Die Buxtehuderinnen beschränkten sich in der Folge erfolgreich auf Ergebnisverwaltung, Rödertal kam in der zweiten Halbzeit nie näher als fünf Tore heran. In der 45. Minute feierte dann auch der zweite BSV-Neuzugang, Katharina Meier, ihr Bundesliga-Debüt auf Rechtsaußen.

 

Gegen Ende der Partie konnte sich Julia Gronemann, die Anfang der zweiten Halbzeit ins Tor kam, vermehrt auszeichnen. In der 56. Minute betrug der Vorsprung wieder nur noch fünf Treffer (27:22) und die Gäste schienen das Momentum auf ihrer Seite zu haben. Sollte der Pokalsieger hier doch nochmal ins Schwitzen geraten? Die Antwort lautet nein. Fischers 9. Treffer zum 28:22 entschied das Spiel entgültig. Die Nationalspielerin, die bereits beim HBF-Supercup gegen die SG BBM Bietigheim mit elf Treffern beste Torschützin war, traf wenig später zum 29:22-Endstand.

 

Gäste-Trainer Karsten Knöfler war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Wir haben für den Einstieg in die erste Liga ein gutes Spiel abgeliefert. Mit dem Ergebnis kann man aus unserer Sicht zufrieden sein“. Sah auch Dirk Leun so, dessen Fazit nach der Partie: „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, denn das erste Spiel ist nie leicht“.

 

Als nächstes muss der BSV am kommenden Samstag nach Bad Wildungen reisen, während der HC Rödertal auswärts auf die TusSies aus Metzingen trifft.

 

BSV: Peveling, Gronemann, Borutta, Hauf, Meier, Fischer (10 (7/7), Haurum (1), Nijboer, Gubernatis (6 (1/1), Schirmer (1), Oldenburg (7), Bölk (3), Kaiser, Axmann, Prior (1)

 

Rödertal: Kurzke (1), Rammer, Ostwald, Nagy (4 (2/2), Alesiunate, Selmeci (3), Nepolsky (1), Urbicht (2), Jander, Rode (4), J. Hummel (3), S. Hummel (4), Loehnig