Buxtehuder SV schlägt direkten Konkurrenten um Platz vier

Die Handballerinnen des Buxtehuder SV haben in einem von Fehlern geprägten Spiel das glücklichere Ende für sich. Dank des 21:20 gegen den BVB zieht das Team punktemäßig gleich mit dem BVB. Erstmals in dieser Saison saß Paula Prior auf der Bank des BSV, kam jedoch nicht zum Einsatz.

 

Beide Mannschaften mussten einige Ausfälle kompensieren. Durch die vergangenen Spiele schienen beide Teams zunächst verunsichert. Während der BVB sich Fehlpässe leistete, kam Buxtehude immerhin zum Abschluss. Doch bereit sin den ersten zehn Minuten parierte Dortmunds Torhüterin Yara ten Holte drei Bälle. Bis zum Spielende sollte sie insgesamt 16 Würfe abwehren.

 

Ein erstes Highlight war das zwischenzeitliche 3:3 durch Jessica Oldenburg. Es war das 750. Bundesliga-Tor der Rückraumspielerin für den BSV. Ansonsten waren spielerische Highlights Mangelware. Das Spiel lebte stattdessen von der Spannung. Kein Team konnte sich absetzen.

 

Mitte der ersten Hälfte verpasste Buxtehude, sich einen Vorsprung zu erspielen. Antje Peveling parierte drei Angriffe nacheinander, doch die Gastgeberinnen ließen klare Möglichkeiten liegen. Die Fehler in der Offensive machten sich bei beiden Teams bemerkbar. In den Schlussminuten agierten sie hektisch und schlossen unüberlegt ab. Dennoch ging Dortmund mit einem 10:9 in die Kabine.

 

Nach dem Seitenwechsel schien es, als ob beide Mannschaften an Sicherheit im Angriff gewinnen würden. Das Spiel nahm Tempo auf und vereinzelt waren auch gelungene Spielzüge zu sehen. Nach 40 Minuten führten die Gäste 15:13.

 

In der Folge schlug die Stunde von Lea Rühter. Die Torfrau des BSV, kam zur zweiten zur Halbzeit, obwohl ihre Kollegin Antje Peveling in Durchgang eins fünf Paraden zeigte. Sechs Angriffe ließ sie keinen Ball vorbei und vernagelte das Tor. Während Dortmund zehn Minuten ohne Treffer blieb, drehte der BSV die Partie. Mieke Düvel erzielte das 18:15. Erstmals führte ein Team mit drei Toren.

 

Die Schlussphase blieb spannend. Asuka Fujita glich per Siebenmeter zum 20:20. Im Gegenzug erzielte erneut Düvel das 21:20. Dabei sollte es bleiben. In den letzten beiden Spielminuten konnte keine Mannschaft mehr einen Treffer setzen. Ein letzter Wurf des BVB wurde mit der Schlusssirene vom BSV geblockt.

 

BVB-Trainer Gino Smits: “Wir haben das Spiel zwischen der 40. und 50. Minute verloren. In der Zeit haben wir einen 0:5-Lauf. Es war ein umkämpftes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die sich beide zurzeit im Angriff schwer tun. Wir sind immerhin mehr Gegenstöße gelaufen als letzte Woche. Ich bin froh, dass die jungen Spielerinnen schon soweit sind, dass bereits wir davon profitieren können.”

 

BSV-Trainer Dirk Leun: Angesichts unserer aktuellen personellen Probleme bin ich froh, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben. Wir sind der glücklichere Sieger. Wir machen kleine Schritte, aber der Sieg tut der Mannschaft gut. Vor allem dass wir trotz einer nicht guten Leistung mit den Zuschauern im Rücken den Bock umstoßen konnten. Erfreulich ist, dass Mieke, die erstmals im Mittelblock gespielt hat, ihre Sache ordentlich gemacht hat.”

 

Maike Schirmer, mit vier Toren “Spielerin des Tages”: “Es hat mich gefreut, dass ich meinen Teil zum Sieg beitragen konnte. Aber viel wichtiger ist, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Uns hat gerettet, das Dortmund unsere Fehler nicht bestraft hat. Der Sieg ist unheimlich wichtig, wenn wir unser Ziel Platz vier oder fünf erreichen wollen.”

 

Die Statistik:

 

Spielfilm: 4:4 (13. Minute), 6:6 (21. Minute), 6:8 (25.) 9:10 (Halbzeit), 13:15 (40.), 18:15 (50.), 20:20 (57.), 21:20 (Endstand).

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter – Pauschert, Fischer (3), Düvel, Haurum, Dölle (1), Gubernatis (4), Schirmer (4), Oldenburg (2), Kaiser (2), P.Prior, L.Prior (3/2)

 

Borussia Dortmund: Woltering, ten Holte – Weisheitel (1), C.Müller (2/2), A.Müller (1), Kockel (1), Einarsdottir (1), van Kreij, Huber, Fujita (5), Wulf (3), Emberovics, Bleckmann (4), Kriese (2)

 

Siebenmeter: BSV 2/2 (L.Prior 2/2) – BVB 3/4 (C.Müller 2/2, Fujita 1/2)

 

Zeitstrafen: BSV 1 (Kaiser) – BVB 3 (A.Müller 2, van Kreij)

 

Schiedsrichter: Nils Blümel, Jörg Loppaschewski

 

Zuschauer: 1.092