Buxtehuder SV scheidet nach schwacher erster Halbzeit aus

Der Buxtehuder SV hat auch das Rückspiel in der 2. Runde des EHF-Cup gegen Viborg HK aus Dänemark verloren. Nach dem 25:32 ist der Bundesligist völlig verdient ausgeschieden. Vor allem in der Anfangsphase verpasste der BSV vor 1206 Zuschauern eine mögliche Aufholjagd.

 

Zunächst deutete einiges auf einen Tag für den BSV hin. Der BSV ging 1:0 in Führung und Viborgs Stine Bodholt Nielsen musste bereits nach 2:40 Minuten für zwei Minuten vom Feld. Die anschließende Überzahl konnte der BSV nicht nutzen um sich ein Polster herausspielen. Lone Fischer vergab einen Tempogegenstoß und Jessica Oldenburg verfehlte aus der eigenen Hälfte das leere Tor der Däninnen.

 

Auch in der Folge schlichen sich Ungenauigkeiten und technische Fehler beim BSV ein. Immer wieder kamen die Gäste zu leichten Ballgewinnen oder Torhüterin Rikke Poulsen (zehn Paraden) parierte. Im Angriff zeigte Viborg, angetrieben von Kristian Jörgensen und Ann Grete Norgaard mit jeweils sieben Toren, kaum eine Schwäche. Nach 19 Minuten nahm BSV-Trainer Dirk Leun beim Stand von 5:11 bereits die zweite Auszeit. Buxtehude kam im Angriff besser in die Partie, doch in der Verteidigung gelang es nur selten einen Angriff von Viborg ohne Torerfolg zu stoppen. Mit 11:16 ging es schließlich in die Kabine.

 

Im zweiten Durchgang wechselte der BSV durch. Melissa Lsuchnat kam für Lone Fischer und im Rückraum wurde auch durchgetauscht. Nach ausgeglichenem Beginn keimte nochmal kurz Hoffnung auf ein Wunder aus. Nach einer Parade leitete Antje Pevelng den Gegenstoß auf Maike Schirmer ein, die zum 15:18 traf. Allerdings war dies nur eine kurze Momentaufnahme. Ein technischer Fehler und ein Fehlwurf von Annika Lott sorgten dafür das Viborg beim 21:15 für die Entscheidung in diesem Duell nach dem 24:27 im Hinspiel sorgte. Den höchsten Rückstand gab es beim 18:28.

 

Der BSV gab sich jedoch nicht auf und wollte das Ergebnis freundlicher gestalten. In der Schlussphase ließ Viborg im Angriff erstmals in diesem Spiel die letzte Konsequenz vermissen. Julia Gronemann im Tor parierte in dieser Zeit vier Bälle. Davon angetrieben betrieb der BSV Ergebniskosmetik und verkürzte bis zur Schlusssirene auf 25:32

 

 

 

Jakob Vestergard, Trainer von Viborg HK und ehemaliger Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: “Im Hinspiel waren wir nicht so gut. Mit dieser Leistung bin ich hingegen zufrieden. Buxtehude hat viele junge Spielerinnen. Es war nicht einfach, da auch Deutschland viele gute Mannschaften hat.

 

Dirk Leun: “Viborg ist verdient weitergekommen. Sie waren die bessere Mannschaft. Dass hatte ich schon im Hinspiel erwartet. Wir haben es am Anfang versäumt, besser in das Spiel zu kommen. Danach fängt es dann im Kopf an zu arbeiten. Wir haben es nicht geschafft Viborg aus dem Rhythmus zu bringen, da wir in der Deckung zu passiv waren. Die jungen Spielerinnen hatten aber auch starken Phasen und haben das Ergebnis im Rahmen gehalten und uns gewehrt.”

 

Mieke Düvel, Spielerin des Tages: “Die Europapokalspiele waren eine tolle Erfahrung, sich mit solch einem Gegner zu messen. Wir konnten viel lernen und mitnehmen. Dänische Mannschaften spielen mit mehr Tempo und einer höheren Präzision als viele deutsche Mannschaft. Das macht definitiv Lust auf mehr.”

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter, Gronemann – Luschnat (1), Fischer (1/1), Düvel (3), Haurum (4), Dölle (1), Gubernatis, Schirmer (4), Oldenburg (6), Lott (2), Kaiser (1), L.Prior (2).

 

Viborg HK: Poulsen, Nordström Olsen – Högdahl (3), Andersen (1), Strömberg, Nielsen (2), Jörgensen (7), Haugsted (5), Hansen, Norgaard (7/2), Dahl (3), Nielsen Filtenborg (1), Uno Jensen (2).

 

Zeitstrafen: 0:3

 

Zuschauer: 1206