Buxtehuder SV nach knapper Niederlage in Viborg zuversichtlich

Der Buxtehuder SV hat das Hinspiel in der 2. Runde des EHF-Cups mit 24:27 gegen Viborg HK verloren. Nach einer starken ersten Hälfte mit einer 14:10-Pausenführung wahrt das Team von Trainer Dirk Leun alle Möglichkeiten auf das Weiterkommen im Heimspiel am kommenden Samstag.

 

Buxtehude erwischte einen guten Start und führte durch zwei Tore von Jessica Oldenburg schnell mit 2:0. Selbstbewusst trat der Bundesligist auf und war von Beginn an im Spiel. “Wir waren im Angriff effektiv und hatten eine starke Lea Rühter im Tor”, sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Nach 15 Minuten lag der BSV mit 6:5 vorne.

 

Dann gab es den ersten Rückschlag für Buxtehude. Friederike Gubernatis sah die Rote Karte. Sie wurde nach einer unglücklichen Abwehraktion von den beiden sehr streng leitenden französischen Unparteiischen disqualifiziert. Davon unbeendruckt zog der BSV auf 9:5 davon. Dank mehrerer Paraden von Lea Rühter und einer treffsicheren Annika Lott nahm der BSV einen 14:10-Vorsprung in die Kabine.

 

Nach dem Seitenwechsel gelang es dem BSV die Führung vorerst zu behaupten. Nach zwei Toren von Mieke Düvel stand es 18:15 (36.). “Wir hatten dann eine Phase, in der wir uns im Angriff gegen die massive Abwehr von Viborg sehr schwer getan haben gute Abschlussmöglichkeiten zu erspielen und wir auf der anderen Seite die wurfstarke Carin Strömberg nicht unter Kontrolle gekriegt haben”, erläuterte Leun. Insgesamt zehn Tore erzielte Strömberg. Bis zur 43. Minute drehten die Däninnen die Partie und gingen mit 20:19 in Front. “Da hat sich das Handicap, ohne Friederike Gubernatis spielen zu müssen, ausgewirkt.”

 

Doch statt eines Einbruchs in den Schlussminuten hielt Buxtehude die Partie offen. Nach einem zwischenzeitlichen 19:23 verkürzte der BSV wieder auf 23:24. “Wir hätten das Ergebnis auch ganz weggeben können, haben das mit großem Kampfgeist aber verhindert.” Isabell Kaiser sorgte mit ihrem dritten Tor für das 24:27 und einer akzeptablen Ausgangslage für das Rückspiel. “Das Ergebnis lässt alle Chancen offen, die nächste Runde zu erreichen.”

 

Besonders lobte Leun den Auftritt von Mieke Düvel und Annika Lott, die beide erstmals im Europapokal spielten: “Mieke hat einen mutigen Auftritt und viele positive Aktionen gezeigt. Annika hat besonders in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel hingelegt.”

 

Viborg HK: Poulsen, Nordström – Högdahl (4), Andersen (1), Strömberg (10/2), Nielsen (4), Jörgensen (3), Haugsted, Grön (1), Norgaard (4/1), Dahl, Filtenborg, Uno.

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter, Gronemann – Luschnat, Fischer (3/3), Düvel (3), Haurum (3), Dölle (1), Gubernatis, Schirmer (1), Oldenburg (4), Lott (5), Kaiser (3), L.Prior (1).

 

Zeitstrafen: 6:9 plus Disqualifikation gegen Gubernatis.

 

Das Rückspiel findet am Samstag, 20. Oktober um 16 Uhr in der Halle Nord in Buxtehude statt. Dann wird der BSV alles daran setzen, den Rückstand von drei Toren zu drehen. Dabei darf das Team auch wieder auf Friederike Gubernatis setzen, die nicht für das Rückspiel gesperrt ist.