Buxtehuder SV landet Arbeitssieg gegen Neckarsulmer Sport-Union

Der Buxtehuder SV hat im letzten Spiel vor der Länderspielpause mit 25:21 gegen die Neckarsulmer Sport-Union gewonnen. Beim BSV spielten mehrere angeschlagene Spielerinnen und sorgten für einen Arbeitssieg gegen die abstiegsbedrohte NSU.

 

Im Aufgebot des BSV standen mit Mieke Düvel (im Training umgeknickt), Annika Lott (Entzündung in der Schulter) und Isabelle Dölle (grippaler Infekt) drei Spielerinnen, die Trainer Dirk Leun lieber geschont hätte. Zunächst sah es auch so aus, als ob die genannten Spielerinnen nicht zum Einsatz kommen müssen. In der Deckung zwang Buxtehude die Gäste zu technischen Fehlern und Fehlpässen, sodass früh eine Drei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel stand. Im Angriff verpassten die Gastgeberinnen einen deutlicheren Vorsprung.

 

Mit Isabelle Dölle und Mieke Düvel kamen schließlich die ersten beiden angeschlagenen Spielerinnen. Beide waren sofort drin im Spiel und fanden den Weg ins Tor. Dennoch konnte die Sport-Union kurz vor der Halbzeit durch die beste Torschützin der Bundesliga Nele Reimer auf 12:11 verkürzen. BSV-Rückraumspielerin Jessica Oldenburg sorgte schließlich für den 13:11-Halbzeitstand.

 

Nach dem Seitenwechsel erwischte Neckarsulm den besseren Start. Mit zwei weiteren Treffern von Reimer und ein Tor von Selina Kalmbach drehten die Gäste die Partie. In dieser Phase häuften sich beim BSV die Fehler, die sich Neckarsulm zu Beginn der Partie geleistet hatte. Die NSU konnte sich aber nicht absetzen.

 

Um die Abwehr wieder zu stabilisieren, brachte Leun Annika Lott in der Deckung. Die Einwechslung der Rückraumspielerin zeigte Wirkung. Buxtehude glich wieder aus. Die erneute Führung für den BSV erzielte Isabelle Dölle, die mit fünf Toren “Spielerin des Tages” wurde. Beim 18:18 rund zehn Minuten vor Schluss nahm Dirk Leun eine Auszeit.

 

In dieser fand Leun die richtigen Worte, denn im Anschluss konnte sein Team die entscheidende Wendung geben. Zweimal Oldenburg, Lisa Prior und Lone Fischer sorgten mit einem 4:0-Lauf für den bis dahin deutlichsten Vorsprung in der Partie. Das 22:18 konnten die Gastgeberinnen in den Schlussminuten ungefährdet über die Zeit bringen. Auch nach zwei verwandelten Siebenmetern von Birna Berg Haraldsdóttir zum 22:20 ließ sich der BSV nicht mehr von der Siegerstraße abbringen.

Pascal Morgant, Trainer der Neckarsulmer Sport-Union: “Wir sind enttäuscht. Wir hätten wie im Hinspiel für einen Lucky Punch sorgen können. Wir haben uns die Lücken erarbeitet, aber wir haben die 1:1-Situationen nicht angenommen. Mit dem letzten Wurf hat Nele Reimer die Entschlossenheit gezeigt, auf die wir 55 Minuten gewartet haben.”

 

Dirk Leun: “Die Mannschaft hat hervorragend gekämpft. Das nennt man einen Arbeitssieg. In den entscheidenden Momenten konnten wir zulegen. Dabei hatten wir keine einfache Woche mit den angeschlagenen Spielerinnen. Aber Annika, Mieke und Isabelle haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.”

 

Isabelle Dölle, “Spielerin des Tages”, deren Einsatz erst kurz vor dem Spiel feststand: “Ich habe die letzten zwei Tage nichts gemacht. Meine Eltern haben sich um mich gekümmert, sodass ich guter Dinge war, dass ich spielen kann. Umso mehr freut es mich, wenn die Aktionen klappen und das Training nicht umsonst ist.”

 

Die Statistik:

 

Spielfilm: 3:1 (6. Minute), 7:4 (13.), 11:8 (23.), 12:11 (29.), 13:11 (Halbzeit), 13:14 (35.), 16:17 (42.), 18:17 (48.) 18:18 (50.), 22:18 (53.), 25:21 (Endstand).

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter – Pauschert, Luschnat, Fischer (5), Düvel (1), Haurum (1), Dölle (5), Gubernatis (1), Schirmer (1), Oldenburg (7), Lott, Kaiser (1), L.Prior (3/1).

 

Neckarsulmer Sport-Union: Roth, Gorelova – Kalmbach (2), Pavkovic, Kaufmann (1), Berg Haraldsdóttir (5/3), Namat (1), Goos, Pavlovic, Ineichen (1), Reimer (5), Espinola Perez (3), Stojkovska (3).

 

Schiedsrichter: Martin Thöne, Marijo Zupanovic.

 

Siebenmeter: Buxtehuder SV 1/2 (L.Prior 1/2) – Neckarsulmer SU 3/3 (Berg Haraldsdóttir 3/3).

 

Zeitstrafen: Buxtehuder SV 2 (Gubernatis, Kaiser) – Neckarsulmer SU 2 (Namat 2).

 

Zuschauer: 1.246