Buxtehuder SV gewinnt Pokal-Derby gegen „Luchse“ deutlich

In der zweiten Runde des DHB-Pokals gelang dem Buxtehuder SV ein deutlicher 29:19-Erfolg. Der Bundesligist hatte gegen Zweitliga-Meister HL Buchholz 08-Rosengarten nur bis kurz vor die Pause (14:11) Probleme. Überragende Spielerinnen beim BSV waren Lone Fischer, Maike Schirmer und Jessica Oldenburg, die zusammen 22 Tore erzielten.

 

Der Beginn war aus BSV-Sicht vielversprechend. Lone Fischer sorgte mit zwei Toren für ein schnelles 2:0. Ganz so einfach wollten die „Luchse“ dem Favoriten das Spiel jedoch nicht machen. Mit einem 4:0-Lauf ging der Zweitligist nach acht Minuten mit 5:3 in Front. Den Vorsprung behaupteten die Gastgeberinnen vorerst und bauten ihn sogar auf drei Tore aus. Zeliha Puls hatte einen Querpass von Lisa Prior auf Jessica Oldenburg abgefangen und eiskalt gegen Antje Peveling verwandelt. Beim 4:7 aus sich des BSV nahm Trainer Dirk Leun nach rund 14 Minuten die erste Auszeit.

 

Leun brachte Malene Staal und Christina Haurum in die Partie. Die Umstellungen fruchteten. Buxtehude fand besser in das Spiel und konnte zum 8:8 ausgleichen und anschließend durch Lone Fischer erneut in Führung gehen. Bis zur Halbzeit ließ sich Buchholz zwar nicht abschütteln, dennoch war Trainer Dubravko Prelec unzufrieden, sodass er in kurzer Zeit zwei Auszeiten nahm. Buxtehude zeigte sich unbeeindruckt und ging mit 14:11 in die Kabine.

 

In der Halle hofften vor allem die Buchholz-Fans von den 680 Zuschauern, dass ihre Mannschaft wie beim letzten Aufeinandertreffen das Spiel spannend halten würde. Diese Hoffnung erstickte der Bundesligist nach dem Seitenwechsel innerhalb weniger Minuten. Ein 6:2-Lauf bis zur 38. Minute sorgte beim Stand von 20:13 für klare Verhältnisse. Dem Sturmlauf des BSV hatte Rosengarten in der Folge nur wenig entgegenzusetzen.

 

Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an. Sieben Minuten vor dem Ende sorgte Jessica Oldenburg für die erste Zehn-Tore-Führung (26:16).  Da konnte sich der BSV in der Folge auch einen verworfenen Siebenmeter durch Melissa Luschnat erlauben. Die Gegenwehr bei den Luchsen war spürbar gebrochen, sodass auch keine Ergebniskosmetik mehr zustande kam. Den Schlusspunkt der Partie setzte Nationalspielerin Maike Schirmer mit ihrem sechsten Tor zum 29:19.

 

Dubravko Prelec: „Wir haben zu viele hundertprozentige Chancen verworfen. Wenn wir die reinmachen, werden wir im Kopf sicherer. Dann wird das Spiel interessanter und enger. Dann kann sich so ein Spiel durch Kleinigkeiten immer drehen. So haben wir gesehen, dass wir gegen einen Bundesligisten 60 Minuten konzentriert sein und jede Chance nutzen müssen.“

 

Dirk Leun: „Wir waren am Anfang nicht mutig genug, um aus der Distanz zu werfen. Buchholz hat sehr tief gestanden und wir haben die Lösungen über den Kreis gesucht. Wir sind dann mutiger geworden und unser Tempospiel wurde auch besser. Zudem haben wir in der Abwehr stabiler gestanden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Unsere starken Phasen müssen wir jetzt mit in die Bundesliga nehmen.“

 

Maike Schirmer: „Wir hatten zu Beginn zu viele technische Fehler und Fehlpässe. Dabei waren wir in der zweiten Welle immer in der Überzahl und müssen es besser ausspielen. Wir haben dann unsere Sicherheit wiedergefunden. Am Ende freu ich mich, dass wir eine Runde weiter sind und es ist gut, dass wir nicht nur knapp gewonnen haben. In den kommenden Spielen müssen wir jetzt konstanter werden.“

 

HL Buchholz 08-Rosengarten: Vogel, Sandmann, Filter – Schulz (3), Land (2), Schultze (2), Nicolai (2), Lamp (5/1), Herbst, Schneider, Axmann, Hauf, Borutta (1), Puls (4).

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter, Gronemann – Luschnat (1), Fischer (9/2), Düvel, Haurum, Dölle (2), Schirmer (6), Oldenburg (7), Lott (1), Kaiser (2), L.Prior, Staal (1).

 

Zeitstrafen: 1:1.

 

Zuschauer: 680

 

Die Pokalauslosung für das Achtelfinale findet am kommenden Mittwoch nach dem Bundesliga-Spiel des amtierenden Pokalsiegers VfL Oldenburg gegen den deutschen Meister Thüringer HC statt.