Buxtehuder SV dreht Spiel gegen “Werkselfen”

Der Buxtehuder SV hat das Jahr 2018 mit einem versöhnlichen Ende abgeschlossen. Gegen Bayer Leverkusen lag die Mannschaft zur Pause mit 12:15 zurück. Im zweiten Durchgang drehte der BSV in der ausverkauften Halle Nord die Partie und siegte deutlich mit 29:24.

 

Zu Beginn deutete wenig auf einen Erfolg des BSV. Leverkusen nutzte seine ersten fünf Angriffe ohne wirkliche Gegenwehr und führte nach sieben Minuten 5:2. Buxtehudes Trainer Dirk Leun nahm bereits die erste Auszeit. Anschließend kam Buxtehude etwas ins Spiel. Nach zehn Minuten erzielte Jessicha Oldenburg beim 4:7 bereits ihren dritten Treffer.

 

Auch in der Deckung gab es erste Erfolgserlebnisse. Die eingewechselte Lea Rühter parierte zweimal und weckte die Defensive des BSV auf. Verkürzen konnten die Gastgeberinnen allerdings nicht, da der Angriff noch nicht ins Rollen kam. Die in der Saison bisher starke Annika Lott erwischte ausgerechnet gegen ihren Ex-Club keinen guten Tag und wies lediglich zwei Fehlwürfe vor. Kurz vor der Pause dann doch ein Hoffnungsschimmer. Beim 12:15 bekam der BSV nochmal den Ball. Allerdings wurde Jessica Oldenburg von Leverkusens Zivile Jurgutyte gefoult. Die Spielerin der “Werkselfen” erhielt zwei Minuten.

 

Mit der Überzahl startete Buxtehude in den zweiten Durchgang. Angetrieben von den 1300 Zuschauer in der “Hölle Nord” und angeführt von Spielmacherin Lisa Prior kämpfte sich der BSV zurück ins Spiel.  In der 39. Minute stellte Lone Fischer den 17:18-Anschluss her. Zuvor hatte sie einen Pass der Gäste abgefangen und lief frei auf Torhüterin Vanessa Fehr zu.

 

Zunächst konnte Leverkusen den knappen Vorsprung behaupten. Erst scheiterte Schirmer an Fehr und anschließend blieb die Torhüterin Sieger gegen Lone Fischer. Doch Buxtehude ließ nicht locker. In der 45. Minute war es dann soweit. Jessica Oldenburg glich zum 20:20 aus und wenige Sekunden später erzielte Lisa Prior mit einem ihrer sechs verwandelten Siebenmeter die erstmalige Führung für die Gastgeberinnen. Zuvor hatte die ehemalige BSV-Spielerin Aimée von Pereira einen Gegenstoß unfair gestoppt und eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhalten.

 

Mit der Führung im Rücken ließ sich Buxtehude jedoch nicht mehr stoppen. Drei Tore von Oldenburg sowie drei weitere von der Spielerin des Tages Lisa Prior und einer von Maike Schirmer sorgten beim 28:23 für die Entscheidung. Den Schlusspunkt zum 29:24 setzte Lone Fischer.

 

Mit dem Sieg behauptete Buxtehude den siebten Platz und vergrößert den Abstand zu den Abstiegsrängen.

 

Robert Nijdam, Trainer Bayer Leverkusen: “Ich habe zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der erste Halbzeit hatten wir Buxtehude im Griff. In der zweiten Halbzeit haben wir die Angriffe zu schnell abgeschlossen. Außerdem haben wir vermehrt nach innen als nach außen gespielt.”

 

Dirk Leun, Trainer Buxtehuder SV: “In der ersten Halbzeit war Leverkusen die bessere Mannschaft. Wir haben ohne Deckung gespielt und waren immer einen Schritt zu spät. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass nichts passiert ist. Die Mädels haben dann mit Lea im Rücken gefightet. Wir sind den überzeugenden Weg aus Göppingen weitergegangen und hoffen, dass es jetzt eine Trendwende ist.”

 

Lisa Prior, Spielerin des Tages: “In der Halbzeit fiel es mir schwer, an einen Sieg zu glauben, weil vieles nicht gelungen ist. Die zweite Halbzeit war richtig geil und möchten wir eigentlich immer haben. Das wir das Spiel so drehen, war schon überraschend.”

 

Isabell Klein, langjährige BSV-Spielerin: “Es war eine tolle Stimmung in der Halle. Es ist immer wieder wie nach Hause kommen. Das Team hatte zwar anfängliche Schwierigkeiten, da es keinen Zugriff hatte, aber in der Halbzeit habe ich auf einen Drei-Tore-Sieg gesetzt. Es ist eine junge Mannschaft mit Zukunft.”

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter, Gronemann – Luschnat, Fischer (4), Düvel (1), Haurum, Dölle (1), Gubernatis (1), Schirmer (3), Oldenburg (8), Lott (1), Kaiser (1), L.Prior (9/6), Staal.

 

Bayer Leverkusen: Fehr, Kurzke – Jurgutyte (4), Zschocke (6/3), Potocki (2), Souza, Kämpf (3), Bruggeman, Hodel, Berndt, Berger (3), Joanna Rode (1), von Pereira (1), Jennifer Rode (4), E.Rode.

 

Schiedsrichter: Martin Thöne, Marijo Zupanovic

 

Zeitstrafen: Düvel – Jurgutyte, Potocki, von Pereira

 

Zuschauer: 1300 (ausverkauft)