35:18 – Buxtehude meldet sich mit Kantersieg über Aufsteiger zurück

Der Buxtehuder SV hat sich eindrucksvoll aus der dreiwöchigen Spielpause zurückgemeldet. Gegen den Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union setzten sich die Norddeutschen deutlich mit 35:18 (20:11) durch. Nach ausgeglichener Anfangsphase (10:10, 20.) legte der BSV mit einem 10:1-Lauf in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs den Grundstein für den am Ende in der Höhe auch verdienten Erfolg. Kapitänin Antje Lenz feierte vor 1200 Zuschauern in der Halle Nord ein erfolgreiches Comeback, beste Werferin der Gastgeberinnen war Jessica Oldenburg mit 9 Treffern. Für die Gäste traf Hannah Breitinger fünf Mal.

 

Die Partie begann der Tabellensituation entsprechend ausgeglichen. Die ersten Minuten  gehörten den Gästen aus Neckarsulm (1:3, 4.), die von der treffsicheren Maike Daniels angetrieben mutig auftraten. Erst nach und nach fand die Mannschaft von Trainer Dirk Leun besser ins Spiel und Nationalspielerin Lone Fischer brachte ihre Mannschaft mit drei Toren heran (4:5, 9.). Während der BSV im Angriff nun besser kombinierte und immer wieder aus dem Tempospiel heraus traf, agierte die Leun-Sieben in der Deckung weiterhin zu passiv.

 

Beim Stand von 9:9 nahm BSV-Trainer Dirk Leun in der 17. Minute und brachte  mit Jessica Oldenburg, Lisa Prior und Isabell Kaiser gleich drei frische Kräfte. Mit drei Rechtshänderinnen im Rückraum – Emily Bölk war geblieben – brauchte der BSV einige Angriffe, um die richtige Abstimmung zu finden. Da aber auch die bis dahin starken Gäste diese Phase nicht für sich nutzen konnte, blieb die Partie bis zum 10:10 (21.) ausgeglichen. Dann aber vielmehr spielte sich der BSV in einen Rausch und setze sich bis zur 26. Minute auf 16:10 ab. Nur einen Gegentreffer ließ die Abwehr der Gastgeberinnen mit einer immer stärker werdenden Julia Gronemann noch zu, ehe Lone Fischer und Jessica Oldenburg jeweils mit einem Doppelschlag den 20:11 Halbzeitstand herstellten.

 

In die zweite Halbzeit startete der Buxtehuder SV unverändert – sowohl von der Aufstellung als auch von der Spielweise. Beweglich und aufmerksam in der Defensive und zielorientiert in der Offensive. Folgerichtig bauten die Norddeutschen ihren Vorsprung ganz zur Freude der begeisterten Zuschauer in der Halle Nord auf elf Tore aus (24:13, 41.). Trainer Dirk Leun tauschte die Außenpositionen durch, Michelle Goos und Maike Schirmer kamen ins Spiel und die Niederländerin bedankte sich gleich mit zwei blitzsauberen Treffern zum 25:14 und 28:15 (45.).

 

In der 46. Spielminute war es so weit, Julia Gronemann verließ das Feld und Kapitänin Antje Lenz feierte nach siebenwöchiger Verletzungspause (Bandscheibenvorfall) ihr Comeback im BSV-Tor. Nachdem sie bei zwei Würfen und einem Siebenmeter bereits haarscharf am Ball dran war, gelangen ihr bis zum Spielende noch vier Paraden.

 

Buxtehude ließ auch in der Schlussviertelstunde nicht nach, sondern zeigte sich weiterhin in großartiger Spiellaune.  Nachdem Maike Schirmer in der 56. Minute zum 33:18 getroffen hatte, fanden sich nahezu alle BSV-Spielerinnen in die Torschützenliste eingetragen. Den Schlusspunkt dieser unterhaltsamen Partie setzte erneut Maike Schirmer mit ihrem Treffer zum 35:18-Endstand.

 

Statistik:

 

BSV: Lenz, Gronemann 1; Meyer, Fischer 5/1, Gubernatis 5, Knippenborg 2, Schirmer 2, Oldenburg 9, Bölk 5, Goos 2, Kaiser 2, Hayn 2, Prior.

NSU: Milenkovic, Rüttinger; Kalmbach, Hoffmann 4, Breitinger 5/2, Gerber, Fischer 1, Tissekker, Daniels 4, Ahlin 2, Ineichen 2, Vlahovic, Galinska, Vojtiskova.

 

Stimmen:

 

Dirk Leun, BSV: „Wir haben heute ein klasse Spiel gemacht und können sehr zufrieden sein. Nachdem wir uns bis zum 10:10 sehr schwer getan haben, ist es uns gelungen, genau dann eiskalt zuzuschlagen, als der Gegner nachgelassen hat. Der heutige Sieg ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft, unser in der Breite starke Kader war sicher mit ausschlaggebend. Diesen positiven Schwung wollen wir in die Spiele bis zur EM-Pause mitnehmen, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich zu gestalten.“

 

Emir Hadzimuhamedovic, NSU: „Kompliment und Glückwunsch an den Buxtehuder SV zum Sieg, der auch in der Höhe verdient ist. Wir haben das Spiel heute nicht in sechzig, sondern in den zehn Minuten vor der Pause verloren. In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft dennoch tapfer gekämpft und wir werden auch auch dieser Partie etwas mitnehmen.“