Deutscher Pokalsieger 2015, 2017
EHF-Challenge-Cup-Sieger 2010
Euro-City-Cup-Sieger 1994

BSV unterliegt Bietigheim trotz guter Leistung

Fotos: Dieter Lange

Der Buxtehuder SV hat das Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim trotz guter Leistung verloren. Gegen den Tabellenzweiten stand am Ende ein 24:29 auf der Anzeigetafel. Bereits am Mittwoch hat der BSV die Chance auf Pleite vergessen zu machen. Ab 19 Uhr ist das Team im Nachholspiel beim Schlusslicht Kurpfalz Bären Ketsch zu Gast.

Nach der zuletzt schwachen Leistung gegen Göppingen zeigte der BSV von Beginn ein anderes Gesicht gegen die SG BBM Bietigheim. Den ersten Treffer der Partie erzielte die genesene Lone Fischer, die mit ihrem 291. Bundesliga-Spiel für den BSV zu Rekordspielerin Melanie Schliecker aufschloss. Die Linksaußen kam jedoch lediglich für drei Siebenmeter auf das Feld. Dank einer starken Deckungsarbeit und einer überragenden Katharina Filter, die mit 17 Paraden zur BSV-Spielerin des Tages gekürt wurde, führte der BSV nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit 9:5. Zum Vergleich: Bietigheims Torfrauen Valentyna Salamakha und Rena Keller wehrten jeweils nur vier Bälle im gesamten Spiel ab.

In den letzten zehn Minuten vor der Pause fand Bietigheim besser ins Spiel. Nachdem Paula Prior zum 12:10 für den BSV traf, legten die Gäste einen Gang zu. In der Abwehr bekam die SG mehr Zugriff und eroberten mehrere Bälle. Mithilfe mehrerer Tempogenestöße über Trine Østergaard drehten die Bietigheimerinnen die Partie bis zur Pause mit einem 5:0-Lauf zum 15:12. Rechtsaußen Østergaard erzielte alle ihre sieben Tore im ersten Abschnitt und wurde zur SG-Spielerin des Tages gekürt. Buxtehude hingegen blieb fast neun Minuten ohne Torerfolg.

Nach dem Seitenwechsel verlief das Spiel ausgeglichen. Buxtehude konnte nicht ernsthaft verkürzen, aber auch Bietigheim konnte sich nicht weiter absetzen. Das 16:18 von Liv Süchting sollte allerdings der letztmalige Anschluss des Abends gewesen sein. Die Gastgeberinnen mussten dem hohen Tempo besonders offensiv Tribut zollen. Die Fehlerquote im Spielaufbau und beim Torwurf erhöhten sich.

Diese Schwächephase nutzten die Bietigheimerinnen. Mit einem 7:0-Lauf zwischen der 43. und 50. Minute baute der Tabellenzweite seine Führung aus. Beim 16:25 war die Partie zehn Minuten vor dem Ende entschieden. Trotz des Neun-Tore-Rückstandes brach der BSV nicht ein. Es wurde um jeden Ball gekämpft. 100 Sekunden vor der Schlusssirene war der Rückstand wieder auf die drei Tore aus dem ersten Durchgang reduziert. Teresa von Prittwitz erzielte das 24:27.

Es sollte der letzte Treffer der Gastgeberinnen sein. Der Schlusspunkt war Bietigheims Amelie Berger vorbehalten. Die deutsche Nationalspielerinnen markierte Sekunden vor dem Ende den 29:24-Endstand. Zwar war das Ergebnis aus BSV-Sicht schlecht, doch mit der Leistung kann das Team zufrieden sein und zuversichtlich in die vier ausstehenden Bundesliga-Partien gehen.

 

Markus Gaugisch, Trainer SG BBM Bietigheim: „Ein langer Tag geht für uns zu Ende. Wir haben in der ersten Halbzeit viele Chancen herausgespielt, sind aber immer wieder an Kathi Filter gescheitert. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir ein Haufen Chancen herausgespielt, waren dann aber nicht konsequent genug, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Buxtehude hat uns vor viele Aufgaben gestellt, hat uns Bälle geklaut und ihr Tempospiel durchgedrückt. Von daher war es ein gutes Spiel und für uns eine schwere Aufgabe. Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte haben.“

BSV-Trainer Dirk Leun: „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat gerade in der Abwehrarbeit eine klare Reaktion gezeigt. Das hat mir sehr gut gefallen, wie wir alle hellwach in der Deckung waren. Wir haben viele Ballgewinnen generieren können und haben auch einige technische Fehler beim Gegner provoziert. Das war aktiv und richtig gut. Es ist schade, dass wir in der zweiten Halbzeit dem hohen Tempo geschuldet eine hohe Fehlerquote im Vorwärtsgang hatten und nicht mehr so effektiv abgeschlossen haben. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie sich nicht von dem Neun-Tore-Rückstand unterkriegen lassen hat und mutig weitergespielt hat. Für uns ist das Ergebnis in Ordnung. Ich habe viel Positives gesehen und bin zuversichtlich, dass wir am Mittwoch die Aufgabe in Ketsch für erfolgreich lösen können.“

Katharina Filter, BSV-Spielerin des Tages: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben phasenweise richtig gut mitgehalten. Wir hatten Phasen, da hat Bietigheim mehrere Angriffe kein Tor geworfen. Wir haben in der Abwehr zusammengeackert und im Angriff gute Aktionen gehabt. Bietigheim ist eine Top-Mannschaft. Die haben internationale Erfahrung, die fehlt uns noch. Da haben sich bei uns mehr technische Fehler eingeschlichen.“

 

Die Statistik zum Spiel:

Spielfilm: 3:3 (6. Minute), 6:3 (9.), 9:5 (16.), 12:10 (22.), 12:15 (Halbzeit), 16:18 (42.), 16:25 (50.), 24:27 (59.), 24:29 (Endstand)

Buxtehuder SV: Schädlich, Filter – Süchting 4, Heldmann 1, Kock, Fischer 3/3, Dölle, Scherer 1, Ossenkopp 4, Probst, Schneider 4, Prior 3, von Prittwitz 4, Golla

SG BBM Bietigheim: Keller, Salamakha – Berger 4, Lauenroth 4, Loerper 1, Schulze 1, Kudlacz-Gloc 3, Naidzinavicius 4/4, Patorra 1, Reimer, Smits 2, Snelder 2, Østergaard 7, Maidhof

Siebenmeter: BSV 3/3 (Fischer 3/3) – BBM 4/4 (Naidzinavicius 4/4)

Zeitstrafen: BSV 1 (Heldmann) – BBM 3 (Schulze 2, Kudlacz-Gloc)

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Pieper

Zuschauer: 0 (coronabedingt keine zugelassen)

Nächstes Spiel: Kurpfalz Bären Ketsch – Buxtehuder SV (Mittwoch, 5. Mai, 19 Uhr)

 

Aktuelle Beiträge der Bundesliga Frauen

Loading...