BSV siegt im ersten Testspiel 30:28 gegen China

Im ersten Test der Vorbereitung hat der Buxtehuder SV in einem munteren Spiel mit 30:28 (15:12) gegen die chinesische Nationalmannschaft gewonnen. Beim BSV fügten sich die Neuzugänge gut in die Mannschaft ein und ließen ihr können an einigen Stellen aufblitzen. Überragende Akteurin auf dem Feld war jedoch Chinas Liu Xiaomei mit insgesamt zwölf Toren.

 

BSV-Trainerin Heike Axmann ließ vor rund 200 Zuschauern in der Halle Süd zunächst die bekannten Gesichter auflaufen. Angetrieben von zwei starken Außenspielerinnen, Maike Schirmer und Lone Fischer, setzte sich der Gastgeber bis zur zwölften auf 8:3 ab. Nach einer Auszeit von China wechselte Axmann nach und nach die Neuzugänge Mieke Düvel, Malene Staal, Isabelle Dölle und Melissa Luschnat ein. Durch die noch ungewohnten Nebenspielerinnen merkte man dem BSV Abstimmungsprobleme an. Die Gäste aus Asien kamen hingegen besser ins Spiel und verkürzten fünf Minuten vor der Pause durch Qiao Ru zum 11:12. Zwei weitere Fischer Tore und ein Treffer von Lisa Prior sorgten für einen drei Tore Vorsprung zur Pause. Mit 15:12 ging es in die Kabine.

 

Die zweite Hälfte fing nicht gut an für den BSV. Zunächst scheiterte Lone Fischer per Siebenmeter an Torfrau Wang Haiye, dann verkürzten die Gäste mit einem sehenswerten Gegenstoß durch Li Xiaoqing auf 14:15. Wenige Sekunden später gelang Zhao Jiaqin der erstmalige Ausgleich. Der Bundesligist fand wiederum eine Antwort mit seinem schönsten Treffer. Neuzugang Isabelle Dölle spielte mit einem Pass hinter dem Rücken Maike Schirmer frei, die den Ball gefühlvoll zum 18:16 über Wang Haiye hob.

 

Allerdings gaben sich die Chinesinnen, die ihr drittes Spiel in drei Tagen absolvierten, nicht geschlagen. Mehrmals glichen sie den Rückstand aus. Nachdem Wang Haiye einen Wurf aus dem Rückraum parierte, hatte die Gäste die Möglichkeit sich zum ersten Mal in Front zu bringen. Zhang Haixia schloss den Angriff erfolgreich ab. China führte 23:22 (48.). Mit der Führung im Rücken schienen dem Team von Jörn-Uwe Lommel, ehemaliger Co-Trainer vom THW Kiel und die Mannschaft seit einigen Monaten trainiert, allmählich die Kräfte auszugehen. Buxtehude hingegen drehte nochmal einen Gang höher und drehte die Partie auch dank zwei Treffer von Melissa Luschnat auf 28:25. In den Schlussminuten erhielten beide Teams jeweils noch einen Siebenmeter zugesprochen. Zunächst verwandelte Cassandra Nanfack zum 30:27. Den Schlusspunkt des Abends markierte Chinas Liu Xiaomei mit ihrem zwölften Treffer, sechs davon per Siebenmeter.

In diesem abwechslungsreichen Spiel hätten noch mehr Tore fallen könnenn. Allerdings zeigten auch die BSV-Torfrauen Antje Peveling und Julia Gronemann mit zusammen 14 Paraden und Chinas Wang Haiye mit neun Paraden eine gute Leistung.

 

Jörn-Uwe Lommel: “Wir sind dankbar, dass der BSV zu so einem Zeitpunkt in der Vorbereitung gegen uns gespielt hat. Ich habe ein super Handballspiel gesehen. Wenn wir nicht ein totales Blackout in der Phase als wir geführt haben bekommen hätten, hätten wir das Spiel auch gewinnen können. Das hat uns das Genick gebrochen. Unser langfristiges Ziel ist allerdings die Olympiaqualifikation und da haben die Spielerinnen bereits einen Riesensprung gemacht. Ich versuchen ihnen den Glauben zu geben, jedes Spiel gewinnen zu können.”

 

Antje Peveling: “Es war wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das gibt ein gutes Gefühl. Es waren schon einige gute Aktionen dabei. Allerdings gibt es bei den Zugängen noch einige Abstimmungsprobleme. Das braucht Zeit, immerhin haben wir erst ein paar Einheiten mit ihnen zusammen gehabt.”

 

Buxtehuder SV: Peveling, Gronemann – Pauschert, Geist, Nanfack (2/1), Luschnat (2), Fischer (5), Düvel (2), Haurum (1), Dölle (1), Gubernatis (3), Schirmer (5), Oldenburg (1), Kaiser (2), L.Prior (4/3), Staal (2).

China: Wang Haiye – Lin Yanqqun, Zhang Haixia (3), Li Xiaoqing (1), Qiao Ru (1), Wu Nana, Yu Yuanyuan (3), Si Wen, Liu Xiaomei (12/6), Sha Zhengwen (3), Shi Ziwei, Yang Yurou, Wu Yin, Wang Ru, Yang Jiao (3), Zhao Jiaqin (2), Li Yao, Zhang Tingting, Lan Xiaoling, Wang Shuhui.