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BSV bindet Süchting und Antl, Schneider muss aufhören

Die personelle Planung für die kommende Saison geht beim Buxtehuder SV voran. Mit Liv Süchting und Lisa Antl bindet der Verein zwei Spielerinnen, die in den vergangenen Wochen ihre Bedeutung für das Team bewiesen haben. Wer in der nächsten Saison neben Antl am Kreis spielen wird ist noch unklar, da Lynn Schneider wegen anhaltender Kniebeschwerden dem Leistungssport den Rücken kehren muss. Aktuell muss der BSV jetzt schon auf sie verzichten, da Schneider sich im Spiel gegen Metzingen den Ringfinger gebrochen hat.

Gerade erst wieder bei der knappen 31:33-Niederlage in Metzingen zeigten Liv Süchting und Lisa Antl, wie wichtig sie aktuell für den BSV sind. Jeweils fünf Treffer steuerten sie bei. Umso erfreulicher ist es, dass beide ihren Vertrag bis 2022 verlängert haben.

Süchting kam 2018 von der HSG Nienburg zum BSV. In der A-Jugend-Bundesliga und dem Juniorenteam avancierte die Rückraumspielerin schnell zur Leistungsträgerin. Im Sommer 2019 rückte sie daher in den Bundesliga-Kader auf. Gerade als sich die 20-Jährige an die 1. Bundesliga gewöhnt hatte, zog sie sich beim Auswärtsspiel beim Thüringer HC einen Kreuzbandriss zu. Sie kämpfte sich zurück. Seit dieser Saison bildet sie mit Annika Lott den Mittelblock. Aber auch offensiv stellt sie ihre Qualitäten unter Beweis. In 21 Bundesliga-Spielen erzielte sie 13 Treffer. „Für mich war die Vertragsverlängerung eigentlich klare Sache. Wenn der Verein mit mir weitermachen möchte, dann will ich das auch“, sagt Süchting, „Buxtehude ist inzwischen mein Zuhause geworden, ich habe meine Familie und Freunde in Reichweite und mein Studium in Hamburg. Die junge Mannschaft macht Spaß, auch wenn es immer wieder Höhen und Tiefen gibt, aber gerade dadurch lerne ich dazu und werde besser. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Dirk mir Vertrauen und Geduld schenkt und genau das kann ich an meinem aktuellen Entwicklungspunkt gut gebrauchen.“

Auch Trainer Dirk Leun freut sich über den Verbleib: „Liv hat in der vergangenen Saison den großen Sprung von Liga 3 in die Bundesliga gemacht und wurde durch ihre schwere Knieverletzung vorübergehend heftig ausgebremst. Sie hat sich aber vorbildlich mit viel harter Arbeit zurückgekämpft und ist vor allem in der Abwehr schon zu einer festen Größe geworden. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Liv und hoffe, ihre Entwicklung weiter in eine positive Richtung lenken zu können.“

Einen enormen Sprung in dieser Saison hat auch Lisa Antl am Kreis gemacht. Nach einer schwierigen ersten Saison erhält die 20-Jährige immer mehr Spielanteile. In 33 Bundesliga-Spielen erzielte sie 46 Tore, davon 45 in der laufenden Saison. Zuletzt durfte sie sich über eine Einladung zum Regionallehrgang der Nationalmannschaft. Der BSV freut sich, Antl auch weiterhin im Team zu haben. „In Buxtehude stimmen alle Bedingungen. Da muss ich ein Lob auch an die Fans und die Umgebung aussprechen. Ich fühle mich wohl im Norden“, sagt Antl, die gebürtig aus Ingolstadt kommt, „Ich sehe hier die Chance, mich weiterzuentwickeln und Fuß in der 1. Bundesliga zu fassen.“

Auch Leun ist erfreut über die Entwicklung von Antl: „Lisa hat sich mit sehr viel Trainingsfleiß zu einer festen Größe im Team entwickelt. Sie hat sich in vielen Bereichen kontinuierlich verbessert und besitzt noch eine Menge Entwicklungspotential. Daher freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr.“

Allerdings muss sich Lisa Antl auf eine neue Partnerin am Kreis einstellen. Denn ihre bisherige Positionskollegin Lynn Schneider wird den Verein im Sommer verlassen. „Ich kämpfe seit mehr als einem Jahr mit Schmerzen in meinem Knie und es ist leider nach etlichen unterschiedlichen Behandlungen keine Besserung in Sicht. Dadurch, dass ich kein Training ohne Schmerzen absolvieren kann, musste ich die Entscheidung treffen, mit dem Leistungssport aufzuhören“, begründet Schneider ihre Entscheidung, „diese Entscheidung ist mir natürlich sehr schwer gefallen. Es ist jedoch notwendig, um wieder schmerzfrei zu werden und meinem Knie die nötige Zeit und Ruhe zu geben.“

Schneider spielte von 2012 bis 2016 in der Jugend des BSV und debütierte auch in der 1. Bundesliga. Nach drei Jahren beim Kooperationspartner HL Buchholz 08-Rosengarten kehrte sie zum BSV zurück. Sie war ein wichtiger Bestandsteil des Teams, übernahm unter anderem Verantwortung bei den Siebenmetern. In 57 Bundesliga-Spielen für den BSV traf sie 108-mal, davon 37 Siebenmeter.

„Es ist schade, aber auch aufgrund ihrer anhaltenden Knieprobleme vernünftig, dass Lynn ihre Karriere erst einmal unterbricht. Ihr großes Kämpferherz und ihr vorbildlicher Einsatz werden der Mannschaft fehlen“, betont Dirk Leun.

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