BSV besiegt die “Flames” zum Bundesliga-Start 31:25

Der Buxtehuder SV ist mit einem deutlichen 31:25 (16:14) über die HSG Bensheim/Auerbach in die Saison gestartet. Die besondere Zahl des Tages war dabei die 30. Für BSV war es der Start in die 30. Bundesliga-Saison und BSV-Spielerin des Tages Lone Fischer feierte mit neun Toren ihren 30. Geburtstag.

 

Zu Beginn hatte es vor 1.007 Zuschauern in der Halle Nord nicht nach einem deutlichen Sieg für die Gastgeberinnen ausgeschaut. Im Angriff fiel dem BSV zunächst wenig ein, sodass Bensheim in den Anfangsminuten den Ton angab und nach sechs Minuten 3:1 führte. Ein Doppelschlag von Maike Schirmer und Lone Fischer innerhalb von 16 Sekunden weckte das Team auf. Buxtehude kam besser in das Spiel, konnte sich aber nicht absetzen. Ständige Führungswechsel bis zum 13:13 nach 25 Minuten waren die Folge.

 

Vier Minuten vor der Halbzeit war es erneut Lone Fischer die ihr Team mit 14:13 in Front brachte. Diese Führung sollte der BSV bis zum Spielende nicht mehr abgeben, auch weil Annika Lott bei ihrem Bundesliga-Debüt direkt zwei Tore zum 16:13 nachlegte. Lott zeigte sich genau wie Isabelle Dölle in ihrem ersten Bundesliga-Spiel unaufgeregt. Beide wussten zu überzeugen.

 

Nach der Pause überzeugte aber auch die restliche BSV-Mannschaft. In den zehn Minuten nach dem Seitenwechsel kassierte das Team lediglich einen Gegentreffer. Allerdings verpasste der Vorjahresdritte in dieser Phase die Vorentscheidung, da viele leichte Ballgewinne im Angriff fahrlässig ausgespielt worden sind. Dennoch lag der BSV mit 20:15 vorn.

 

Beim 24:17 eine Viertelstunde vor dem Ende schien es dann jedoch, als ob der BSV einen mehr als klaren Auftaktsieg einfahren könne. Mit ihrer dritten Auszeit brachte “Flames”-Trainerin Heike Ahlgrimm allerdings eine Wende in das Spiel. Plötzlich gelang den Gastgeberinnen lange zehn Minuten kein Tor. Bensheim verkürzte auf 23:24 und besaß sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Den Gegenstoß unterband BSV-Spielerin Jessica Oldenburg mit einem taktischen Foulspiel. In der daraus resultierenden Unterzahl waren es die überragenden Annika Lott und Lone Fischer die mit ihren Toren zum 26:23 den Sack zu machten. In den Schlussminuten ergab sich die HSG ihrem Schicksal, sodass Buxtehude sich einen klaren 31:25-Sieg herauswerfen konnte.

 

Dirk Leun: “Wir hatten zu Beginn Probleme, unseren Rhythmus zu finden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir es dann verpasst aus den Geschenken, die uns Bensheim gemacht hat, mehr zu machen. Als wir mit sieben Toren geführt haben, haben wir dann den Kopf verloren. Ich bin froh, dass wir diese kritische Phase gut überstanden haben und auch die jungen Spielerinnen das Herz in die Hand genommen haben. Das macht mich stolz, auch wenn wir gesehen haben, das einiges noch verbessert werden kann. Ich habe Lust, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.”

 

Heike Ahlgrimm: “Wir wollten, dass sich Buxtehude die Punkte erkämpfen muss. Das haben wir geschafft. Nach der Pause haben wir den Kopf verloren, da müssen wir analysieren, was passiert ist und daraus lernen. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt und ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Moral die nötigen Punkte sammeln werden, um nächste Saison wieder hier in Buxtehude zu spielen.”

 

Lone Fischer, Spielerin des Tages und Geburtstagskind: “Trotz meines 30. Geburtstags war es ein Spiel wie jedes andere. Ich bin glücklich, dass mir die Mannschaft so ein schönes Geschenk gemacht hat. Wir hatten Höhen und Tiefen in dem Spiel, allerdings haben wir uns da wieder rausgerissen. Am Anfang hatten wir Probleme in der Abwehr. Im Angriff konnten wir dann viele leichte Tore werfen. Auch die jungen Spielerinnen wie Isabelle Dölle und Annika Lott haben ihre Sache sehr gut gemacht.”

 

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter – Luschnat, Fischer (9), Düvel, Haurum (3), Dölle (2), Gubernatis, Schirmer (3), Oldenburg (4), Lott (6), Kaiser (2), L.Prior (2/2), Staal.

 

HSG Bensheim/Auerbach: Kockler (1), Breinich – A.Hiekstra (3), Schmele (9/4), Ettaqi, Halilovic, Thomas (1), Logdanidou, S.Hoekstra (1), Friedberger, Freriks (5), van Gulik (2), Maidhof (2), Sobiech (1).

 

Zeitstrafen: 3:4

 

Zuschauer: 1.007