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BSV-A-Jugend unterliegt Leipzig im Halbfinale

Foto: Felix Schlikis

Die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV hat das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den HC Leipzig mit 16:27 (7:12) verloren und spielt beim Final Four am morgigen Sonntag um 11 Uhr das gegen Bietigheim kleine Finale um Platz 3 (live auf sportdeutschland.tv).

Mit dem Sieg wurde der HC Leipzig seiner Favoritenrolle gerecht, die Mannschaft von Trainerin Heike Axmann lieferte lange Zeit einen großen Kampf und verlor am Ende zwar verdient, aber selbst nach Meinung von HCL-Trainer Steffen Obst um einige Tore zu hoch. In der Halle Brüderstraße in Leipzig herrschte eine tolle Atmosphäre, es waren rund 200 Zuschauer zugelassen, darunter 50 Fans aus Buxtehude.

Im Angriff kamen Mannschaften zunächst schwer ins Spiel, dafür dominierten die Abwehrreihen und beide Teams zeigten sich sehr auch stark im Rückzugsverhalten. Schon der erste Angriff des HCL währte fast drei Minuten, erst nach 10 Minuten fiel das erste Leipziger Tor zum 1:1 Ausgleich. Bis zum 4:4 in der 15. Minute hielt der BSV das Spiel offen, dann konnte sich Leipzig nach und nach absetzen, auch weil Buxtehude drei Mal nur den Pfosten traf und mehrfach nach Zeitstrafen in Unterzahl agieren musste.

Beim Spielstand von 5:11 zwei Minuten vor der Halbzeit legte Trainerin Heike Axmann bereits die zweite Grüne Karte an den Kampfrichtertisch. Mit 7:12 wurden die Seiten gewechselt.

Das Team von Trainerin Heike Axmann gab sich nach der Pause noch lange nicht geschlagen, lieferte auch in der zweiten Halbzeit einen großen Kampf und blieb bis zum 14:18 in der 46. Minute dran. Eine weitere Resultats-Verbesserung gelang dem BSV nicht mehr, auch weil Leipzig in den Duellen 1:1 mehr Zeitstrafen (BSV 5, HCL 3) und Siebenmeter (HCL 6, BSV 2) herausholen konnte.

Dabei zeigte sich, was Trainerin Heike Axmann bereits vor dem Spiel angedeutet hatte. Leipzig kombinierte im Angriff besser, auch weil etliche A-Jugendliche während der Saison Einsatzzeiten im Zweitliga-Team des Vereins und so reichlich Spielpraxis bekommen hatten, während die meisten BSV-Spielerinnen in Corona-Zeiten monatelang nur sehr eingeschränkt in Zweier-Gruppen trainieren durften.

Spätestens in der 52. Minute war das Spiel entschieden, als die mit 5 Toren beste BSV-Torschützin Antonia Pieszkalla nach der dritten Zeitstrafe mit rot vom Feld geschickt wurde. In der Schlussphase wechselten beide Trainer noch durch, der HCL konnte das Ergebnis in den Schlussminuten auf 26:15 ausbauen.

BSV-Trainerin Heike Axmann: „Am Anfang hatten wir eine sehr gute Abwehr, dann haben uns Zeitstrafen ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Vorne waren wir anfangs zu zögerlich. Wir wussten, dass Leipzig der Favorit ist. Wir mussten lange darum kämpfen, um an diesem Wettbewerb teilnehmen zu können und sind sehr froh, überhaupt hier zu sein. Heute haben wir verdient verloren, morgen werden wir mit aller Energie um Bronze kämpfen.“

HCL-Trainer Steffen Obst: „Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich war. Es war für uns lange ein ganz harter Kampf. Das Ergebnis ist am Ende etwas zu hoch.“

Die Buxtehuder Mannschaft – Tor: Hanna Zerlaut, Solveig Dmoch; Jasmina Rühl (2), Mailee Winterberg (1), Amelie Petra Gabriel, Antonia Pieszkalla (5), Lucia Kollmer (2), Nele Nickel (2), Lena Heinemann, Antonia Siebern, Maja Schönefeld (1), Nele Tobaben (1), Larissa Kröpel, Luisa Maria Hinrichs (2/1).

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