Als Buxtehude gegen den “perfekten” Meister gewann

Am Mittwochabend, 20 Uhr, gastiert der Buxtehuder SV bei der SG BBM Bietigheim im Viertelfinale des DHB-Pokals (live bei www.sportdeutschland.tv). Es ist das dritte Aufeinandertreffen der Bundesligisten im DHB-Pokal. Die bisherigen Duelle konnte der BSV beide für sich entscheiden. Besonders das Halbfinale des Final Four 2017 ist den BSV-Fans bis heute in guter Erinnerung. Wir blicken zurück auf 27. Mai 2017 und den Sensationssieg des BSV gegen den damaligen Deutschen Meister.

 

Zehn Tage zuvor hatte der Buxtehuder SV in der Bundesliga mit 29:33 bei der SG BBM Bietigheim verloren. Wenige Tage später beendete die SG die Saison mit einem 33:22 beim Thüringer HC. Bietigheim hatte alle 26 Spiele in der Bundesliga gewonnen und war souverän erstmals Deutscher Meister.

 

Obwohl sich die Top 4 der Bundesliga qualifiziert hatten, war die SG auch beim Final Four der haushohe Favorit. Immerhin hatte das Team von Martin Albertsen auch den Heimvorteil. Der Großteil der 2.377 Fans in der EgeTrans Arena war für die SG und wollte am Ende des Final Four das Double mit der Mannschaft feiern. Ob es an dem selbstauferlegten Druck lag oder ob es die vermeintliche Selbstsicherheit der perfekten Saison im Hinterkopf war, lässt sich nach dem Spiel nur erahnen. Jedenfalls trauten die Zuschauer ihren Augen nicht.

 

Es entwickelte sich ein völlig unerwarteter Spielverlauf. Während der Buxtehuder SV mit einer überragenden Antje Lenz (heute Peveling) ein Feuerwerk abbrannte, gelang dem Favoriten nichts. Nach 17 Minuten führte der Außenseiter und Bundesligavierte mit 9:1. Bietigheim Trainer Martin Albersten nahm bereits zwei seiner Auszeiten. Bis zur Pause verkürzte die SG auf 7:12.

In der Halle rechneten die meisten mit einer Aufholjagd im zweiten Durchgang. Doch Buxtehude spielte weiterhin groß auf. Antje Lenz vernagelte ihr Tor und im Angriff war das Team aus allen Lagen gefährlich. Am Ende jubelte der BSV über einen unerwartet deutlichen 30:22-Erfolg und zog damit in das Finale ein.

 

Die Krönung des Sensationssieges erfolgte einen Tag später, als die Mannschaft von Trainer Dirk Leun mit 24:23 gegen die TuS Metzingen gewann und den zweiten Pokaltriumph der Vereinsgeschichte nach 2015 sicherte. Abgerundet wurde der Erfolg durch die persönlichen Ehrungen der Spielerinnen. Antje Lenz wurde beste Torhüterin und beste Spielerin des Final Four und Friederike Gubernatis war mit zehn Toren die beste Torschützin.

 

Aufstellung und Tore im Halbfinale gegen Bietigheim 30:22 (12:7):

 

Buxtehuder SV: Lenz, Rüther, Gronemann – Meyer (5), Fischer (6/2), Nijboer, Gubernatis (4/3), Knippenborg (2), Schirmer, Oldenburg (3), Bölk (4), Goos, Kaiser (1), Hayn (3), L.Prior (2).

 

SG BBM Bietigheim: Roch, Salamakha, Wester – Biltoft, Visser (1), Lauenroth (1), Mack, N.Müller (1), Smeets (4), Schulze, Baun Eriksen, Naidzinavicius (9/6), Hundahl (3), Woller, S.Müller (1), Malestien (2).

 

Pokalhistorie Buxtehuder SV gegen SG BBM Bietigheim:

 

27.Mai 2017, Halbfinale in Bietigheim:

SG BBM Bietigheim – Buxtehuder SV 22:30 (7:12)

 

26. Januar 2014, Viertelfinale in Buxtehude:

Buxtehuder SV – SG BBM Bietigheim 32:27 (10:4)