A-Jugend unterliegt HC Leipzig deutlich

Im Viertelfinal-Hinspiel vor 290 Zuschauern in der Halle Nord unterlag die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV dem HC Leipzig deutlich mit 22:36. Im Rückspiel am kommenden Samstag braucht die Mannschaft ein Wunder, um doch noch zum siebten Mal in Folge in das Final Four um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

 

Zu Beginn deutete sich ein ausgeglichenes Spiel an. Nach acht Minuten stand es 4:4. Beide Teams waren zweimal per Siebenmeter erfolgreich. In der Folge setzten die Gäste auch spielerische Akzente, während der BSV Mühe hatte sich klare Torchancen zu erspielen. Häufig wurde der entscheidende Pass vom HCL abgefangen und mit einem Tempogegenstoß bestraft. Nach dem 6:10 nach 15 Minuten nahm Trainerin Heike Axmann die erste Auszeit.

 

Daduch wurde der Spielrhythmus der Gäste für einige Minuten unterbrochen, jedoch konnte der BSV dies nicht nutzen, um zu verkürzen. Stattdessen spielte Buxtehude hektisch im Angriff und leistete sich mehrere Fehlpässe und technische Fehler. Leipzig bestrafte die Nachlässigkeiten eiskalt. Zur Pause führten die favorisierten Gäste schon deutlich mit 19:12.

 

Im zweiten Spielabschnitt gelang es dem BSV nicht den Rückstand zu verkürzen. Im Gegenteil: Leipzig baute seine Führung angeführt von Julia Weise (zehn Tore) und der Tochter des ehemaligen Nationalspielers Stefan Kretschmar Lucie-Marie (neun Tore) kontinuierlich ab. In der 42. Minute traf Weise per Siebenmeter zum 27:17 – die erste Zehn-Tore-Führung.

 

Buxtehude kämpfte in der Schlussphase um eine bessere Ausgangslage für das Rückspiel. Doch im Angriff tat sich das Team schwer und musste für jeden Treffer hart arbeiten. Die Gäste gingen hingegen ohne große Probleme durch die Deckung des BSV. Beinahe jeder Angriff wurde mit einem Torerfolg abgeschlossen. Nach dem Schlusspfiff freute sich der HCL mit seinen rund 20 mitgereisten Fans über das 36:22 und der guten Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Samstag.

 

BSV-Trainer Jonathan Pape: “Uns hat im Angriff die Cleverness gefehlt. Den Spielerinnen ist es in diesem wichtigen Spiel nicht gelungen, das umzusetzen, was sie vorher selber analysiert hatten. Leipzig ist hingegen die stärkste Mannschaft im Angriff. Da weiß jede Spielerin, wie sie laufen muss, um Torgefahr auszustrahlen. Das ist eine Erfahrung, die die Spielerin für die weiteren Spiele machen müssen. Für das Rückspiel soll jede Spielerin ihre Gegenspielerin nochmal genau anschauen, um nicht zu einfach auseinandergezogen zu werden. Das müssen wir besser lösen. Wir wollen Leipzig nochmal einen Kampf bieten. Unser Ziel ist es, dass Spiel zu gewinnen.”

 

Die Statistik:

 

Spielfilm: 5:5 (10.), 6:10 (16.), 10:17 (28.), 12:19 (Halbzeit), 14:23 (36.), 17:27 (42.), 20:33 (54.), 22:36 (Endstand)

 

Buxtehuder SV: Sibbertsen, Schädlich – Süchting 7/4, Nielsen 4, Harms 1, Mettner 2, Fröhlich 1, Probst, Nickel, von Prittwitz, Hinrichs, Bolle, Winterberg 1, Pieszkalla 6

 

HC Leipzig: Czeczine, Kreitczick – Uhlmann 6/2, Hatzel, Matthey, Weise 10, Herzig 7, Theilig 1/1, Thomas, Seidel, Greschner 2, Kretzschmar 9, Buth 1, Röpcke

 

Siebenmeter: BSV 4/4 (Süchting 4/4) – HCL 7/9 (Weise 4/5, Uhlmann 2/3, Seidel 0/1)

 

Zeitstrafen: BSV 5 ( Pieszkalla 2, Süchting, Harms, Nickel) – HCL 4 (Greschner 2, Weise, Theilig)

 

Schiedsrichter: Sophia Janz, Rosana Sug

 

Zuschauer: 290

 

Rückspiel: HC Leipzig – BSV (Samstag, 6. April, 15 Uhr)