30:28 – Buxtehude gewinnt intensives Duell gegen Leverkusen

Es war ein hartes Stück Arbeit, der Sieg am Ende etwas glücklich aber nicht unverdient. Nach sechzig intensiven Minuten gewann der Buxtehuder SV am Sonntagnachmittag mit 30:28 (16:16) gegen Bayer Leverkusen und feierte den fünften Pflichtspielsieg in Folge. 1400 Zuschauer in der Halle Nord erlebten kein hochklassiges, aber ein bis in die Schlussphase hinein spannendes Spiel, in dem Emily Bölk und Friederike Gubernatis mit ihren Treffern zum 29:27 und 30:27 in den letzten siebzig Sekunden für die Entscheidung zugunsten der Gastgeberinnen sorgten. Zur Spielerin des Tages wurde die sechsfache Torschützin Annika Meyer gekürt.

 

Erwartungsgemäß entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches Spiel. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive, schalteten schnell um und ließen den Ball im Angriff gut laufen. Gerade in der Anfangsphase unterliefen ihnen dabei allerdings auch zahlreiche Passfehler, entsprechend zerfahren wirkte die Partie. Buxtehude hatte leichte Vorteile auf seiner Seite, spielte sich immer wieder  eine Führung heraus (2:0 / 4:2 / 6:4), aber Leverkusen wusste stets zu kontern.

 

Nach einer Viertelstunde wechselte Dirk Leun auf der Torhüterposition, Julia Gronemann kam für die bis dahin glücklose Antje Lenz ins Spiel. Kurze Zeit später nahm er seine erste Auszeit, brachte Jessica Oldenburg für Friederike Gubernatis. Die Einwechselungen zahlten sich aus, Gronemann parierte mehrfach und Oldenburg markierte bis zur Pause vier Treffer. Dennoch blieb das Spiel ausgeglichen, weil die BSV-Defensive fand einfach keinen Zugriff fand und zu viele leichte Gegentore zuließ. Nachdem Lynn Knippenborg zum 15:14 und Maike Schirmer zum 16:15 traf, glich Kim Berndt quasi mit dem Halbzeitpfiff per Schlagwurf zum 16:16 aus.

 

Im zweiten Durchgang dauerte es fast drei Minuten, ehe Jessica Oldenburg mit ihrem fünften Treffer zum 17:16 für den BSV traf. Mit zwei erfolgreichen Würfen sorgte Jenny Karolius nicht nur für den Ausgleich, sondern für die erste Führung der Werkselfen (18:17, 35.). Lone Fischer, Emily Bölk und Annika Meyer holten mit ihren Treffern die Führung für den BSV (20:18, 39.) zurück und mit dieser ging es in die letzten 20 Minuten.

 

Die Schlussphase war wie das gesamte Spiel schon hochspannend, weil Leverkusen durch Tore der in dieser Phase treffsicheren Zivile Jurgutyte und Jennifer Rode immer wieder herankam und ausgleichen konnte (23:23, 47. / 24:24, 51.). Das 24:24 war allerdings der letzte Gleichstand, Buxtehude erhöhte durch Emily Bölk und Lone Fischer auf 26:24 und gab diese Führung nicht mehr aus der Hand. Am Ende behielten die Norddeutschen mit 30:28 die Oberhand und klettern in der Tabelle auf den vierten Platz.

 

Im letzten Spiel vor der EM-Pause erwartet den Buxtehuder SV am kommenden Samstag, 19. November ein weiterer Kraftakt: um 16 Uhr ist mit FrischAuf Göppingen der punktgleiche Tabellennachbar zu Gast.

 

Statistik:

 

BSV: Lenz, Gronemann; Meyer 6, Fischer 3/2, Gubernatis 3, Knippenborg 4, Schirmer 2, Oldenburg 5, Bölk 7, Goos, Kaiser, Hayn, Prior.

 

Bayer: Zec, Fehr; Bijan, Jurgutyte 6, Seidel, Braun, Zschocke 1, Potocki 3, Bruggemann, Adams, Karolius 7, Berndt 4, Jochin, Janouskova, Schilk, Rode 7/2.

 

Stimmen:

 

Dirk Leun, Trainer Buxtehuder SV: „Ich bin froh, dass wir am Ende etwas glücklich aber verdient gewonnen haben. Ich war sicher, dass es ein ganz schweres Spiel wird. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben heute nicht den roten Faden gefunden und haben es uns immer wieder selber schwer gemacht. Aber am Ende zählen der Sieg und die zwei Punkte.“

 

Renate Wolf, Trainern Bayer Leverkusen: „In meinen Augen war es ein glücklicher Sieg, aber Glückwunsch dazu. Es war ein kampfbetontes Spiel und ich bin ein bisschen enttäuscht, dass sich meine Mannschaft nicht für das engagierte Spiel belohnt hat. Wir haben aber in den entscheidenden Situationen zu viele Fehler gemacht und das hat den Ausschlag gegeben.“