Samstag, 16 Uhr: Die Überflieger vom BSV II zu Gast beim VfL Stade

STADE. Am Sonnabend stehen sich zwei Teams im Drittliga-Derby gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite die Handballerinnen des VfL Stade, der Tabellenletzte, und auf der anderen Seite der Buxtehuder SV II, der Spitzenreiter. Anwurf in der Sporthalle des Vincent-Lübecks-Gymnasiums in Stade ist um 16 Uhr.

 

Der Buxtehuder SV II geht als klarer Favorit in das Derby. Mit 23:7 Punkten steht die Mannschaft von Trainerin Heike Axmann auf dem ersten Tabellenplatz. Aufsteiger VfL Stade hingegen ist am anderen Ende der Tabelle zu finden – mit 2:28 Punkten auf Platz zwölf. Schon beim Hinspiel in der Halle Nord hatten 277 Zuschauer einen Buxtehuder Sieg (31:26) gesehen.

 

Beim BSV sehen sie die „Zweite“ als eine Ausbildungsmannschaft junger, sehr talentierter und erfolgreicher Handballerinnen, die irgendwann den Sprung in die Bundesliga schaffen könnten. Diese Talente werden von der A-Lizenztrainerin und früheren Weltmeisterin Heike Axmann drei bis viermal in der Woche trainiert. „Unsere Mädchen sind fleißig beim Training und sehr ehrgeizig. Sie entwickeln sich sehr gut“, sagt Axmann.

 

Was auch für diese Mannschaft spricht: Nachdem sich mit Axmann-Tochter Natalie und zuletzt Alexia Hauf zwei Stammspielerinnen schwer verletzt hatten, brach der BSV im Spielbetrieb nicht ein. Im Gegenteil: Die Mannschaft setzte ihren erfolgreichen Weg in der dritten Liga fort – mit Spielerinnen wie U 17-Europameisterin Aimée von Pereira, Tarja Pauschert, Merit Ossenkopp, Lisa Borutta oder Cassandra Nanfack.

 

Thema Aufstieg spielt keine Rolle

 

Das Thema Aufstieg spielt allerdings keine Rolle. Als eine zweite Mannschaft darf der BSV im Falle der Meisterschaft nicht hoch in die zweite Liga. Und trotzdem „wollen meine Mädchen und ich gewinnen und das beim Training Erlernte in die Tat umsetzen und zeigen“, sagt Axmann. So auch im Derby.

 

Quelle: TAGEBLATT (Rainer Schnackenberg) vom 2. März 2018