Erfolgreiche Talentförderung: Buxtehuder SV erhält das Jugendzertifikat der HBF

Am Donnerstagvormittag kam die freudige Nachricht aus der Zentrale der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) in Dortmund: der Buxtehuder SV erhält als einer von dreizehn Bundesligisten das neu eingerichtete Jugendzertifikat. Acht Erst- und fünf Zweitligisten erfüllen die Richtlinien der HBF für das Gütesiegel ohne Einschränkungen, die anderen fünfzehn Vereine haben das Jugendzertifikat nicht beantragt oder die Rahmenbedingungen sind nicht gewährleitet. „Wir sind stolz zu den ersten Vereinen zu gehören, die das Jugendzertifikat erhalten. Hiermit ist die Qualität unserer intensiven Talentförderung, die wir in Buxtehude seit vielen Jahren mit großem Aufwand betreiben, auch objektiv belegt“, so BSV-Manager Peter Prior.

 

Aushängeschild der BSV-Nachwuchsarbeit ist Rückraumspielerin Emily Bölk (18), die aktuell mit der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der EM in Schweden erfolgreich spielt. Insgesamt acht Spielerinnen aus der BSV-Jugend haben bis heute den Sprung in die erste oder zweite Bundesliga geschafft. Mit Lea Rühter, Katharina Filter, Katharina Meier und Julia Herbst stehen derzeit vier Spielerinnen des BSV-Juniorenteam im Kader der Juniorinnen-Nationalmannschaft.

 

Unterhalb des Juniorenteams, das als zweite Frauenmannschaft seit 2003 schon in der Regionalliga bzw. 3. Liga spielt, ist der Buxtehuder SV in allen Altersklassen in der Oberliga bzw. mit der weiblichen A-Jugend auch in der Jugend-Bundesliga (JBLH) vertreten. Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend 2014 konnte die A-Jugend des BSV zwei Jahre später bei der vierten Final-Four-Teilnahme in Folge ebenfalls den nationalen Meistertitel holen.

 

Die Handball Bundesliga Frauen vergibt erstmalig das Jugendzertifikat an die Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Das Jugendzertifikat stellt ein ligaübergreifendes Gütesiegel dar, welches die Rahmenbedingungen in den Vereinen honoriert, die den Nachwuchsspielerinnen zu Gute kommen. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung sowie kontinuierliche Fort- und Weiterentwicklung qualitativer Jugendarbeit in den Vereinen, um so die Voraussetzungen auch für deutsche Nachwuchsspielerinnen zu schaffen, in ihren Clubs zu Spitzenspielerinnen zu reifen. Um dies noch besser gewährleisten zu können, haben sich die Vereine der HBF im Januar 2016 auf ihrer Mitgliederversammlung ausdrücklich für das Vergabeverfahren des Jugendzertifikats nach dem Vorbild der DKB Handball-Bundesliga ausgesprochen.

 

Zur Erlangung des Zertifikats werden Kriterien begutachtet, die eine Qualitätssicherung in den Bereichen Mannschaften, Mitarbeiter, Training und Betreuung gewährleisten. Diese Kriterien wurden durch einen Zertifizierungsausschuss geprüft, bestehend aus André Fuhr (Trainer HSG Blomberg-Lippe), Jutta Ehrmann-Wolf (Teammanagerin TSV Bayer 04 Leverkusen) und Christoph Wendt (Leiter der Geschäftsstelle Handball Bundesliga Frauen).

 

Folgende Vereine der HBF erhalten für die Saison 2016/17 das Gütesiegel „Jugendzertifikat der Handball Bundesliga Frauen“:

 

1. Bundesliga: HSG Blomberg-Lippe, Buxtehuder SV, Borussia Dortmund, HC Leipzig, TSV Bayer 04 Leverkusen, TuS Metzingen, VfL Oldenburg, Thüringer HC.

2. Bundesliga: HSG Bensheim/Auerbach, SV Union Halle-Neustadt, SG H2Ku Herrenberg, Kurpfalz Bären Ketsch, BSV Sachsen Zwickau

 

Alle anderen Vereine haben das Zertifikat nicht beantragt oder aufgrund nicht erfüllter Kriterien nicht erhalten. Vereine, die das Jugendzertifikat für die jeweilige Spielzeit nicht erhalten oder keinen Antrag gestellt haben, zahlen absprachegemäß in einen Fonds ein. Die Mittel aus diesem Fonds kommen Projekten zu Gute, welche die Nachwuchsarbeit im Handballsport allgemein fördern, z.B. Schulaktionen, Kindertrainingsseminare, Jugendveranstaltungen oder Jugendtrainerfortbildungen.

 

Christoph Wendt, Leiter der HBF-Geschäftsstelle: „Die Vereine haben sich im Januar mit großer Mehrheit für das Jugendzertifikat ausgesprochen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Qualitätssicherung und – steigerung für den Handball der Frauen in Deutschland. Wir gehen davon aus, dass bereits im kommenden Jahr noch mehr Vereine die Anforderungen an das Jugendzertifikat erfüllen werden.“