BSV landet 27:21-Pflichtsieg über Celle und festigt 4. Tabellenplatz

Der Buxtehuder SV hat das letzte Spiel des Jahres mit 27:22 (13:8) gegen den SVG Celle gewonnen. Nur 48 Stunden nach dem kräftezehrenden beim Thüringer HC erlebten die 1600 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord keinen Handball-Leckerbissen, aber einen souveränen Sieg der Gastgeberinnen im Niedersachsen-Derby. Mit 14:6 Punkten geht der BSV auf Tabellenplatz 4 ins neue Jahr und bleibt erster Verfolger des Spitzentrios, das seine Spiele ebenfalls gewann. Zur besten Werferin des Buxtehuder SV avancierte Friederike Gubernatis mit sieben Treffern, sie wurde auch zur Spielerin des Tages gekürt. Für Celle traf Barbara Laszlo (10/7) am häufigsten.

 

Buxtehude bestimmte in der Anfangsphase das Tempo und das Spiel, führte nach jeweils zwei Toren von Lone Fischer und Annika Meyer schnell mit 4:1 (6.). Eine kleine Schwächephase des BSV im ersten Durchgang konnte Celle nutzen, um auf 4:5 (10.) zu verkürzen. Einige Paraden von Antje Lenz im BSV-Tor und die immer besser funktionierende Achse zwischen Lynn Knippenborg und Annika Meyer brachten die Gastgeberinnen aber wieder zurück in die Spur. Mit ihrem fünften Treffer erzielte die Kreisläuferin das 10:5 (19.) für den BSV.

 

Mit der vermeintlich komfortablen Führung im Rücken ließen die Spielerinnen von Trainer Dirk Leun die Zügel allerdings erneut schleifen. Zahlreiche Pässe landeten im Nirgendwo, Rückraumwürfe verpassten ihr Ziel oder wurden pariert. Im Gegenzug spielten die Gäste geduldig und warteten auf ihre Chance, was sich auszahlen sollte. Celle verkürzte erneut, 11:8 hieß es nach 23 Minuten. Jessica Oldenburg und Lone Fischer sorgten mit ihren Treffern schließlich für den 13:8-Halbzeitstand.

 

In die zweite Hälfte ging der Buxtehuder SV im Vergleich zur Startaufstellung mit vier Veränderungen. Vize-Europameisterin Michelle Goos löste Lone Fische auf Linksaußen ab, Isabell Kaiser die starke Annika Meyer am Kreis. Lisa Prior übernahm die Regie und Jessica Oldenburg besetzte den linken Rückraum. Der BSV brauchte zwei Angriffe, um die richtige Spannung aufzubauen, kam dann aber in seine beste Phase. Die aufmerksame Abwehr eroberte zahlreiche Bälle und münzte diese in schnelle Tore um. So führten die Gastgeberinnen nach 38 Minuten mit 19:11 – der größte Vorsprung im Spiel.

 

Dass der Mannschaft nach der langen Spielpause durch die Europameisterschaft und die Weihnachts-Feiertage noch Rhytmus und Konstanz fehlen, zeigte sich in den letzten 20 Minuten. Ohne zu glänzen, aber auch ohne etwas anbrennen zu lassen, spielte der Buxtehuder SV diese herunter und brachte am Ende den verdienten, wenn auch vielleicht um einige Tore zu geringen 27:22-Sieg nach Hause.

 

Statistik:

 

BSV: Lenz, Rühter; Meyer 5, Fischer 3/3, Gubernatis 7/1, Knippenborg 1, Schirmer, Oldenburg 2, Bölk, Goos 4, Kaiser 1, Hayn 2, Prior 2.

 

Celle: Pagel, Morf; Wahle 5, Laszlo 10/7, Heldmann 3, Ahrens, Wagenlader 1, Gräser 1, Lamp, Meijer 2.

 

Stimmen

 

Dirk Leun, : „Ich denke, wir haben das Spiel verdient gewonnen, auch in der Höhe. Wir haben heute sicherlich keine Glanzleistung abgeliefert, nach dem großartigen Kampf vor zwei Tagen in Thüringen fehlte uns vielleicht ein bisschen die Kraft und Konzentration. Natürlich hätten wir auch mit fünf Toren mehr gewinnen können, insgesamt müssen wir aber mit den zwei Punkten zufrieden sein.“

 

Martin Kahle, Celle: „Für uns war die Ausgangslage nicht ganz einfach, nach dem Spiel gegen Leverkusen und der Verletzung von René Verschuren. Insofern bin ich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute für unsere Möglichkeiten ordentlich gespielt und gut gekämpft.“